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Monday, August 17, 2026

Deutsch-belgische Grenzregion: Waldbrand-Lage stabil - doch es droht Wind

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Rauch eines Waldbrandes in Belgien hängt über Monschau-Kalterherberg.

Stand: 17.08.2026 • 19:04 Uhr

Der Waldbrand im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn hat sich nicht weiter der deutschen Stadt Monschau angenähert. Entwarnung gibt die Feuerwehr aber nicht - für Dienstag ist starker Wind vorhergesagt.

Der Waldbrand im Grenzgebiet von Belgien und Nordrhein-Westfalen hat sich nicht weiter Richtung Deutschland ausgebreitet. Die Lage im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn sei statisch und habe sich nicht verschlechtert, sagte der Einsatzleiter der Feuerwehr im deutschen Monschau, Philipp Krüger. Allerdings seien für Dienstag starker Wind und Böen aus südwestlicher Richtung vorhergesagt. Das sei eine "ganz neue Lage", auf die man sich nun vorbereite.

Krüger sagte, aktuell unterstützten 60 Feuerwehrleute aus Monschau ihre Kollegen in Belgien, sie löschten dort mit Schläuchen. Das sei sehr kräftezehrend, das Personal müsse regelmäßig ausgetauscht werden. Unterstützung kommt auch von der Bundeswehr: Zwei Hubschrauber vom Typ NH-90 mit Wasserbehältern helfen beim Löschen.

Evakuierte Bewohner können noch nicht zurück

Am Morgen brachte leichter Regen ein wenig Entspannung. Für eine Entwarnung war es aber zu wenig, sagte Monschaus parteilose Bürgermeisterin Carmen Krämer. Die Brandlage im Hohen Venn ist ihr zufolge unverändert. Deshalb könnten die am Sonntag evakuierten etwa 30 Einwohner aus Monschau-Kalterherberg auch noch nicht in ihre Häuser zurückkehren, sagte Krämer.

Die Eifelstadt ist ein Touristenhotspot mit vielen Fachwerkhäusern und wird auch von ausländischen Gästen geschätzt. Der Brand war zuletzt auf 300 Meter an die deutsche Grenze herangerückt.

Einer der größten Brände in Belgiens Geschichte

Auf belgischer Seite ist die Lage angespannt. König Philippe hat seinen Urlaub unterbrochen, die Staatsanwaltschaft Lüttich ein Verfahren wegen Brandstiftung eröffnet und der Innenminister die Europäische Union um Hilfe gebeten.

Mit rund 3.000 Hektar Fläche handelt es sich um einen der größten Waldbrände in der Geschichte Belgiens - ausgerechnet im Hohen Venn, das als einzigartige Hochmoor- und Sumpflandschaft gilt. Die Bekämpfung ist besonders schwierig, wie der belgische Feuerwehrkommandant Luc Burette im niederländischen Fernsehen erläuterte. "Der Boden besteht aus Torf, an der Oberfläche ist Gras. Dadurch kann sich das Feuer schnell ausbreiten."

Bisher funktioniere die Koordination aber gut und es könne alles getan werden, um das Feuer zu löschen, sagte Belgiens Innenminister Bernard Quintin. Wenn der Brand allerdings größer werde, müsste der nationale Notstand ausgerufen werden.

Lage im Hürtgenwald unter Kontrolle

Im Hürtgenwald in der Eifel, wo Ende vergangener Woche der größte Waldbrand in der Geschichte Nordrhein-Westfalens entstanden war, stehen die Zeichen weiter auf Entspannung. "Die Lage im Hürtgenwald ist weiter unter Kontrolle", sagte eine Sprecherin des Kreises Düren. Es gebe aber zahlreiche Glutnester.

Der Regen sei leider nur "ein Tropfen auf den heißen Stein", sagte die Sprecherin. "Aber wir nehmen alles, was wir kriegen können." Tagsüber waren noch gut 800 Einsatzkräfte vor Ort.

Nachlöscharbeiten in Schramberg, Gebhardshain und Langscheid

Bei Schramberg im baden-württembergischen Landkreis Rottweil standen zeitweise bis zu 20 Hektar in Flammen. Das unwegsame Gelände erschwerte die Löscharbeiten. Hunderte Einsatzkräfte waren mit 80 Fahrzeugen vor Ort. Am Nachmittag gab die Feuerwehr Entwarnung.

Ebenfalls unter Kontrolle ist ein Brand bei Gebhardshain (Rheinland-Pfalz). Dort hatte es auf vier Hektar Fläche gebrannt. Laut Feuerwehr wird noch nach Glutnestern gesucht. Bis zur Nachricht am Sonntagabend, dass der Brand unter Kontrolle ist, erlebte der Westerwaldort bange Stunden: Die Flammen hatten sich bis auf 20 Meter an erste Gebäude herangefressen.

Auch in Langscheid in Rheinland-Pfalz entspannte sich die Lage nach einem Wiesenbrand. Mit Hilfe von Wärmebildkameras halten die Einsatzkräfte derzeit nach Stellen Ausschau, an denen noch einzelne Feuer ausbrechen könnten.

Kontrollgänge nach Bränden in Illingen und Waldaschaff

Der Waldbrand bei Illingen im Landkreis Neunkirchen (Saarland) ist ebenfalls unter Kontrolle. "Aktuell laufen weiterhin umfangreiche Nachlöscharbeiten im gesamten Einsatzgebiet", erklärte ein Feuerwehrsprecher. Am Morgen waren noch rund 380 Einsatzkräfte vor Ort. Nach den jüngsten Angaben waren inzwischen rund 18 Hektar Wald und Wiesen betroffen. Während des Einsatzes waren neun Einsatzkräfte verletzt worden.

Der Wald- und Flächenbrand im unterfränkischen Waldaschaff im Landkreis Aschaffenburg (Bayern) ist auch gelöscht. Das Gebiet wird aber weiterhin kontrolliert. Seit Samstagnachmittag seien etwa 1.000 Einsatzkräfte beteiligt gewesen, hieß es von der Feuerwehr.

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