The Jerusalem PostJewish ex-Harvard admin. files discrimination suit over termination after Rosh Hashanah leaveBollywood HungamaEmraan Hashmi narrowly escapes injury after car flip stunt goes wrong on Gunmaaster G9 set; watchESPN DeportesBills salta al Top 3 y Chiefs se mantienen en la cimaESPNCarolina Hurricanes troll whole city of Philadelphia after beating FlyersRTP DesportoStopira despede-se da seleção de Cabo Verde ao fim de 18 anosDaily MaverickWatch — Ekurhuleni murders: What we know about the killings of 12 womenThe Hollywood ReporterReese Witherspoon’s Hello Sunshine Breaks Away From Candle MediaZDF heuteEntdecken Sie das ZDF-NachrichtenstudioBusiness AMMerz wil pensioen- en zorgstelsels hervormen om vertrouwen van jongeren te herstellenCollider14 Years Later, Netflix's Emotional 5-Part Thriller Remains a Perfect Weekend BingeSouth China Morning PostSix Flags closes some rides after man flung to his death from roller coasterSportstarArchery Premier League 2026: Rajputana Royals outplays Chero Archers to make it two wins a row
The Daily Newsstand · Free, Always
Tuesday, October 13, 2026

Mit Putzmittel blockiert: «Hatte keine Chance, aufs WC zu gehen»

Translate
  • Eine Frau im Rollstuhl fordert strengere Kontrollen von barrierefreien Toiletten, nachdem das rollstuhlgängige WC an der «CrimeNight» in Luzern mehrmals mit Putzmaterial versperrt war.
  • Die Toilette konnte sie erst nutzen, nachdem ihre Mutter und ein Unbekannter das Reinigungsmaterial weggeräumt hatten.
  • Sowohl Veranstalter als auch Veranstaltungsstätte entschuldigen sich bei der betroffenen Frau und versprechen, mehr Kontrollen durchzuführen.

«Das geht einfach gar nicht», sagt eine Leserin, die am Samstag die «CrimeNight» in Luzern besuchte. Zweimal war das rollstuhlgängige WC der Veranstaltung mit Putzmaterial zugestellt. Dadurch habe sie mit ihrem Rollstuhl keine Chance gehabt, in den Raum zu gelangen und die Toilette zu benutzen, erzählt sie. Es sei ihr bereits mehrfach widerfahren, dass sie das barrierefreie WC nicht unmittelbar benutzen konnte, jedoch noch nie in diesem Ausmass.

Im barrierefreien WC nahmen Reinigungsutensilien zu viel Platz ein, sodass die Frau mit ihrem Rollstuhl keinen Platz gehabt hätte.

Im barrierefreien WC nahmen Reinigungsutensilien zu viel Platz ein, sodass die Frau mit ihrem Rollstuhl keinen Platz gehabt hätte.Privat

Kurz vor 20 Uhr habe sie das WC erstmals so vorgefunden. Gegen 22.30 Uhr sei die Situation noch schlimmer gewesen. «Stell dir vor, deine Blase ist voll, doch dir ist der Weg zum WC versperrt. Der Zugang zu einer Toilette ist schlichtweg ein menschliches Grundbedürfnis», beschreibt sie die Situation.

«Inakzeptabel, dass WCs zweckentfremdet werden»

Erst als ihre Mutter, die mit ihr an der Veranstaltung war, und ein weiterer, fremder Veranstaltungsbesucher das Reinigungsmaterial aus der Toilette entfernten, konnte sie das WC benutzen. «Das dauerte zwar nur fünf Minuten, darf aber eigentlich nicht sein», betont sie.

Deshalb sagt sie: «Ich empfinde es als inakzeptabel, dass eine für Menschen mit Behinderungen notwendige Einrichtung während einer öffentlichen Veranstaltung derart zweckentfremdet wird.»

«Ein barrierefreies WC ist keine Abstellkammer.»

Betroffene

Konkret fordert sie, dass rollstuhlgängige Toiletten für Personen, die darauf angewiesen sind, jederzeit frei zugänglich und nutzbar bleiben. Schweizweit sollten Zugänglichkeit und Nutzbarkeit stärker kontrolliert werden, betont sie. «Als Gast kann ich eine Veranstaltung sonst nicht richtig geniessen.»

«Entspricht keinesfalls unserem Standard»

Der Geschäftsführung der Dreamlight Labs, die die CrimeNight veranstaltet, war der Vorfall bislang nicht bekannt oder vor Ort gemeldet worden, wie sie auf Anfrage von 20 Minuten erklärt. «Unsere Showmanager sind entsprechend geschult und hätten bei einer Meldung selbstverständlich umgehend reagiert», heisst es. Beim Vorfall handle es sich um einen Einzelfall, «der keinesfalls unserem Standard entspricht».

«Wir werden unsere Mitarbeitenden nochmals gezielt sensibilisieren und künftig verstärkt darauf achten, dass barrierefreie WCs während unserer Veranstaltungen regelmässig kontrolliert werden und jederzeit zugänglich sind», betont die Geschäftsführung. Weshalb die Materialien im barrierefreien WC abgestellt wurden, sei dem Unternehmen derzeit nicht bekannt.

«Wir bedauern die entstandenen Unannehmlichkeiten sehr und entschuldigen uns ausdrücklich bei der betroffenen Person.»

Geschäftsführung Dreamlight Labs

Grund für versperrtes WC wird abgeklärt

Auch die Kantonsschule Alpenquai, die für die Zugänglichkeit der sanitären Anlagen während des Anlasses zuständig war, schreibt auf Anfrage: «Wir bedauern den Vorfall sehr und entschuldigen uns bei der betroffenen Besucherin für die Einschränkungen.»

Weshalb das WC vor und während des Anlasses nicht vollständig freigehalten wurde, werde noch abgeklärt. Nach den bisherigen internen Rückmeldungen seien im Zusammenhang mit Reinigungs- und Bauarbeiten Reinigungshilfsmittel vorübergehend im barrierefreien WC abgestellt und anschliessend nicht ordnungsgemäss weggeräumt worden.

Das Rektorat erklärt: «Wir werden unser Hauswartungs- und Reinigungspersonal nochmals ausdrücklich dafür sensibilisieren, dass barrierefreie WCs jederzeit frei zugänglich und nutzbar bleiben müssen.» Ausserdem werde die Schule deren Zugänglichkeit vor und während Anlässen ausdrücklich kontrollieren.

Aktivier jetzt den Zentralschweiz-Push!

Nur mit dem Zentralschweiz-Push von 20 Minuten bekommst du die aktuellsten News aus der Region Luzern, Zug, Schwyz, Uri, Nidwalden und Obwalden blitzschnell auf dein Handy geliefert.

So gehts: Installiere die neuste Version der 20-Minuten-App. Tippe unten auf «Profil», dann aufs «Einstellungen»-Zahnrad und schliesslich auf «Push-Mitteilungen». Wähle hier die gewünschten Themen aus. Voilà!

Wir sind auch auf Instagram. Folg uns für Posts, Storys und Gewinnspiele aus der Region – und schick uns deine Bilder und Inputs: 20 Minuten Region Zentralschweiz.

Lisa Arnold

Lisa Arnold (lia) arbeitet seit März 2026 bei 20 Minuten als Praktikantin im Ressort Zürich.

View the original on 20 Minuten →

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.