The Jerusalem PostEl Al unveils new bedding, Jo Malone kits in passenger service overhaulESPNHurts out for season after blood clots discovered in Eagles QB's lungsESPN DeportesNBA 2026-27: Rankings, predicciones sobre los 30 equiposInquirerDizon: 3 nabbed for stealing parts of Diokno Pumping StationPunchN3bn power line: Scrap dealers demand proof of cable theft from ZulumRTP DesportoChampions: Farioli quer começar a "escalar a montanha" frente ao PSVDaily MaverickTHE CONVERSATION: Why are we so obsessed with true crime? It’s not just morbid curiosityFootball ItaliaAllegri: ‘I question myself every day, Napoli players must be defended’Anime News NetworkSTEEL BALL RUN JoJo's Bizarre Adventure ‒ Episodes 1-4GIGAZINE規制が厳しい現代社会に「オトナ」なアニメ表現を届ける気概と工夫を男2人が密室でみっちり語り倒す『ダークサモナーとデキている』『彼女の友達』プロデューサートーク濃密レポート
The Daily Newsstand · Free, Always
Monday, October 19, 2026

Marktbericht: Sorgen um Frankreich belasten den Euro

Translate
Proteste auf dem Place de la République

Marktbericht

Massenproteste und Krawalle Sorgen um Frankreich belasten Euro

Stand: 19.10.2026 • 14:05 Uhr

Die Gewalteskalation in Frankreich lastet auch auf den Finanzmärkten. Sie lässt die Sorge um die französischen Staatsfinanzen wieder aufleben. Der Euro fiel zeitweise wieder unter 1,12 Dollar zurück.

Detlev Landmesser

Die anhaltenden Massenproteste und Ausschreitungen in Frankreich hinterlassen auch deutliche Spuren an den Finanzmärkten. Bei den Demonstrationen mit rund einer halben Million Teilnehmerinnen und Teilnehmern war es am Wochenende in mehreren Städten des Landes zu Gewalt und Plünderungen gekommen.

In der Folge stehen französische Anleihen nach Tagen relativer Ruhe wieder stark unter Druck. Die Rendite für zehnjährige Papiere liegt mit 4,9 Prozent wieder auf dem höchsten Stand seit dem Jahr 2002.

Sorge um Frankreichs Staatsfinanzen

Auch der Euro leidet unter den Sorgen um den französischen Staatshaushalt. Heute Morgen ist die Gemeinschaftswährung zeitweise erneut unter die Marke von 1,12 Dollar gefallen. Das Vertrauen in die Währung ist eng mit finanziellen Stabilität des Währungsraums verbunden.

Die Proteste wegen maroder Bildungseinrichtungen und hoher Lebenshaltungskosten werfen nicht nur ein Licht auf die desolate Haushaltslage in Frankreich. Sie nähren auch die Sorge vor höheren Staatsausgaben, wenn die Politik den Konflikt mit Zugeständnissen zu entschärfen versucht. Zudem lasten die von der Gewalteskalation ausgehenden Schäden und Produktionseinschränkungen auch direkt auf den öffentlichen Finanzen.

Politische Widerstände gegen Sparpolitik

"Frankreich steht heute vor einer sozialen Krise, einer Einwanderungskrise, einer Energiekrise, einer Wirtschaftskrise und einer Haushaltskrise", sagte Louis-Vincent Gave vom Analyseunternehmen Gavekal Research. "All dies zu einer Zeit, in der der französische Präsident zwar im Amt, aber nicht an der Macht ist."

Die von Premierminister Sébastien Lecornu geführte Regierung, die demselben politischen Lager wie Präsident Emmanuel Macron angehört, verfügt nicht über eine eigene Mehrheit in der Nationalversammlung. Das macht eine Sanierung des Haushalts äußerst schwierig, zumal in einem halben Jahr die nächste Präsidentenwahl ansteht.

Schuldenquote weit über Maastricht-Kriterium

Dabei entsprechen Frankreichs Staatsschulden fast 120 Prozent des Bruttoinlandsprodukts - das ist das Doppelte dessen, was der Maastricht-Vertrag höchstens erlaubt. Deutschland reißt dieses Kriterium zwar auch, steht aber mit einer Schuldenquote von aktuell etwa 66 Prozent noch deutlich besser da.

DAX fällt deutlich zurück

Die aktuellen Sorgen um Frankreich lasten auch auf dem Aktienmarkt, neben denen um die Nachhaltigkeit der KI-Rally und die anhaltende Inflation. Der DAX ist schwach in die neue Woche gestartet und büßt bis zum frühen Nachmittag 1,3 Prozent auf 25.290 Punkte ein.

View the original on Tagesschau →

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.