The Jerusalem PostHakeem Jeffries set to become US House speaker amid Democrats victory in midterm electionsPunchBritish tennis star receives death threats after defeatDaily MaverickUS MIDTERMS: Democrats capture Congress in sweeping setback for TrumpInquirerJunk shop workers find suspected explosive in Sultan KudaratSky TG24Attacco hacker ai supermercati in Europa, quali Paesi sono stati colpiti e come è successoCNN TürkOsmaniye'de tıra arkadan çarpan tırın sürücüsü öldüNumeramaLe singles Day 2026 bat son plein : les meilleures offres du Black Friday chinois sont iciRai NewsOdessa sotto attacco. A Bruxelles incontro tra Ue, Nato, e delegazioni di Mosca e KievEuronews‘We will take back the House in 2028’: US House Speaker Johnson promises Republican comebackBollywood Hungama‘Baby Doll’ singer Kanika Kapoor announces separation from husband Gautam HathiramaniPremium TimesASUU threatens industrial action over Wike’s allocation of UniAbuja landIl Fatto QuotidianoUcciso con cinque colpi e bruciato nelle grotte, nuovo arresto per l’omicidio di Francesco Diviesti
The Daily Newsstand · Free, Always
Wednesday, November 4, 2026

Neuer Wirbel um Bayern-Juwel: Hummels verbietet Sohn den provokanten Lennart-Karl-Jubel

Translate

Der FC Bayern setzt mitten in der personellen Krise ein dickes Ausrufezeichen. Ohne viele Stammspieler gewinnen die Münchner bei Atletico Madrid. Und Lennart Karl erregt mal wieder Aufsehen.

Mats Hummels mag den Jubel nicht mehr sehen. Uli Hoeneß dürfte er ebenfalls nicht gefallen haben. Max Eberl hatte ihn angeblich nicht gesehen und wich daher aus. Lieber wollte der Sportvorstand über Lennart Karl an sich reden. Über das Toptalent des FC Bayern, das in den vergangenen Tagen so viele Schlagzeilen geschrieben hat. Sie waren nur selten schmeichelhaft. Karl stand hausintern heftig in der Kritik. Uli Hoeneß warf ihm fehlende Demut vor. Das brachte viel böses Blut mit sich.

Karl hatte seinen sportlichen Flow verloren. Das passte, so fand Hoeneß, nicht mit der Art, wie er sich gibt, zusammen. An diesem Dienstagabend gab Karl die Antwort auf die formschwankenden Spiele der letzten Zeit. Bei Atletico Madrid wurde er zum Matchwinner. In die Startelf spülte es ihn vor allem, weil der FC Bayern personell schwer angeschlagen ist. Mit Jamal Musiala, mit Luis Diaz, mit Serge Gnabry und Ismael Saibari fehlten gleich vier Offensivspieler.

Hellwach den Ball stibitzt

Karl nutzte die Chance und bescherte den Münchnern extrem clever die Führung, als er hellwach im Strafraum den Ball stibitzte und danach sehenswert vollendete. Karl malte den dicken Strich für das Ausrufezeichen, dass die angeschlagenen Bayern in der Champions League setzten. Den Punkt fügte Konrad Laimer mit einem wuchtigen Schuss aus spitzem Winkel unter die Latte hinzu. Es war ein Gemälde, das nach einem mäßigen Start in die Königsklasse noch sehr wertvoll werden kann.

Es wäre ein Abend gewesen, der dem FC Bayern nur gute Überschriften geschenkt hätte, hätte Karl sein Tor nicht auf provokante Weise gefeiert. Erst formte er die Finger zu einer pistolenartigen Geste, dann setzte er sich die Hände an die Ohren und machte eine Blabla-Geste. Es braucht kein Studium der Gestenforschung um den richtigen Adressaten hineinzuinterpretieren: Karl grüßte seine Kritiker. Vielleicht auch Uli Hoeneß, dem diese Geste nicht gefallen dürfte. Stichwort: Demut!

Hoeneß hatte zuletzt ein "ernstes Gespräch" mit Karl angekündigt: "Er ist noch lange kein Superstar, junge Spieler brauchen Demut", kritisierte der Bayern-Patron. Michael Ballack, Berater des Jungstars, hatte sich danach gegen die öffentliche Kritik an seinem Schützling zur Wehr gesetzt. Prime-Experte Mats Hummels sprach nun von einer "geilen Antwort von Lennart Karl".

"Ich habe es ehrlicherweise gar nicht gesehen"

In Wort missfiel Hummels aber die provokante Aktion des 18-Jährigen. Er griff die Jubelgeste auf. "Den sehen wir viel zu oft mittlerweile", sagte der Ex-Profi. Kritik sei vielmehr Teil des gut bezahlten Profigeschäfts. Deswegen verdiene man auch so viel Geld, weil so viele Leute darüber reden. "Mein Sohn ist acht. In den Spielen von seiner Mannschaft sehe ich schon Kinder diesen Jubel machen, weil der so oft vorkommt mittlerweile." Seinem Sohn verbiete er die Jubelgeste.

Die Münchner wichen dem Thema lieber aus. Sie beschäftigten sich mehr mit dem Spieler. "Lennart Karl ist für uns ein wichtiger Spieler, das haben wir nie in Abrede gestellt", sagte etwa Eberl. Er habe auf dem Platz sehr "fleißig mitgearbeitet und sich mit dem Tor belohnt". Und der Jubel? "Ich habe es ehrlicherweise gar nicht gesehen", so Eberl. Darum: keine Bewertung.

Trainer Aaron Danks, der erneut Chefcoach Vincent Kompany nach dessen Zusammenbruch infolge einer Hirnhautreizung vertrat, war ebenfalls verzückt. "Es gab in letzter Zeit viel Lärm um Lennart Karl. Als junger Spieler hat er, finde ich, großen Charakter und große mentale Stärke gezeigt. Er hat auch großen Glauben an sich selbst", kommentierte der Engländer: "Seine Leistung heute war großartig, gekrönt mit einem wirklich guten Tor."

"Er ist auf einem Superweg"

Auch aus der Mannschaft gab es jede Menge Fürsprecher. "Lenny ist ein ganz wichtiger Bestandteil der Gruppe. Das hat er heute wieder unter Beweis gestellt", sagte Kapitän Manuel Neuer. Es gebe da für ihn "auch gar nichts zu thematisieren". Der als "Man of the Match" ausgezeichnete Laimer bat auch um Nachsicht mit dem noch sehr jungen Karl. "Für den Jungen freut es mich. Er bleibt ruhig, er arbeitet hart, und heute hat er sich belohnt. Er ist noch jung, er muss noch lernen. Aber er ist auf einem Superweg und wird noch eine große Karriere vor sich haben", sagte der Österreicher.

Überhaupt trotzten die Münchner im stimmungsvollen Estadio Metropolitano, dem Finalort von 2027, den vielen Widrigkeiten der vergangenen Tage und Wochen. "Das war totale Dominanz von der ersten bis zur 93. Spielminute", lobte Neuer nach seinem 164. Spiel in der Champions League - deutscher Rekord. Dies zeige, so der 40-Jährige, "dass wir immer zusammenhalten und auch auf alles eine Antwort haben. Der eine oder andere hat schon gezweifelt, dass wir gegen so eine gute Mannschaft bestehen. Und gerade darauf eine Antwort zu geben, ist sensationell."

View the original on n-tv →

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.