Nun wartet Angstgegner Zverev – Bricht Shelton ausgerechnet in New York den 23-jährigen US-Fluch?

Seit 2003 hat kein US-Amerikaner mehr einen Grand Slam gewonnen. Das möchte Ben Shelton nun ändern.
23 Jahre und 90 Grand Slams ist es her, seit Andy Roddick als letzter US-Amerikaner bei einem der grössten vier Tennisturniere auf der ATP-Tour triumphiert hat. 2003 holte die ehemalige Weltnummer 1 an den US Open vor Heimpublikum mit einem Dreisatzsieg gegen den Spanier Juan Carlos Ferrero ihren 1. und einzigen Major-Titel.
Diese lange Durststrecke soll heuer ein Ende finden – und zwar an derselben Stelle, an der Roddick damals für grossen US-Jubel gesorgt hatte. Im US-amerikanischen Duell gegen Frances Tiafoe behielt Ben Shelton (ATP 9) nach verlorenem Startsatz im Halbfinal die Oberhand und zog erstmals in seiner Karriere in einen Major-Final ein.
Zverev hat bisher alle Direktduelle gewonnen
Dort wartet auf den 23-jährigen Shootingstar aus Atlanta mit Alexander Zverev (ATP 2) allerdings ein harter Brocken. Der Deutsche hat selbst erst in diesem Jahr seinen lang ersehnten 1. Grand Slam geholt – nun steht er nach seinem Triumph an den French Open zum 3. Mal in Serie in einem Major-Final.
Live-Hinweis
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Den Final der US Open zwischen Alexander Zverev und Ben Shelton können Sie am Sonntag ab 20:00 Uhr live auf SRF zwei mitverfolgen.
Auf dem Papier spricht einiges für den fünf Jahre älteren Deutschen. Im direkten Duell hat Shelton bislang noch kein Rezept gefunden. In fünf Begegnungen ging Zverev jedes Mal als Sieger vom Platz, nur einmal konnte der US-Amerikaner einen Satz gewinnen. Zuletzt trafen die beiden 2025 an den ATP Finals in Turin aufeinander, wo sich Zverev in zwei Sätzen durchsetzte.
Sich nur auf die nackten Zahlen zu verlassen, wäre in diesem Fall aber fahrlässig. Shelton spielt vor Heimpublikum in New York das Turnier seines Lebens. Im Viertelfinal hatte der Linkshänder den Titelverteidiger und zweifachen US-Open-Champion Carlos Alcaraz (ATP 3) in einem Fünfsatz-Thriller ausgeschaltet. Vor allem auf seinen wuchtigen Aufschlag konnte sich Shelton an diesem Turnier immer wieder verlassen.
Doch auch Zverev dürfte mit breiter Brust in den Final steigen. Nach zwei hart umkämpften Fünfsätzern zum Auftakt des Turniers hat der Deutsche alle vier Partien auf dem Weg ins Endspiel ohne Satzverlust gewonnen. Zuletzt im Halbfinal gegen den Russen Karen Chatschanow (ATP 50).
Vom Baby zum 23-jährigen Grand-Slam-Sieger?
Nun kommt's also zum 6. Mal auf der ATP‑Tour zum Duell Zverev vs. Shelton. Als Roddick im September 2003 in New York triumphierte, war Zweiterer noch nicht einmal ein Jahr alt. 23 Jahre später hat er die Chance, US-Geschichte zu schreiben. Die Bühne für den grossen US-Open-Showdown am Sonntag im Arthur Ashe Stadium ist angerichtet.
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