Erst als zweiter Deutscher: Schindler sensationell im EM-Halbfinale, Superstar Littler scheitert krachend

Schindler sensationell im EM-Halbfinale, Superstar Littler scheitert krachend
25.10.2026 | 16:59 Uhr
Großer Jubel bei der Heim-EM: Dartsprofi Martin Schindler stürmt ins Halbfinale, was vorher erst ein anderer Deutscher geschafft hat. Weltmeister und Dominator Luke Littler fliegt derweil überraschend raus.
Dartsprofi Martin Schindler hat bei der Heim-EM das Halbfinale erreicht, Luke Littler ist auf seiner Major-Mission in Dortmund dagegen krachend gescheitert. Die deutsche Nummer eins stürmte beim 10:1 in der Runde der letzten acht über den Weltranglistenfünften Jonny Clayton aus Wales hinweg und feierte den größten Erfolg seiner Karriere.
Ein Halbfinale bei einem Einzel-Major hatte Schindler vorher noch nie erreicht. Dort trifft der Strausberger am Abend (19.10 Uhr/Sport1 und DAZN) nicht auf Weltmeister Littler, sondern auf Krzysztof Ratajski. Der Pole besiegte den englischen Dominator sensationell mit 10:6. Littler muss damit mindestens ein weiteres Jahr warten, um seine Majortitel-Sammlung zu komplettieren. Dem 19-Jährigen fehlt nur noch der EM-Titel - sowie die im kommenden Jahr erstmals ausgetragenen European Open in Salzburg.
Vom Titel darf nun Schindler träumen. Der 30-Jährige ist nach Max Hopp 2018 der erst zweite Deutsche, der bei der European Championship in die Runde der letzten vier vordringt. "Ich bin wirklich glücklich mit meiner Performance. Das Scoring und auch die Doppel haben super funktioniert", sagte Schindler. In einem Major-Finale hat noch nie ein Deutscher gestanden.
Schindler fast fehlerfrei
Angetrieben von den Zuschauern in der stimmungsvollen Westfalenhalle leistete sich Schindler kaum Fehler. Clayton, der in der ersten Runde den zweiten deutschen Teilnehmer Niko Springer mit 6:3 aus dem Turnier geworfen hatte, gewann nur ein einziges Leg. Durch das Erreichen des Semifinals hat Schindler bereits 50.000 Pfund Preisgeld sicher und wird nach dem Turnier wieder unter den Top 20 der Weltrangliste geführt.
Littler, der am Samstag im Achtelfinale gegen Nathan Aspinall den zweithöchsten Average der Turniergeschichte gespielt hatte, zeigte ungewohnte Schwächen, traf aber auch auf einen hervorragend aufgelegten Gegner. Erst beim Stand von 2:8 drehte Littler, der bei seinen zwei vorigen EM-Teilnahmen in der ersten Runde und im Achtelfinale gescheitert war, auf. Allerdings zu spät: Ratajski machte die Sensation mit seinem zweiten Matchdart perfekt.
Im zweiten Halbfinale trifft Ex-Weltmeister Gerwyn Price (Wales) auf den Engländer Ross Smith, der das Turnier 2022 gewonnen hatte.
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