Für Essen und Deko soll Hunter der Braut 350 Dollar zahlen

Mit der Einladung zur Hochzeit ihrer besten Freundin erhielt die US-Amerikanerin Hunter gleich noch eine Zahlungsaufforderung. Als plötzlich 350 Dollar über den US-Bezahldienst Venmo verlangt wurden, hielt sie das zunächst für ein Versehen und fragte bei der Braut nach.
Deren Antwort fiel eindeutig aus: «Das ist deine Hochzeitsgebühr.» Das Geld solle helfen, die Dekoration, das Essen und die Unterhaltung an der Feier zu bezahlen, erzählte die junge Frau in einem Video.
Was hältst du von einer Hochzeitsgebühr von 350 Dollar für Gäste?
«Ich habe schon frei genommen und ein Hotel gebucht»
Hunter hatte zu diesem Zeitpunkt bereits einiges für die Feier organisiert. «Ich habe meine Schuhe schon gekauft. Ich bezahle Haare und Make-up. Ich habe frei genommen und ein Hotel gebucht», zählt sie im Video auf. Ihre Freundin habe erklärt, die Ausgaben für die Hochzeit gerieten zunehmend ausser Kontrolle. Die 350 Dollar seien Hunters Anteil an der Dekoration, dem Essen, der Location und der Band.
Als Hunter fragte, ob es nicht etwas viel verlangt sei, soll die Braut geantwortet haben: «Du entscheidest dich doch dafür, teilzunehmen.» Für Hunter ging diese Rechnung nicht auf. «Du hast die Leute eingeladen und verlangst jetzt 350 Dollar von ihnen?», fragt sie in die Kamera.
Die Braut habe schliesslich vorgeschlagen, Hunter könne auf ein Hochzeitsgeschenk verzichten und die 350 Dollar als Geschenk betrachten. Auch das überzeugte sie nicht: «Ich kann das nicht», sagt Hunter am Ende des Videos. Sie werde nicht an der Hochzeit teilnehmen.
«Beste Freundschaft kommt nicht mit Gebühren»
In den Kommentaren zu Hunters Tiktokvideo stösst die Hochzeitsgebühr überwiegend auf Unverständnis. «Beste Freundschaft kommt nicht mit Gebühren», schreibt jemand. Ein anderer User findet es zudem «erschreckend», dass die Braut offenbar mit einem Hochzeitsgeschenk im Wert von 350 Dollar gerechnet habe. Mehrere wollen nun wissen, wie viele Gäste tatsächlich bezahlt haben und zur Feier erschienen sind.
Nicht alle teilen die Empörung. «Es ist deine beste Freundin – was sind da schon 350 Dollar?», hält jemand dagegen. Eine andere Userin erzählt von ihrer eigenen Hochzeit in Spanien: Sie habe allen Gästen drei Übernachtungen bezahlt und ausdrücklich auf Geschenke verzichtet. Vereinzelt wird auch bezweifelt, dass Hunters Geschichte wirklich so passiert ist.
Der Fall wurde in der Sendung «Live in the D» des US-Portals ClickOnDetroit diskutiert. Die Moderatorinnen stellten zwei Fragen, die auch online für Gesprächsstoff sorgen: Ist eine solche Forderung angemessen? Oder wäre die Hochzeitsgebühr ein Grund, die Einladung auszuschlagen?
Meret Steiger (mst), arbeitet seit 2016 für 20 Minuten. Sie ist Redaktorin für Living und Auto & Mobilität und berichtet über Wohnen, Einrichten und Architektur.
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