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Wednesday, October 21, 2026

Alice Schwarzer stellt Magazin "Emma" ein

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Alice Schwarzer

Aus nach 398 Ausgaben Alice Schwarzer stellt Magazin "Emma" ein

Stand: 21.10.2026 • 10:40 Uhr

Nach 50 Jahren ist Schluss. Das feministische Magazin "Emma" wird eingestellt. Gründerin und Herausgeberin Alice Schwarzer betonte, die Gründe seien nicht ökonomischer Natur. "Wir meinen, es reicht."

"Emma" steht vor dem Aus: Nach 50 Jahren und 398 Ausgaben ist es für das Magazin vorbei, teilte die Herausgeberin Alice Schwarzer mit. Die Ausgabe vom 8. Dezember werde die letzte sein. Darin will das Team noch einmal die vergangenen Jahrzehnte Revue passieren lassen.

"Wir gehen nicht aus ökonomischen Gründen", betonte Schwarzer in einer Mitteilung. Die Auflage sinke zwar, aber die Einnahmen deckten immer noch die Ausgaben, zudem gebe es ein finanzielles Polster. "Nein, wir gehen, weil wir meinen: Es reicht."

"Also gestattet: Jetzt sind wir ermattet"

Das Magazin habe über drei Feministinnen-Generationen die Stellung gehalten, habe allen Moden widerstanden und gegen so manchen Unsinn im Namen des Feminismus Stellung bezogen, hieß es weiter. "Also gestattet: Jetzt sind wir ermattet."

Das feministische Magazin setzte in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder Themen, die andere Medien zu der Zeit nicht im Blick hatten - etwa Ehegattensplitting oder Genitalverstümmelung.

Schwarzer betonte, sie habe "Emma" gegründet, wegen der Frauenfeindlichkeit, die sie in den Medien zu der Zeit wahrnahm.

Schwarzer: Journalistinnen brauchten eigene Stimme

Die erste Ausgabe von "Emma" erschien am 26. Januar 1977. Schwarzer gründete das Magazin, weil sie in den Medien damals eine Frauenfeindlichkeit wahrnahm und dem etwas entgegen setzen wollte, so erklärt sie es heute. Journalistinnen hätten ein eigenes Magazin, eine eigene Stimme gebraucht.

Das Archiv von "Emma" soll in den Bestand des Deutschen Literaturarchivs Marbach aufgenommen werden. Ab 2029 soll es dort Interessierten und Forschenden offenstehen.

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