Trump beschwört Harmonie bei Xis Staatsbesuch - News kompakt: Das Wichtigste kurz gefasst
Trotz etlicher Streitpunkte hat US-Präsident Donald Trump beim Besuch von Chinas Staatschef Xi Jinping ein harmonisches Bild der Beziehungen beider Länder gezeichnet. Man habe sich noch nie so gut verstanden wie jetzt, erklärte Trump bei einem Staatsbankett im Weißen Haus in Washington. Xi sprach von "vielen neuen Einigungen" in den Gesprächen mit Trump, nannte aber keine Details. China und die USA stünden erneut vor einem "historischen Ausgangspunkt". Als verantwortungsvolle Großmächte müssten beide Seiten einen neuen Ansatz für ihr Miteinander finden, forderte der chinesische Präsident.

Überschattet wurde der Staatsbesuch vom Streit zwischen Trump und mehreren Medienhäusern über den Zugang zum Weißen Haus. Große US-Sender berichteten in ihren Programmen deutlich weniger über das Treffen in Washington als sonst bei solchen Gelegenheiten üblich.
Netanjahu verteidigt Kriege bei UN-Generaldebatte
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat Vorwürfe, sein Land begehe im Gazastreifen einen Völkermord, als "größte Lüge des Jahrhunderts" bezeichnet. Israel habe vielmehr einen Völkermord verhindert, betonte er bei seiner Rede vor der UN-Vollversammlung in New York. Netanjahu verwies in diesem Zusammenhang auf den blutigen Überfall der islamistischen Terrororganisation Hamas vom 7. Oktober 2023.
Neben dem Vorgehen seines Landes im Gazastreifen verteidigte er ebenso entschieden Israels Angriffe auf den Iran. "Ich habe mir geschworen, Irans mörderische Diktatur daran zu hindern, Atombomben zu entwickeln - Atomwaffen, die auf die Vernichtung Israels abzielen, Atomwaffen, die die ganze Welt bedrohen könnten", sagte der Premier.

Vor Netanjahus Rede hatten Dutzende Diplomaten aus Protest den Saal verlassen. Auch vor dem Hauptquartier der Vereinten Nationen demonstrierten Menschen gegen den israelischen Regierungschef.
Europäische Staaten kritisieren US-Einladung für Putin
Das Vorhaben der USA, den russischen Präsidenten Wladimir Putin im Dezember beim G20-Gipfel mit am Tisch zu haben, hat in Europa deutliche Skepsis hervorgerufen. Es dürfe im Umgang mit Russland keine Normalität geben, betonte ein Regierungssprecher in Berlin. Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk äußerte die Befürchtung, dass der Kreml die Einladung als Ermutigung für seine aggressive Politik auffassen könnte. Polen gehört zwar nicht offiziell zur Gruppe der führenden Industrie- und Schwellenländer, ist aber zu dem Treffen im US-Bundesstaat Florida als Gast geladen.

US-Außenminister Marco Rubio hatte die Gipfel-Einladung für Putin am Mittwoch bekannt gegeben. Eine offizielle Antwort aus Moskau steht noch aus.
Papst Leo startet Frankreich-Reise in Paris
Papst Leo XIV. wird zu einem viertägigen Besuch in Frankreich erwartet. Zum Auftakt steht für das Oberhaupt von weltweit 1,4 Milliarden Katholiken ein Treffen mit Staatspräsident Emmanuel Macron im Élysée‑Palast auf dem Programm. Den Höhepunkt seines Paris-Aufenthalts bildet am Samstag ein großer Gottesdienst auf der Place de la Concorde.

Weitere Stationen Leos sind der Wallfahrtsort Lourdes im Südwesten und die Stadt Metz im Nordosten Frankreichs. In Lourdes ist unter anderem ein privates Treffen mit Betroffenen sexualisierter Gewalt in der Kirche vorgesehen. In Metz will der Pontifex aus den USA eine Rede über die Zukunft Europas halten. Zwar sind die Katholiken weiterhin die größte religiöse Gruppe in Frankreich, inzwischen bekennen sich aber viele Menschen im Land nicht mehr zu einer Glaubensrichtung.
Schüler machen gegen mögliche Wehrpflicht mobil
In ganz Deutschland wollen an diesem Freitag Schüler auf die Straße gehen, um gegen eine Wiedereinführung der Wehrpflicht zu demonstrieren. Nach Auskunft der Initiative "Schulstreik gegen Wehrpflicht" sind bundesweit etwa 100 Protestaktionen geplant. Man wolle so lange streiken bis eine Wehrpflicht vom Tisch sei, sagte ein Sprecher der Initiative.

Das Gesetz über den neuen Wehrdienst war im Januar in Kraft getreten. Kern ist die verpflichtende Musterung für junge Männer ab dem Jahrgang 2008. So sollen Freiwillige für eine Stärkung der Bundeswehr rekrutiert werden. Sollten bestimmte Zielmarken verfehlt werden, dürfte der Bundestag über die Zukunft der Wehrpflicht entscheiden. Sie war in Deutschland im Jahr 2011 ausgesetzt worden.
DFB-Auswahl spielt Remis bei Klopp-Debüt
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat beim Debüt von Bundestrainer Jürgen Klopp einen Sieg nur knapp verpasst. 87 Tage nach dem bitteren WM-Aus in Amerika spielte das DFB-Team in Amsterdam 1:1 gegen die Niederlande. Zum Auftakt in die Gruppenphase der Nations League war Deutschland durch einen Treffer von Felix Nmecha in der 32. Minute in Führung gegangen. Die Niederländer glichen kurz vor Ende der Partie aus und verhinderten damit einen Traumstart für Klopp.

"Ich hätte super gerne gewonnen, aber ich kann mit dem Punkt auch leben", sagte der neue Bundestrainer dem TV-Sender RTL. Er sei mit "vielen Einzelleistungen sehr, sehr, sehr zufrieden", fügte Klopp hinzu. Nächster Gegner der deutschen Nationalelf ist bereits am Sonntag Griechenland.
wa/as/se/ack (dpa, rtr, kna, epd)
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