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Tuesday, September 29, 2026

Erneuter Anstieg – Krankenkassenprämien steigen 2027 um 5 Prozent

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  • Die Krankenkassenprämien steigen im kommenden Jahr 2027 im Schnitt um 5.0 Prozent.
  • Am stärksten ist der Anstieg im Kanton Jura, am vergleichsweise moderatesten im Kanton Glarus.
  • Die steigenden Prämien sind eine direkte Folge der weiterhin wachsenden Kosten im Gesundheitswesen.
  • Zum Thema äussern sich um 14 Uhr vor den Medien: Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider sowie Anne Lévy, Direktorin des Bundesamts für Gesundheit (BAG).

Im Jahr 2027 wird die mittlere Monatsprämie 412 Franken betragen. Dies entspricht einem Anstieg von Fr. 19.70 oder 5.0 Prozent im Vergleich zu 2026. Die Zunahme ist höher als im letzten Jahr (4.4 Prozent), aber tiefer als noch im Jahr 2025 (6 Prozent).

Die mittlere Prämie wird berechnet, indem alle in der Schweiz bezahlten Prämien zusammengezählt und durch die Gesamtzahl der Versicherten in der Schweiz geteilt werden.

Jura mit grösstem Anstieg

Den im Schnitt grössten Prämienanstieg muss die Bevölkerung im Kanton Jura verdauen. Dort steigen die Prämien im Jahr 2027 um Fr. 28.40 oder 6.6 Prozent. Auch die Schaffhauserinnen und Schaffhauser müssen für die Krankenkassenprämien deutlich mehr berappen: 6.4 Prozent.

Am geringsten ist dagegen der Anstieg im Kanton Glarus. Hier müssen die Menschen Fr. 10.70 oder 3.0 Prozent mehr für die Krankenkassen aufwenden.

Vergleichbarer Anstieg in allen Altersklassen

Für Erwachsene steigt sie nächstes Jahr um Fr. 22.80 (4.9 Prozent) auf Fr. 487.60. Diejenige für junge Erwachsene erhöht sich um Fr. 15.40 (4.8 Prozent) auf Fr. 338.80. Für Kinder steigt sie gegenüber 2026 um Fr. 5.70 (4.6 Prozent) auf Fr. 128.10.

Gesundheitskosten wachsen stetig

Die steigenden Krankenkassenprämien sind laut dem BAG eine direkte Folge der wachsenden Gesundheitskosten. Als Hauptgründe für die Kostenzunahme gelten die Alterung der Bevölkerung, medizinische Innovationen und die gestiegene Anzahl von Behandlungen: Es werden mehr Gesundheitsleistungen angeboten und in Anspruch genommen. Seit 2024 tragen zudem höhere kantonale Tarife im ambulanten und stationären Bereich zu den steigenden Preisen bei.

Kein Anzeichen für Verlangsamung des Kostenanstiegs

Eine genaue Schätzung für die Kostenentwicklung ist laut dem BAG aktuell schwierig, da die Umstellung auf das neue Tarifsystem Tardoc zu Rechnungsverzögerungen führt. Es gebe allerdings keine Anzeichen für eine Verlangsamung des Kostenanstiegs. Für das laufende Jahr rechnet das BAG gemäss Hochrechnung und Schätzung mit einem Anstieg von 4,7 Prozent. Die Prämien waren per 2026 um 4.4 Prozent gestiegen.

Um das Kostenwachstum zu dämpfen, sind laut Medienmitteilung Massnahmen aufgegleist. So hat der Bundesrat – als Folge des indirekten Gegenvorschlags zur Kostenbremse-Initiative – neu die Kompetenz, Ziele für die Kostenentwicklung festzulegen. Ende 2026 wolle die Landesregierung erstmals Kostenziele für den Zeitraum von 2028 bis 2031 festlegen.

Rechtzeitig kündigen

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Die Krankenkassen sind gesetzlich verpflichtet, alle Versicherten bis spätestens Ende Oktober schriftlich über ihre persönlichen neuen Prämien zu informieren. Wer die Krankenkasse wechseln oder das Modell beziehungsweise die Franchise anpassen möchte, muss das Kündigungsschreiben bis spätestens am letzten Arbeitstag im November bei der aktuellen Krankenkasse einreichen.

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