Mitarbeiter von Fahrgeschäft auf Wiesn nach Unfall gestorben
Auf dem Münchner Oktoberfest ist ein 52-jähriger Mitarbeiter nach einem Unfall an einem Free-Fall-Turm gestorben. Die Polizei ermittelt zur genauen Ursache des Unglücks.
22.09.2026 | 2:17 minEin 52-Jähriger ist bei einem Arbeitsunfall auf dem Oktoberfestgelände in München tödlich verletzt worden. Der Mitarbeiter eines Freefall-Towers starb in einem Krankenhaus, wie die Polizei mitteilte. Demnach ereignete sich der Unfall am Montagabend.
Mann wurde unter Fahrgeschäft "Hangover" eingeklemmt
Bei dem Fahrgeschäft "Hangover" rauschen Fahrgäste in einer Gondel aus hoher Höhe nach unten. Der Security-Mitarbeiter wurde gegen 21:50 Uhr von der herunter fahrenden Gondel getroffen und eingeklemmt. Laut Fahrgeschäfts-Homepage beträgt die Fallgeschwindigkeit an dem Turm bis zu 90 Kilometer in der Stunde. Mit welcher Geschwindigkeit der Mann getroffen wurde, war unklar. Bevor sie unten ankommt, wird sie deutlich langsamer.
Einsatzkräften gelang es, den Mann wiederzubeleben, er wurde nach Angaben eines Polizeisprechers unter laufender Reanimation ins Krankenhaus gebracht, wo er aber kurze Zeit später starb.
In München heißt es zur Eröffnung des Oktoberfests wieder: "O’zapft is!". Auch in diesem Jahr sorgen die hohen Bierpreise für Diskussionen.
19.09.2026 | 1:39 minErmittlungen zu Unfall auf Oktoberfest dauern an
Zu den genauen Umständen des mutmaßlichen Betriebsunfalls werde noch ermittelt, teilte die Polizei mit. Das Kommissariat 13 der Münchner Kriminalpolizei, das die Ermittlungen führt, ist unter anderem für Betriebsunfälle zuständig. Diese müsse auch herausfinden, "ob jemandem ein Vorwurf gemacht werden kann", sagte der Polizeisprecher. Die Ermittlungen werden seinen Angaben zufolge "Tage, wenn nicht Wochen andauern".
Der Mitarbeiter habe sich in dem Bereich unterhalb der Gondel aufgehalten, in dem er nicht hätte sein sollen. Warum, das war zunächst unklar und sei Gegenstand der Ermittlungen. Auch der Betreiber konnte dazu am Morgen danach noch nichts sagen, Besprechungen liefen.
Hunderttausende strömen zum 191. Oktoberfest auf die Theresienwiese. ZDF-Reporterin Claudia Vogelmann berichtet.
22.09.2026 | 3:12 minPolizei: Fahrgäste waren nicht in Gefahr
Fahrgäste waren laut Polizei zu keiner Zeit in Gefahr gewesen. Sie bittet Zeugen, die den Unfall beobachtet haben, sich zu melden. Der Bereich rund um das Fahrgeschäft wurde für den großen Rettungseinsatz abgesperrt. Ein Kriseninterventionsteam der Aicher-Ambulanz auf der Wiesn betreute einem Sprecher zufolge neun Beschäftigte des Fahrgeschäfts und Augenzeugen des Unfalls.
Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause reagierte bestürzt auf den Unfall:
Meine Gedanken sind bei der Familie des verunglückten Mannes und den Mitarbeitenden des Fahrgeschäfts. Ich danke den Einsatzkräften für das schnelle Eingreifen.
Dominik Krause, Oberbürgermeister München
Weil sie zu freizügig sein sollen, wurden einige Figuren des Traditionsfahrgeschäfts "Teufelsrad" für das diesjährige Oktoberfest übermalt. Die Entscheidung trifft auf gemischte Reaktionen.
02.09.2026 | 2:31 minBereits zweiter Unfall auf aktueller Wiesn
Es ist bereits der zweite Unfall in diesem Jahr auf dem Oktoberfest, das am Wochenende gestartet war.
In einem stehengebliebenen Drehkarussell hatten Fahrgäste am Samstagabend etwa zwei Minuten lang kopfüber ausharren müssen, bevor sie aus ihren Sitzen geholt werden konnten. Grund der Panne war wohl ein defekter Sensor. Der TÜV prüfte das Karussell erneut, gab es dann aber wieder frei.
Das 191. Oktoberfest geht noch bis zum 4. Oktober. Jährlich kommen mehr als sechs Millionen Besucherinnen und Besucher auf das Volksfest in der Hauptstadt Bayerns, das als größtes der Welt gilt.
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