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Monday, October 5, 2026

Milliarden-Deal: Schneider Electric übernimmt Industriesoftware-Gruppe PTC

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Der französische Elektronikkonzern Schneider Electric hat am Montag seinen bislang größten Deal abgeschlossen und übernimmt das US-amerikanische Softwareunternehmen PTC. Darüber berichtete am Sonntag zuerst die Tageszeitung Financial Times. Mit der Übernahme im Wert von 23,7 Milliarden US-Dollar baut Schneider Electric sein Geschäft mit Rechenzentren aus, das gerade einen Nachfrageboom, insbesondere aus den USA, erlebt. PTC bietet Softwarelösungen, die Fertigungsunternehmen bei der Konstruktion industrieller Produkte und der Erstellung technischer Spezifikationen unterstützen.

Die Bartransaktion zu einem Preis von 205 US-Dollar pro Aktie bewertet das Eigenkapital von PTC mit rund 22,6 Milliarden US-Dollar. Hinzu kommen Schulden, die Schneider übernimmt. Nach Angaben der Financial Times plant Schneider Electric, die Akquisition durch die Ausgabe neuer Aktien im Wert von fünf bis sechs Milliarden Euro sowie durch die Aufnahme von Schulden in Höhe von 16 bis 17 Milliarden Euro zu finanzieren. Der Abschluss der Übernahme wird für das dritte Quartal 2027 erwartet, vorbehaltlich der Zustimmung der PTC-Aktionäre und der Aufsichtsbehörden.

Während die Aktien von PTC im Börsenhandel am Montagmorgen stark zulegten, fiel der Kurs der Schneider-Aktien um gut zehn Prozent. Anleger würden den Umfang der Übernahme, die hohe Aufschlagprämie auf den Aktienkurs sowie die Bewertungsaussichten für Softwareunternehmen vor dem Hintergrund der durch KI verursachten Marktunsicherheit abwägen, so die Einschätzung der Nachrichtenagentur Reuters.

Das einst auf den Lokomotivbau spezialisierte Unternehmen Schneider Electric bietet heute Rechenzentrumsdienstleistungen für Chiphersteller wie Nvidia an und erwirtschaftet damit rund ein Viertel des Gesamtumsatzes.

Durch den Zusammenschluss mit PTC entstehe das „umfassendste Software- und KI-Kraftzentrum“ der Branche, das Kunden bei der Optimierung ihrer Systeme unterstützen werde, erklärte Schneider-CEO Olivier Blum gegenüber der Financial Times. „Wir setzen mit PTC verstärkt auf die digitale Welt, denn das Unternehmen, das in Zukunft erfolgreich sein wird, ist jenes, das sowohl über das Wissen zu den Abläufen in Gebäuden, Rechenzentren und der Infrastrukturbranche verfügt als auch über digitale Kompetenzen.“ Die Engineering- und Designdaten von PTC stärkten die Fähigkeit von Schneider, KI in den industriellen Abläufen der Kunden einzusetzen, so Blum.

Er deutete zudem an, dass Schneider Electric weitere Übernahmen in Angriff nehmen könnte. Erst Ende September übernahm der französische Konzern den bulgarischen Smart-Home-Hersteller Shelly für rund 1,2 Milliarden Euro. Im Juni hatte Schneider bereits eine Vereinbarung zur Übernahme des Anbieters von KI-Software und Industriedaten, Cognite, für 3,1 Milliarden US-Dollar getroffen.

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