heise+ | XXL-Tablet Samsung Galaxy Tab S12 Ultra im Test
Ein großes Display ist für viele Aufgaben kaum zu ersetzen, nur durch noch größere, sagte schon Konfuzius. So sind für manche Aufgaben auch mitnahmefreundliche Tablets mit XXL-Display gefragt. Diese Größenbezeichnung verdient die Ultra-Klasse von Samsung. Sie hat mit dem Galaxy Tab S12 Ultra Zuwachs bekommen. Das Riesen-Tablet ist, der Speicherkrise geschuldet, mit Preisen ab 1539 Euro für das WLAN-Modell ohne 5G viel teurer geworden, der Vorgänger, das Galaxy Tab S11 Ultra kostete noch 200 Euro weniger.
Das neue vom alten Modell zu unterscheiden, ist alles andere als einfach. Beide Flachmänner sind exakt gleich groß, wiegen aufs Gramm gleich viel und sind optisch identisch gestaltet. Die Technik steckt in einem nur gut 5 Millimeter dicken Gehäuse aus mattem Aluminium, das nach IP68 gegen das Eindringen von Staub und Wasser geschützt ist. Ein rund fünf Millimeter schlanker Rahmen umschließt das große Display, an der Frontkamera ist er ein wenig breiter. Um es mit einer Hand zu halten, ist das Ultra mit knapp 700 Gramm auf Dauer zu schwer, und selbst mit zwei Händen stützt man es lieber irgendwo ab.
Mit 14,6 Zoll in der Diagonale, das sind gut 37 Zentimeter, sind die Bildschirme der Ultra-Klasse schon seit dem Vorvorgänger die größten der Tablet-Klasse. Nicht nur die Größe, auch die Auflösung, die Bildwiederholfrequenz und die Helligkeit hat Samsung im Vergleich mit dem Vorjahresmodell nicht erhöht. Das war aber auch nicht vonnöten: Das Display des Galaxy Tab S12 Ultra ist scharf, zeigt kräftige Farben und leuchtet für ein Tablet enorm hell. Die Helligkeitsautomatik stellt es feinfühlig auf das Umgebungslicht ein. Egal ob fürs Lesen oder Fotos gucken, Videos schauen oder Spiele zocken und sogar fürs Arbeiten: Dieser Bildschirm wirkt bei keiner Disziplin wie eine Notlösung. Weil es dünn ist, hatten wir das Gefühl, kein wuchtiges Tablet, sondern nur einen großen Bildschirm in der Hand zu halten.
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