Präsidentin kritisiert Madrid: Balearen überholen Kanaren bei Migrantenankünften
Präsidentin kritisiert Madrid
Balearen überholen Kanaren bei Migrantenankünften
Erstmals kommen mehr Menschen auf dem Seeweg irregulär auf den Balearen an als auf den Kanaren – Regionalpräsidentin Marga Prohens macht Madrid für die «krisenhafte» Lage verantwortlich und fordert schärfere Massnahmen.
Publiziert: vor 23 Minuten
Darum gehts
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- Balearen überholen Kanaren 2026 bei Migrantenankünften, 5627 Menschen erreichten Inseln
- Zahl auf Balearen stieg um 2,4 Prozent = Wendepunkt
- Balearenpräsidentin nennt Inseln «wichtigstes Einfallstor» und fordert Grenzschutz
Janine EnderliRedaktorin News
Erstmals haben die Balearen die Kanaren 2026 bei irregulären Migrantenankünften auf dem Seeweg überholt. Laut einem Bericht des spanischen Innenministeriums erreichten bis zum 15. September 5627 Migranten die Balearen – 35 mehr als die Kanaren, wo 5592 Ankünfte verzeichnet wurden.
Während die Zahl der Ankünfte auf den Balearen im Vergleich zu 2025 um 2,4 Prozent stieg, sanken sie auf den Kanaren um 55,1 Prozent.
Balearenpräsidentin warnt
Die balearische Ministerpräsidentin Marga Prohens (44) zeigt sich über die Zahlen alarmiert. Nach der Ankunft von über 200 Menschen an verschiedenen Orten des Archipels am vergangenen Mittwoch erklärte sie, die Balearen würden zum «wichtigsten Einfallstor für irreguläre Zuwanderung nach Europa».
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Auf der Plattform X kritisierte sie die sozialdemokratische Zentralregierung in Madrid scharf. «Die Balearen können diese Zahlen nicht als ‹normal› betrachten. Wir werden nicht darauf verzichten, die Grenzen zu schützen.»
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