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Monday, August 31, 2026

Museum in Freiburg zügelt – Mit dem Wal kopfvoran durch die Wand

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Museum in Freiburg zügelt Mit dem Wal kopfvoran durch die Wand

Das Naturhistorische Museum Freiburg zieht um. Das bedeutet auch, dass ein 11 Meter langer und 1.6 Tonnen schwerer Wal gezügelt werden muss. Kein einfaches Unterfangen.

Eine solche Züglete sieht man nicht alle Tage. Das Naturhistorische Museum von Freiburg erhält einen neuen Standort. Und dort darf natürlich das grösste und wohl beliebteste Ausstellungsstück des Museums nicht fehlen: ein 11 Meter langes, 1650 Kilogramm schweres und über 170 Jahre altes Präparat eines Seiwals.

Grosses Walfischmodell in einem Ausstellungsraum.
Legende: KEYSTONE/Cyril Zingaro

Es handelt sich um ein Tier, das 1852 in der Normandie gestrandet war. Seine Haut wurde damals speziell präpariert und auf ein Holzgerüst gezogen. Er ist bis heute gut erhalten.

Der Wal soll künftig im Neubau des Museums in der Stadt Freiburg in einer grossen und hellen Ausstellungshalle bestaunt werden können.

So soll das neue Naturhistorische Museum in Freiburg dereinst aussehen. Der Wal wird auch dort eine der Hauptattraktionen sein.

Museumsumzug: Ein Millionen-Projekt

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Der Neubau des Naturhistorischen Museums Freiburg (NHMF) umfasst den Umzug vom heutigen Standort auf der Pérolles-Ebene in das ehemalige Zeughaus an der Route des Arsenaux in Freiburg. Dort wird das denkmalgeschützte ehemalige Zeughaus von 1905 umfassend saniert, aufgestockt und zu einem modernen Museum mit rund 6100 Quadratmetern Nutzfläche ausgebaut.

Für das Projekt hat das Stimmvolk des Kantons Freiburg 2023 einen Kredit von gut 65 Millionen Franken gutgeheissen. Neben neuen Ausstellungsflächen entstehen ein Foyer, eine Cafeteria, ein Museumsshop, Veranstaltungsräume sowie ein öffentlicher Grünbereich.

Die Neueröffnung ist für Ende 2028 geplant.

Doch zuerst muss das ausgestopfte Tier ins Facelifting. In den vergangenen Monaten wurde das Modell von Profis fein säuberlich gereinigt und restauriert …

… und dann sorgfältig verpackt und gepolstert. Der Wal soll beim Umzug ja keinen Schaden nehmen.

Am 25. August ist es soweit: Der Wal zieht am alten Standort aus und am neuen ein. Dafür musste aber zuerst ein grosses Loch in die Wand gefräst werden, durch das der Wal passt.

Ein Kran hebt den knapp 1.7 Tonnen schweren Wal durch das Loch. Dieses Spektakel lassen sich auch viele Schaulustige nicht entgehen.

Vorsichtig hebt der Kran den Wal durch die Luft und setzt ihn auf dem Anhänger eines Sattelschleppers ab.

Mit dem Lastwagen geht die Reise für den Wal gut einen halben Kilometer durch die Stadt Freiburg, an den neuen Standort des Naturhistorischen Museums. Da werden sich einige im Vormittagsverkehr wohl verwundert die Augen gerieben haben.

Am neuen Zuhause des Wals wird noch fleissig gebaut. Erst im Sommer wurde der Rohbau abgeschlossen – bis auf ein Loch, das auch hier in der Wand offengelassen wurde, speziell für den Meereskoloss.

Der Kran steht hier wieder bereit, um den Wal durch die Luft zu heben und im neuen Zuhause abzusetzen.

Ende Vormittag ist es geschafft. Der Seiwal hat den neuen Platz unbeschadet erreicht. Er ist der erste Bewohner des Museums.

Die restlichen Museumsgegenstände folgen dem Wal in einem Jahr. Das Naturhistorische Museum ist am bisherigen Standort noch bis im Herbst 2027 geöffnet. Wer den Wal sehen will, muss sich bis zur Eröffnung des neuen Museums im Jahr 2028 gedulden.

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