Viele Wünsche, wenig zu verschenken
Guten Morgen,
mit Wunschzetteln ist es ja so eine Sache: Eigentlich hat man ja immer ein, zwei Sachen darauf, die man unbedingt haben will, und der Rest wäre nett, aber kein Muss. Nur will man ja auch Optionen schaffen. Sei es, weil der Preis für den Lieblingswunsch eventuell zu hoch ist oder weil man weiß, dass der Schenkende so gar nichts damit anfangen kann - zum Beispiel aus Prinzip kein Bargeld.
So ähnlich mag sich Friedrich Merz heute auch fühlen. Genau drei Monate vor Weihnachten ist ihm vermutlich noch nicht nach großer Bescherung zumute. Aber wenn die Ministerpräsidenten heute beim Kanzler zusammenkommen, dann werden sie sicherlich nicht nur über das offizielle Thema sprechen, nämlich den künftigen EU-Haushalt.
Die Wahlen der vergangenen Wochen in Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern sitzen tief in den Knochen. Auf einmal stehen geplante Reformen doch wieder infrage oder auch nicht. Die Länderchefs werden wissen wollen, was sie von Merz und seiner Regierung jetzt zu erwarten haben. Welche Konsequenzen ziehen sie aus den Wahlen? Und wer hat Ideen? In den vergangenen Tagen hatte man vor allem das Gefühl, dass zwar allen klar ist, dass sich etwas ändern muss, aber keiner weiß, was eigentlich genau und wie. Und wahrscheinlich ist es auch maßlos untertrieben, zu sagen, dass sich das erst in den vergangenen Tagen herauskristallisiert hat.
Besonders eklatant sieht man das, wenn man auf die Zahlen bei den Jungen schaut. Eine Auswertung der Forschungsgruppe Wahlen zeigt: Als Merz im Mai 2025 Bundeskanzler wurde, hatte er bei den 18- bis 34-Jährigen noch eine Zustimmung von 30 Prozent, dass er seine Arbeit gut machen wird. Nur etwas mehr als ein Jahr später lag der Wert im August 2026 gerade einmal noch bei 3,6 Prozent.
Eine Wählergruppe, die Merz komplett verloren zu haben scheint. Und nicht nur er, sondern eigentlich alle Parteien der sogenannten bürgerlichen Mitte. Ein Rezept, wie man sie zurückholen kann, hat aber anscheinend niemand.
Strategen sind gesucht, die langfristig denken und keine kurzfristigen Wunscherfüller sind. Und vermutlich hat auch Friedrich Merz Wünsche. Der größte mag sein, dass er genügend Rückhalt aus den eigenen Reihen hat. Bis Weihnachten sind es noch drei Monate, bis zu den nächsten Landtagswahlen noch sechs. Etwas Zeit bleibt also.
Kommen Sie gut in diesen Tag!
Meike Srowig, stellvertretende Leiterin des ZDF heute journals
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heute journal update, 24.09.2026, 00:30 Uhr
24.09.2026 | 0:37 minChinesischer Staatschef Xi in Washington eingetroffen: Bei geplanten Gesprächen mit US-Präsident Donald Trump könnte es unter anderem um Zollsenkungen in bestimmten Wirtschaftssektoren, die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des Drogenhandels und den Ausbau des militärischen Dialogs gehen. Eine Einigung gab es in der Nacht bereits: Die US-Zusatzzölle auf chinesische Produkte wurden erneut aufgeschoben.
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Gesagt
Ferne Berge seh ich glühen! Unruhvoller Wandersinn! Morgen will ich weiter ziehen, Weiß der Teufel, wohin!
Wilhelm Busch
Heute startet der 123. Deutsche Wandertag. Die größte Wanderveranstaltung Europas wird bis zum 27. September im Kurort Oberwiesenthal stattfinden. Mehr als 20.000 Gäste aus ganz Europa werden erwartet, darunter Naturfreundinnen und -freunde und Wandervereine.
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23.09.2026 | 1:43 minWenn Sie unser ZDFheute Update abonnieren möchten, können Sie das hier tun oder in Ihrer ZDFheute-App unter Meine News / Einstellungen / ZDFheute-Update-Abo.
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Am Donnerstag gibt es in einem Bogen von der Nordsee über die Osthälfte bis zum Alpenrand Schauer, vereinzelt auch Gewitter. Im Westen bleibt es freundlich und trocken. Bei einem teils starken bis stürmischen Nordwestwind liegen die Höchstwerte nur zwischen 14 und 23 Grad.
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ZDFheute Wetter am Donnerstag, 24.09.2026
Quelle: ZDFZusammengestellt von Anna Grösch
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