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Tuesday, October 6, 2026

RTL/ntv-Trendbarometer: Jetzt rücken auch die Grünen immer näher an CDU und CSU heran

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RTL/ntv-TrendbarometerJetzt rücken auch die Grünen immer näher an CDU und CSU heran

06.10.2026, 14:01 Uhr

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Die Grünen haben seit Januar fünf Prozentpunkte im Trendbarometer hinzugewonnen und gehen langsam auf Tuchfühlung zur Union. (Foto: picture alliance/dpa)

Das neue Trendbarometer von RTL und ntv zeigt vor allem eins: die Umfrage-Krise von CDU und CSU. Der Zuspruch für die Grünen wächst dagegen weiter. Die Werte von Merz bleiben dramatisch.

CDU und CSU müssen sich offenbar langsam an Umfragewerte von unter 20 Prozent gewöhnen. Im neuen Trendbarometer von RTL und ntv kommen die Unionsparteien wie in der Vorwoche wieder nur auf 19 Prozent. Damit liegen sie noch zwei Punkte vor den Grünen, denen derzeit 17 Prozent der Wählerinnen und Wähler ihre Stimme geben würden - das ist ein Punkt mehr als vergangene Woche. Die Partei hat damit seit Januar fünf Prozentpunkte hinzugewonnen.

Wäre am Sonntag Bundestagswahl, könnte die AfD laut der von Forsa erstellten Umfrage auf die meisten Stimmen zählen. 26 Prozent würden die Partei von Alice Weidel wählen. Das ist ebenso viel wie in der Vorwoche, aber etwas unter dem Höchstwert von 28 Prozent im August.

Derweil hält die SPD ihr vergleichsweise gutes Ergebnis der Vorwoche von 14 Prozent. Die Linke verliert dagegen einen weiteren Punkt und steht nun bei elf Prozent Zuspruch. Der Berliner Landesverband machte zuletzt viel Schlagzeilen mit Antisemitismus-Vorwürfen und Kontakten ins Clan-Milieu. Das BSW ist derweil unter drei Prozent gefallen, die FDP hält sich bei vier.

Derzeit interessieren sich die Menschen vor allem für die Bundesregierung selbst. 38 Prozent nannten sie als wichtigstes Thema. Die Landtagswahlen folgen auf Platz zwei (21 Prozent). Die ökonomische Lage halten ebenfalls 21 Prozent für wichtig, die Benzinpreise 13 Prozent. Das wichtigste außenpolitische Thema ist der Krieg in der Ukraine mit 16 Prozent Nennungen.  

Merz weiter am Tiefpunkt

Für Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz hält das neue Trendbarometer keine guten Nachrichten parat. Nicht nur seine Partei steht schlecht da, auch seine eigene Beliebtheit verharrt am Tiefpunkt. Nur 11 Prozent sind mit ihm zufrieden, 87 Prozent sind es nicht. Bei Anhängern von Grünen, Linken und AfD ist er schon im einstelligen Bereich, bei der SPD mögen ihn noch 14 Prozent und bei CDU und CSU mit 39 Prozent nicht einmal die Hälfte.

Auch jüngste Einigungen wie die Verabschiedung der Pflegereform im Kabinett könnten ein gespaltenes Echo auslösen. Dazu passt eine Umfrage zur geplanten Erhöhung des Pflegebeitrags für Kinderlose. Das halten nur 42 Prozent der Befragten für gerecht. 54 Prozent tun das nicht. Knappe Mehrheiten bei Union, SPD und Grünen unterstützen die Maßnahme, unter Linken lehnt eine knappe Mehrheit sie ab, unter AfD-Anhängern ist es eine große.

Die Wirtschaftserwartungen sind weiter düster, aber nicht ganz so schlecht wie noch im Sommer. 16 Prozent (minus 1 Punkt im Vergleich zur Vorwoche) glauben an eine Besserung der Lage, im Sommer waren es phasenweise nur 12 Prozent. 61 Prozent erwarten eine Verschlechterung, im Juli waren es teils 69 Prozent.

Repräsentative Umfrage | Die Daten zum RTL/ntv-Trendbarometer wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL Deutschland zwischen dem 29. September und dem 5. Oktober erhoben. Datenbasis: 2502 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: plus/minus 2,5 Prozentpunkte. Zur politischen Kompetenz wurden 1001 Menschen befragt.

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