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Wednesday, October 21, 2026

Michael Pfeffer ist tot: ZDF-Sportreporter stirbt beim Schwimmen

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Michael Pfeffer ist totZDF-Sportreporter stirbt beim Schwimmen

21.10.2026, 10:34 Uhr

pfeffer
Michael Pfeffer wurde 67 Jahre alt. (Foto: ZDF / Rico Rossival / Spot On)

Die sportinteressierten Zuschauerinnen und Zuschauer des ZDF kennen Michael Pfeffer. Zumindest kennen sie seine Stimme. Viele Jahre kommentiert er für den Sender diverse Sport-Ereignisse. Nun wird er offenbar Opfer eines tragischen Unfalls.

Jahrzehntelang hat die Stimme von Michael Pfeffer Sport-Ereignisse wie die Tour de France und große Skirennen begleitet. Nun ist der ehemalige ZDF-Sportreporter im Alter von 67 Jahren in Brasilien gestorben. Das geht aus einem Nachruf des Verbands Deutscher Sportjournalisten (VDS) hervor, den sein früherer Kollege Peter Leissl verfasst hat.

Für Pfeffer war Brasilien längst zur zweiten Heimat geworden. Seine Ehefrau Sylvia stammt aus dem südamerikanischen Land, das Paar besaß eine Wohnung im berühmten Stadtteil Ipanema von Rio de Janeiro. Dort wollten die beiden nach Angaben Leissls bis Dezember bleiben. Doch der Aufenthalt endete tragisch. "Ich kann es immer noch nicht glauben, dass das Schicksal so grausam sein kann", schreibt der ehemalige ZDF-Weggefährte.

Über die genauen Umstände des Todes ist bislang wenig bekannt. Einen konkreten Hinweis liefert der frühere Journalist Claus Deutelmoser, bei dem Pfeffer einst seine journalistische Laufbahn begonnen hatte. Bereits am 25. September veröffentlichte er auf seinem Blog "Briefe von der Burg" einen persönlichen Nachruf. Darin schreibt er: "Dem Vernehmen nach verstarb er vergangene Woche vor einem der berühmten Strände, beim Schwimmen."

Demnach ereignete sich das Unglück bereits Mitte September. Ein genauer Todestag ist öffentlich bislang nicht bestätigt. Peter Leissl spricht in seinem Nachruf von einem "fatalen Moment in der Brandung vor Rio", ohne die näheren Umstände zu schildern.

Leidenschaftlicher Sportler

Auch in seiner Freizeit war Pfeffer ein leidenschaftlicher Sportler. Besonders angetan hatten es ihm schnelle und actionreiche Sportarten. Leissl erinnert sich an gemeinsame Radtouren sowie an Pfeffers Begeisterung für das Kitesurfen und Inline-Skaten. Dabei begab sich der Sportreporter mitunter auch in gefährliche Situationen. So verlor er 1999 bei einer Tiefschnee-Abfahrt im US-amerikanischen Vail das Bewusstsein und schwebte bereits damals in Lebensgefahr.

Seine journalistische Karriere begann Pfeffer in den 1980er-Jahren. Er schrieb unter anderem für unterschiedliche Sport-Magazine. Als ehemaliges Mitglied der deutschen Studenten-Skinationalmannschaft brachte er besondere Kenntnisse des alpinen Skisports mit. Später wechselte er zum ZDF, wo er unter anderem von Olympischen Spielen und Ski-Weltmeisterschaften berichtete.

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Pfeffer (r.), hier mit dem ehemaligen österreichischen Skirennläufer Stephan Eberharter, kommentierte zahlreiche Sport-Ereignisse.

Besonders eng verbunden war er mit der Tour de France. Von 1998 bis 2011 begleitete er das Radrennen gemeinsam mit Peter Leissl. Die beiden verbrachten viele Sommer miteinander, saßen gemeinsam in der Reporterkabine und erkundeten Frankreich auch auf dem Fahrrad. Noch bei der alpinen Ski-WM 2023 war Pfeffer für das ZDF als Kommentator im Einsatz. Bei den Olympischen und Paralympischen Spielen 2024 in Paris kommentierte er Radrennen.

Pfeffer hinterlässt neben seiner Ehefrau Sylvia die beiden Kinder Clara und Matteo. Seine Tochter ist ebenfalls Journalistin, sein Sohn teilt nach Angaben Leissls die Begeisterung des Vaters für Sport und Reisen.

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