Verstoß gegen die US-Verfassung : Weißes-Haus-Reporter kämpfen gegen Trumps Hausverbot

Verstoß gegen die US-Verfassung Weißes-Haus-Reporter kämpfen gegen Trumps Hausverbot
19.09.2026, 22:23 Uhr
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Weil sie aus seiner Sicht "Erfindungen und Lügen" verbreiten, will Donald Trump CNN, MS NOW und Politico nicht mehr im Weißen Haus sehen. Der Verband der dort akkreditierten Journalisten spricht von einem Verstoß gegen die Pressefreiheit - und fordert eine sofortige Aufhebung des Hausverbots.
Der Verband der über den US-Präsidenten berichtenden Journalisten hat ein von Donald Trump verkündetes Hausverbot gegen den Nachrichtensender CNN und zwei weitere Medien scharf kritisiert und dessen sofortige Aufhebung gefordert. Der Schritt verstoße gegen den ersten Zusatzartikel zur US-Verfassung, der die Pressefreiheit garantiert, erklärte der Verband der White-House-Korrespondenten. Er forderte die Trump-Regierung auf, "den Zugang unserer Kollegen sofort wiederherzustellen".
In einem Beitrag auf seiner Onlineplattform Truth Social hatte der US-Präsident den Fernsehsendern CNN und MS NOW (ehemals MSNBC) sowie der Nachrichtenwebsite Politico am Freitag "mit sofortiger Wirkung" den Zutritt zum Weißen Haus untersagt. "Andere Medien, die Falschinformationen verbreiten, werden folgen", drohte er.
Eine Begründung für das Verbot nannte Trump nicht, erklärte aber, Medien sollten nicht in der Lage sein, "ständig Erfindungen und Lügen zu verbreiten, wenn sie über den Präsidenten der Vereinigten Staaten, die Trump-Regierung oder die Vereinigten Staaten berichten".
Reporterinnen der beiden Sender und der Nachrichtenplattform wurden bereits heute nicht auf das Gelände des Weißen Hauses gelassen. Zudem wurden ihnen von Sicherheitskräften ihre Hausausweise abgenommen, wie sie berichteten.
"Das Weiße Haus gehört dem amerikanischen Volk, und die Entscheidungen, die darin getroffen werden, werden mit unseren Steuergeldern finanziert", erklärte MS NOW auf X. CNN erklärte, der Sender habe laut US-Verfassung "das Recht, unsere Berichterstattung ohne Behinderung oder Einmischung durch die Regierung zu betreiben". Das Hausverbot sei "ein rechtswidriger Angriff auf dieses grundlegende Recht".
Trump attackiert immer wieder Journalisten oder Medien, deren Berichterstattung ihm missfällt - ob vor Gericht, auf seiner Plattform Truth Social oder im direkten Gespräch, wobei er vor allem weibliche Journalistinnen bereits wiederholt persönlich beleidigte.
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