Horror dominiert Emmy Awards
In Los Angeles sind die 78. Emmy Awards verliehen worden. Mit insgesamt 14 Preisen stellte "Widow‘s Bay" einen neuen Rekord auf. Die Emmys gelten als die wichtigsten US-Fernsehpreise.
15.09.2026 | 0:32 minDie Horror-Comedyserie "Widow's Bay" hat bei den 78. Emmy Awards den Abend dominiert. Die Apple-TV-Serie stellte mit 14 Auszeichnungen einen Rekord für eine einzelne Staffel einer Comedyserie auf. Darunter waren die Preise als beste Comedyserie und für Hauptdarsteller Matthew Rhys, der insgesamt drei Trophäen gewann. Damit übertraf "Widow's Bay" den bisherigen Rekord von 13 Emmys, den im vergangenen Jahr "The Studio" aufgestellt hatte.
"The Pitt" bleibt hinter Erwartungen zurück
"The Pitt" gewann zum zweiten Mal in Folge den Emmy für die beste Dramaserie. Hauptdarsteller Noah Wyle wurde ebenfalls erneut ausgezeichnet. Das HBO-Max-Drama gewann jedoch keine weiteren Emmys und blieb damit hinter den Erwartungen zurück.
Rhea Seehorn gewann für "Pluribus" erstmals den Emmy als beste Hauptdarstellerin in einer Dramaserie. Jean Smart erhielt für die fünfte und letzte Staffel von "Hacks" zum fünften Mal in Folge den Preis als beste Hauptdarstellerin in einer Comedyserie. Damit ist sie die erste Schauspielerin, die für jede Staffel einer Serie mit mehr als drei Staffeln ausgezeichnet wurde.
Schauspielerin Rhea Seehorn nimmt ihre Auszeichnung als Herausragende Hauptdarstellerin in einer Drama-Serie entgegen.
Quelle: picture alliance / AP Photo/Chris Pizzello"Widow's Bay" räumt in allen anderen Comedy-Kategorien ab
Mit Ausnahme von Smarts Auszeichnung gingen sämtliche weiteren Comedypreise an "Widow's Bay". Die von Katie Dippold entwickelte Serie erzählt von einer Inselgemeinschaft in Neuengland, die mit einem jahrhundertealten Fluch konfrontiert ist. Dippold gewann ihren ersten Emmy für das Drehbuch, Hiro Murai wurde für die Regie ausgezeichnet.
Rhys gewann neben dem Preis als bester Comedy-Hauptdarsteller auch als bester Hauptdarsteller in einer Miniserie für "The Beast in Me". Damit ist er der erste Mann, der im selben Jahr zwei Hauptdarstellerpreise in unterschiedlichen Kategorien gewinnt. Als ausführender Produzent von "Widow's Bay" erhielt er zudem einen weiteren Emmy.
Die Serie hatte bei der Vorabverleihung bereits acht Preise gewonnen. Diese fand acht Tage vor der eigentlichen Preisverleihung statt. Am Montag kamen sechs weitere hinzu. Stephen Root wurde als bester Nebendarsteller in einer Comedyserie ausgezeichnet, Kate O'Flynn als beste Nebendarstellerin.
Kürzlich wurde auch der Deutsche Fernsehpreis verliehen. Acht Auszeichnungen gingen an das ZDF.
10.09.2026 | 1:35 minO'Flynn und Root bekommen ersten Emmy
Für O'Flynn und Root war es jeweils der erste Emmy ihrer Karriere. Root setzte sich unter anderem gegen Harrison Ford durch, der für "Shrinking" nominiert war. Mit 74 Jahren ist Root der älteste Gewinner in dieser Kategorie.
"The Pitt" war mit 25 Nominierungen die meistnominierte Dramaserie, "Hacks" mit 24 die meistnominierte Comedyserie. Beide Serien konnten diese Favoritenrolle bei der Preisvergabe jedoch nicht bestätigen.
Smarts Preis einziger Emmy für "Hacks"
Für "Hacks" blieb Smarts Auszeichnung der einzige Emmy des Abends. Die 75-jährige Jean Smart erhielt damit ihren achten Emmy insgesamt. Auch "The Pitt" gewann neben dem Preis als beste Dramaserie nur noch den Emmy für Wyle. Er wurde für seine Rolle als Arzt Michael "Robby" Robinavitch ausgezeichnet, die seiner Karriere nach seiner Zeit bei "Emergency Room" in den 1990er Jahren neuen Auftrieb gegeben hat.
Bei den britischen Filmpreisen räumte der Politthriller "One Battle After Another" im Februar ab.
23.02.2026 | 2:31 minIn den beiden Kategorien für Nebendarsteller ging die Serie leer aus. Allison Janney gewann für "Diplomatische Beziehungen", Tom Pelphrey für "Task". Beide setzten sich dabei gegen mehrere Darsteller aus "The Pitt" durch.
Seehorn erhielt für ihre Hauptrolle in "Pluribus" ihren ersten Emmy. Die 54-Jährige war zuvor zweimal für ihre Rolle in "Better Call Saul" nominiert gewesen, ohne zu gewinnen. "Breaking Bad"-Schöpfer Vince Gilligan, der Seehorn in "Pluribus" ins Zentrum stellte, gewann für die Serie seinen fünften Emmy.
Hat Grund zum Jubeln - trotz Absetzung: US-Moderator Stephen Colbert.
Quelle: picture alliance / AP Photo/Richard ShotwellColbert gewinnt nach Absetzung
"The Late Show with Stephen Colbert" gewann den Emmy als beste Varietéserie. Die von CBS abgesetzte Sendung hat damit in diesem Jahr bereits sechs Emmys gewonnen. Der Sender hatte die Absetzung mit wirtschaftlichen Gründen begründet, während viele einen Zusammenhang mit Colberts Kritik an der Regierung von US-Präsident Donald Trump vermuteten. Colbert sagte: "Wenn euch die Comedy heute Abend gefällt: Meine alten Autoren haben sie geschrieben."
Quelle: AP
Über das Thema berichtete ZDFheute Xpress am 15.09.2026 um 08:18 Uhr.
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