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Saturday, October 17, 2026

GKV-Verbandschef fordert Besserstellung gesetzlich Versicherter

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Patienten warten im Wartezimmer einer Arztpraxis

Geringere Wartezeiten Krankenkassen fordern fairere Terminvergabe

Stand: 17.10.2026 • 05:23 Uhr

Dass gesetzlich Versicherte oft bei der Terminvergabe benachteiligt würden, hält der Chef des GKV-Spitzenverbands, Blatt, für eine "himmelschreiende Ungerechtigkeit". Stattdessen solle künftig der medizinische Bedarf entscheiden.

Gesetzlich Versicherte müssen nach Ansicht des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) bei der Vergabe von Arztterminen bessergestellt werden. "Wir müssen den Zugang zur ambulanten Versorgung so organisieren, dass Termine nach medizinischem Bedarf vergeben werden - und nicht danach, wie jemand versichert ist", sagte Verbandschef Oliver Blatt den Funke-Medien.

75 Millionen Menschen seien gesetzlich versichert und finanzierten den allergrößten Teil der ärztlichen Honorare. Trotzdem würden sie bei der Terminvergabe häufig benachteiligt. Das sei eine "himmelschreiende Ungerechtigkeit".

Längere Wartezeiten für gesetzlich Versicherte

Den Begriff "Zwei-Klassen-Medizin" lehne er jedoch ab, so Blatt. Im Krankenhaus und von den meisten Ärzten würden gesetzlich Versicherte genauso gut behandelt wie Privatpatienten. Die Ungleichbehandlung zeige sich vor allem bei den Wartezeiten. "Ärzte sollen weiterhin Privatpatienten behandeln, aber nicht automatisch bevorzugen", forderte der GKV-Chef.

Bundeskanzler Friedrich Merz hatte im September eine Debatte über das bestehende duale System aus gesetzlicher und privater Krankenversicherung angestoßen. Er sprach von einem Gerechtigkeitsproblem, wenn sich der Eindruck verfestige, dass Privatpatienten bevorzugt behandelt würden - und stellte Änderungen in Aussicht.

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