Windows-Update-Vorschau killt lokale PC-zu-PC-Migration
Microsoft hat in der Nacht zum Mittwoch mit der Verteilung der Windows-Update-Vorschauen begonnen. Sie sollen die nicht sicherheitsrelevanten Bestandteile des Patchday-Updates vorab testen. Dieses Mal gibt es mehrere kleinere Verbesserungen, aber auch einen großen Einschnitt: Das Tool zur PC-zu-PC-Migration fliegt raus, die Alternative schleust alles durch Microsofts Cloudspeicher.
Microsoft liefert die Details zu den Update-Vorschauen für Windows 11 25H2 und 24H2 in einem Support-Beitrag zu KB5124010. Es hebt die Windows-Versionen auf die Build-Nummern 26200.9550 sowie 26100.9550. Das Unternehmen weist darauf hin, dass es die letzte Update-Vorschau für Windows 11 24H2 ist, da die Home- und Pro-Versionen im Oktober ihr Support-Ende erreichen.
Update-Vorschau: Verbesserungen im Test
Microsoft hebt einige Verbesserungen hervor, die mit der Update-Vorschau Einzug halten. Die Copilot-Taste lässt sich nun auch als rechte „Strg“-Taste oder als Kontextmenü-Taste konfigurieren. In den Einstellungen können Nutzerinnen und Nutzer nun konfigurieren, dass OneDrive ein Backup ihrer Fotos speichert; die Einstellung startet unter Windows und endet auf dem Smartphone mittels QR-Code. Die Emoji-Unterstützung haben die Entwickler auf Emoji 17.0 gehoben, neu sollen etwa ein verzerrtes Gesicht, eine haarige Kreatur und eine „Kampfwolke“ wie aus Comics sein. Der Aufruf des Emoji-Panels erfolgt mit dem Tastenkürzel Windows-Taste + „.“.
Der Datei-Explorer soll heruntergeladene Dateien nun flexibler handhaben, was Hand in Hand geht mit einer Schaltfläche „Trotzdem Vorschau anzeigen“ für HTML-Dateien und automatischer Vorschau für nicht-HTML-Dateien wie PDFs, erklärt Microsoft weiter. Unter Barrierefreiheit kommt eine Option dazu, Apps stets maximiert zu öffnen. Im Bluetooth-Stack haben die Programmierer ebenfalls Erweiterungen eingebaut. Allerdings können USB-Geräte der Audio-Klasse 1 noch immer den Fehlercode 10 sowie keine Tonausgabe erzeugen. Auch für Probleme in Windows-Domänen liegt noch keine korrekte Lösung vor, Admins müssen gegebenenfalls weiterhin manuell Gegenmaßnahmen ergreifen.
Ende der lokalen PC-zu-PC-Migration
Fast schon versteckt ist am Ende der Liste der im schrittweisen Rollout verteilten Änderungen der Update-Vorschau der Punkt „Windows Backup“. Dort schreibt Microsoft lapidar, dass ab jetzt die PC-zu-PC-Migration nicht mehr verfügbar ist. Die hat das Übertragen von Dateien und Einstellungen zwischen altem und neuen PC etwa über das lokale WLAN ermöglicht. Nutzerinnen und Nutzer sollen stattdessen direkt Windows Backup dafür verwenden. Das ermöglicht zwar ebenfalls den Umzug von Dateien und Einstellungen sowie von Software, die aus dem MS Store installiert wurde. Allerdings erfordert das ein Login mit einem Microsoft-Konto, wobei Schul- und Arbeitskonten nicht unterstützt werden. Zudem schleust das alle Daten durch OneDrive, also Microsofts Cloud-Server. Von dort aus lassen sich die Daten auf dem neuen Rechner dann einfach zurück synchronisieren, so Microsofts Idee. Das Unternehmen verweist darauf, dass ja 5 GByte kostenlos bereits enthalten seien.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.