Spürhunde fanden Spermaspuren: Drei Männer angeklagt

Mehr als ein Jahr nach einem mutmasslichen Sexualdelikt in Bern hat die regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland Anklage gegen drei Männer erhoben. Ihnen wird Missbrauch einer urteilsunfähigen oder zum Widerstand unfähigen Person vorgeworfen, eventuell Vergewaltigung. Die drei Beschuldigten befinden sich derzeit in Haft.
Der Fall ereignete sich am 29. Juni 2025 kurz vor Mitternacht im Bereich Alpeneggstrasse-Sidlerstrasse und auf der Helene-von-Mülinen-Treppe. Eine Frau soll dort von mehreren Männern, die sie zuvor in Bern kennengelernt hatte, sexuell angegangen worden sein. Drittpersonen wurden auf die Situation aufmerksam; die Männer sollen daraufhin geflüchtet sein. Die Frau wurde anschliessend ins Spital gebracht.
Spürhunde fanden Spermaspuren
Die Kantonspolizei Bern sicherte am Tatort unter anderem mithilfe speziell ausgebildeter Ermittlungshunde Spuren, darunter Spermaspuren. Die anschliessenden, mehrere Monate dauernden Ermittlungen führten zur Identifikation von vier mutmasslichen Tätern im Alter von 16 bis 21 Jahren. Festnahmen erfolgten zwischen August 2025 und Januar 2026 in den Kantonen Freiburg und Bern.
Drei der vier Beschuldigten sind volljährig und laut Polizei teilweise geständig. Gegen sie hat die Staatsanwaltschaft nun Anklage erhoben. Wann der Prozess stattfinden wird, ist noch offen. Das Verfahren gegen den vierten, minderjährigen Beschuldigten wird separat von der Jugendanwaltschaft Bern-Mittelland geführt.
Für alle Beschuldigten gilt bis zu einem rechtskräftigen Urteil die Unschuldsvermutung.
Zoé Stoller (sto) arbeitet seit 2021 bei 20 Minuten und ist stellvertretende Leiterin des Ressorts Regionen.
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