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Thursday, September 24, 2026

«Tigermücken attackieren uns, sobald wir die Wohnung verlassen»

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  • Basel-Stadt leidet unter einer massiven Tigermückenplage. Anwohnerinnen und Anwohner schildern, dass sie sich nicht mehr ohne Schutz im Freien aufhalten können.
  • Das Kantonslabor erhielt diesen Sommer Hunderte Mails und Anrufe von Betroffenen, die ihren Garten aufgeben mussten.
  • Schuld ist die Kombination aus Hitzesommer, wenig Regen und der Lage im Oberrheingraben – das liess die Population rasch ansteigen.

«Wir haben eine richtige Tigermückenplage», klagt ein News-Scout aus Basel. Während sich die Mückensituation in den vergangenen Sommern im Rahmen gehalten hat, «ist es zurzeit fast nicht auszuhalten.»

Eine Mutter sagt: «In den letzten Wochen konnten wir unseren Garten eigentlich nicht mehr nutzen.» Sobald ihre Familie die Wohnung verlasse, werde sie von den Tigermücken geradezu attackiert. «Meine Kinder haben immer zerstochene Gesichter, Arme und Beine.» Mittlerweile nutzen alle Anti-Mückenspray, wenn sie rausgehen, so die Baslerin. «Was bleibt, ist ein ungutes Gefühl, weil das Mittel am Ende ja auch nicht gesund ist.» Die Frau sagt ernüchtert: «Irgendwie haben wir den Kampf gegen die Mücken verloren.»

Das Gesundheitsdepartement Basel-Stadt bestätigt dies auf Anfrage. In diesem Sommer hat das Kantonslabor Hunderte von Mails und Telefonanrufe von Anwohnerinnen und Anwohnern erhalten, die schildern, wie sehr sie darunter leiden, so Sprecherin Anne Tschudin. «Viele teilen uns mit, dass sie ihren Garten nicht oder kaum mehr benutzen oder gar aufgeben müssen.»

Wegen Lage und warmem Klima ist Kanton Mücken-Hotspot

Doch warum ist der Kanton Basel-Stadt derart stark von den Tigermücken betroffen? Dies liegt an seiner Lage im Oberrheingraben und seinem warmen Klima, erklärt die GD-Sprecherin.

Hinzu komme die Tatsache, dass, mit Ausnahme des Tessins, andere Kantone erst seit Kurzem betroffen sind. Die Flächen sind dort noch viel kleiner und somit leiden auch weniger Menschen unter den Tigermücken, so Tschudin.

Auch die hohe Bevölkerungsdichte und dass das Vorkommen von Stechmücken im städtischen Raum für viele Menschen ungewohnt ist, sind Gründe für die flächendeckende Plage. «Viele haben das Gefühl, dass sie gegen Stechmücken nichts tun können – was im Fall der Tigermücke jedoch nicht richtig ist.»

Massnahmen gegen Tigermücken

  • «Das Wichtigste ist, dass Massnahmen gegen Brutstätten ergriffen werden», so Tschudin. Diese Massnahmen müssen ab Anfang April konsequent durchgeführt werden. Wer die Massnahmen erst durchführt, wenn die Belästigung spürbar wird, hat den Mücken einen uneinholbaren Vorsprung verschafft. Tipps: offenes, stehendes Wasser vermeiden sowie wöchentlich Dolen mit Mittel gegen Mückenlarven behandeln (gibt es vom Kanton kostenlos).
  • Jetzt im Herbst, spätestens jedoch im Frühjahr: Regenfässer und Gefässe mit einer Bürste reinigen, um daran haftende Eier zu zerstören.
  • Lockere, lange, helle Kleidung tragen und unbedeckte Hautstellen grosszügig mit Insektenschutzmittel bedecken.
  • Für die kommende Saison: Mückengitter an den Fenstern können zumindest für die Innenräume Abhilfe schaffen.

Ein Basler News-Scout erklärt gegenüber 20 Minuten, «endlich eine Lösung gegen die nervigen Insekten» gefunden zu haben. Er setzt auf eine Falle, die die Blutsauger fängt, indem sie den Geruch und die Atmung des Menschen nachahmt. Das Gerät funktioniert mit einem patentierten Duftstoff, der kein Insektengift ist. Die Falle, die rund 250 Franken kostet, scheint kein Geheimtipp mehr zu sein: Auf Galaxus ist sie erst ab Januar wieder lieferbar, wie ein Augenschein zeigt.

Mückenplage im Hitzesommer

Aufgrund des Hitzesommers ist die Saison grundsätzlich «deutlich später» gestartet, ordnet Tschudin ein. Im Dohlenwasser konnten sich die Mücken durchgehend vermehren. Durch die wenigen Regenereignisse sind dann viele Mücken zeitgleich geschlüpft. Die Hitze führte zu einer kurzen Entwicklungszeit und somit zu einem schnellen Anstieg der Population, so die GD-Sprecherin. «Zudem führten die hohen Temperaturen dazu, dass die eigentliche tagaktive Tigermücke auch die Dämmerungsstunden nutzte.»

Darum musst du deinen Garten und Balkon checken

Der Grossteil der Brutstätten befindet sich im privaten Bereich. Darum ruft Tschudin alle Anwohnenden dazu auf, selbst aktiv zu werden (siehe Box). Gärten und Balkone können von Kantonsmitarbeitenden nicht ohne Weiteres betreten werden. Der Kanton und die Gemeinden behandeln lediglich die Brutstätten im öffentlichen Raum.

Wie gehst du mit einer Tigermückenplage in deiner Umgebung um?

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«Tigermücken attackieren uns, sobald wir die Wohnung verlassen» — KioskNews