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Friday, October 9, 2026

Kämpferin gegen Apartheid: Friedensnobelpreis geht an südafrikanische Juristin Navi Pillay

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Kämpferin gegen ApartheidFriedensnobelpreis geht an südafrikanische Juristin Navi Pillay

09.10.2026, 11:04 Uhr

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Pillay erhält die renommierte Auszeichnung. (Foto: picture alliance/KEYSTONE)

Der Friedensnobelpreis geht 2026 nach Südafrika. Die Juristin und Menschenrechtlerin Navanethem "Navi" Pillay wird mit der Auszeichnung für ihre Arbeit prämiert. Das Komitee hat allerdings Schwierigkeiten, sie zu erreichen

Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an die südafrikanische Juristin Navanethem "Navi" Pillay. Das gab das norwegische Nobelkomitee in Oslo bekannt. Pillay werde "Für ihre Bemühungen um die Förderung des Friedens und des Völkerrechts" geehrt, sagte der Vorsitzende des Nobelkomitees, Jørgen Watne Frydnes. "Die diesjährige Preisträgerin hat maßgeblich dazu beigetragen, dass Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord strafrechtlich verfolgt werden." Sie sei eine der wichtigsten Rechtsexperten unserer Zeit, sagte Frydnes.

"Leider haben wir Navi Pillay nicht erreicht", sagte Frydnes. Deshalb schickte er einen Aufruf an die Preisträgerin: "Wenn Sie eine norwegische Nummer anruft, gehen Sie bitte dran, wir würden liebend gerne mit Ihnen sprechen."

Pillay war von 2003 bis 2008 Richterin am Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag. Von 2008 bis 2014 amtierte sie als Hohe Kommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte. Die Juristin leitete unter anderem eine von der UNO eingesetzte unabhängige Untersuchungskommission, die Israel im vergangenen Jahr einen Völkermord im Gazastreifen vorgeworfen hat.

Fast 300 Kandidaten für Nobelpreis

Pillay war in Südafrika seit den 1960er Jahren als Anwältin tätig. Dort verteidigte sie unter anderem Anti-Apartheid-Aktivisten und setzte sich gegen Folter ein.

Der Friedensnobelpreis ist eine der wichtigsten Auszeichnungen der Welt. 2025 hatte ihn die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado bekommen. Machado widmete ihre Auszeichnung Donald Trump und schenkte ihm symbolisch auch ihre Nobelmedaille. Zuvor hatte sich der US-Präsident immer wieder selbst für den Preis ins Spiel gebracht. Auf seine eigene Auszeichnung muss er aber weiter warten: Offiziell weitergeben kann Machado den Preis laut Nobel-Regeln nicht an Trump.

In diesem Jahr waren insgesamt 287 Kandidaten für den Friedensnobelpreis nominiert - und damit deutlich weniger als 2025. Vorschläge für Preisträger können etwa Kabinettsmitglieder, Universitätsprofessoren, Staatsoberhäupter oder frühere Preisträger machen. Unter den Nominierten waren diesmal 208 Personen und 79 Organisationen. 

Die Auszeichnung ist mit zwölf Millionen schwedischen Kronen dotiert, was rund einer Million Euro entspricht. Der Friedensnobelpreis wird am 10. Dezember in Oslo überreicht. Es ist der Todestag des schwedischen Industriellen Alfred Nobel, der die Preise 1895 in seinem Testament stiftete.

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