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Wednesday, October 7, 2026

Google: Android-Apps laufen auf x86-Googlebooks zum Großteil einwandfrei

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Googlebooks sind seit dem 5. Oktober erhältlich und Interessierte können aus vier Modellen wählen, ein fünftes folgt bald. Einige der Geräte haben ARM-, die meisten Intels x86-Prozessoren an Bord. Google sagte vor wenigen Tagen, dass die meisten Apps auf beiden Plattformen laufen, jedoch müssten Entwickler eine Handvoll komplexer Apps und Spiele für Intel-Chips noch optimieren. Nun gibt das Unternehmen weitere Details preis – danach sind die Unterschiede minimal.

Das erklärte Google in einer Stellungnahme gegenüber Android Authority. Anlass waren Berichte, die von einer veralteten 32-Bit-x86-Emulation sprachen. So nutze Google für Googlebooks auf x86-Basis keine Emulation für die Android-Apps, sondern eine „hochentwickelte Binärübersetzungsschicht“. Diese kompiliere „modernen 64-Bit-Arm-Code (arm64-v8a) dynamisch direkt in native 64-Bit-Intel-Befehle (x86_64)“. Damit stelle Google sicher, „dass moderne, leistungsstarke Anwendungen mit nativer Geschwindigkeit und Reaktionsfähigkeit laufen und die mit der veralteten 32-Bit-Übersetzung verbundenen Einschränkungen vollständig umgehen“, heißt es in der Stellungnahme.

Ein Mann steht vor einer Grafik mit fünf Ebenen der Android-Architektur.

Googles Senior Director of PM für Googlebooks und Tablets, Alexander Kuscher, erklärt den Tech-Stack von Googlebook OS.

(Bild: Andreas Floemer / heise medien)

Der Einsatz einer Übersetzungsschicht ist für Google auch nicht neu, denn das Unternehmen setzt schon unter ChromeOS eine solche namens „libhoudini“ ein, eine von Intel gemeinsam mit Google entwickelte proprietäre Software, mit der x86-basierte Chromebooks auch Android-Apps ausführen konnten. Google sagte uns im Zuge eines Googlebook-Events in London, dass viele Android-Apps für beide Architekturen angepasst seien; nur Apps ohne eigene x86-Version erhielten besagte Übersetzungsschicht, die die Performance jedoch nicht merklich ausbremsen soll.

Google erläuterte gegenüber Android Authority überdies den aktuellen Stand der bereits verfügbaren Android-App-Unterstützung für Intel-basierte Googlebooks. Dem Unternehmen zufolge sind 96,6 Prozent der über 10.000 meistgenutzten Anwendungen bereits zum Marktstart für alle im Play Store verfügbar und werden auf Intel-basierten Googlebooks einwandfrei laufen. Die übrigen gut 300 Apps habe Google „vor allem aufgrund von Inkompatibilität mit großen Bildschirmen für alle Plattformen (z. B. weil sie ein Gyroskop erfordern) aus dem Play Store entfernt“.

Das heißt, die Unterschiede zwischen ARM- und Intel-Googlebooks sind hinsichtlich ihres App-Angebots marginal. Die meisten Nutzerinnen und Nutzer dürften daher keine Probleme haben, verfügbare Apps sowohl auf einem ARM- als auch einem x86-basierten Googlebook auszuführen. Wer von Windows oder macOS wechselt, muss sich vor allem bei Nischenanwendungen nach Alternativen umsehen, sofern es welche gibt. Vor dem Kauf eines Intel-Modells lohnt sich ein Blick in den Play Store, ob die bevorzugten Apps darauf laufen.

Mit Googlebooks verspricht das Unternehmen eine nahtlose Integration ins Android-Ökosystem. Damit verfolgt Google im Grunde einen ähnlichen Ansatz wie Apple, um Notebooks und Smartphones enger zu verknüpfen. Allerdings mischt der Hersteller noch eine ordentliche Portion KI in Form von Gemini mit in sein neues OS.

Ob Googlebooks letztlich als ausgewachsene Alternative zu Notebooks mit Windows, macOS oder anderen Desktop-Betriebssystemen funktionieren, werden erste Tests und der Einsatz im Alltag zeigen. Es deutet sich jedoch an, dass Google beziehungsweise Smartphone-Partner hier und da noch nachliefern müssen. So unterstützen etwa Samsungs Galaxy-Smartphones die nahtlose Verbindung zu den Googlebooks noch nicht. Auch für den Bildungs- und Unternehmenseinsatz muss Google Funktionen ergänzen.

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