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Sunday, October 11, 2026

Mario Kart in echt: Das wird das Lieblings-Bergdorf deiner Kinder

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Wer denkt, dass man in den Bergen nur wandern kann, liegt falsch. Denn Wandern ist nicht das Ding von Redaktorin Céline und ihren Kindern – trotzdem verbrachten sie coole Familienferien in Saas-Fee. Die drei sind ins autofreie Walliser Bergdorf gereist und haben Aktivitäten für die ganze Familie getestet.

Welche Art Bergferien würdest du mit Kindern am ehesten wählen?

Rätselspass, der nicht loslässt

Der Themenweg Mystery Trail (10 Franken pro Familie/Gruppe) startet in Saas-Almagell beim Reisebüro, wo man einen Rucksack (gegen Depot) abholt und später zurückbringt. Danach geht es mit dem Sessellift auf den Furggstalden. Achtung: Das Handy muss genügend Akku und eine Internetverbindung haben, GPS ist zwingend nötig. Denn fast hätten wir schon den ersten Posten nicht gefunden. Doch dann entdeckten wir den abgesägten Baumstamm, der als Tisch diente – und der Knobelspass ging los.

In jedem Säckli hat es Rätsel, die es zu lösen gilt – und an den sechs Stationen kann man übers Smartphone der alten Legende rund um das Vermächtnis eines Drachen zuhören. Die Geschichte hat die Kinder zwar kaum interessiert, aber dass die Wanderung von nur 3,6 Kilometern Länge fast ausschliesslich bergabwärts ging, hat ihnen gefallen. Zudem waren sie beim Knobeln unschlagbar und lösten die Rätsel eigenständig und teilweise blitzschnell. Nur am 3D-Sudoku-Würfel verzweifelten wir.

Tierliebe, die Geduld erfordert

Natürlich wollten wir auch Murmeltiere füttern. Der Fussweg durchs Dorf zeigt uns, wie schön die Walliser Berge und Dörfer sind: Saas-Fee hat mit seinen Holzchalets und dem autofreien Dorf einen einmaligen Charakter. Mit der Gondelbahn fahren wir auf den Spielboden. Übrigens nutzt man im Sommer ab der 1. Übernachtung mit der Saastal Card alle Bergbahnen und Postautos gratis. Nach wenigen Schritten befinden wir uns bereits im Murmeltier-Gebiet.

Tolle Trampelpfade und alpine Fauna begeistern uns. Aber trotz der passenden Rüebli (im Restaurant Spielboden für fünf Franken erhältlich) können wir kein Murmeltier aus den zahlreichen Eingängen locken.

Wie uns ein Wanderer sagt, haben wir die falsche Uhrzeit gewählt: Die besten Zeiten, Murmeltiere zu sehen, seien die frühen Morgenstunden oder der spätere Nachmittag. Am späteren Vormittag ist es den Tieren im Sommer einfach zu heiss. Die Kinder haben Geduld und probieren es trotzdem vor jedem Loch. Leider vergebens. Doch uns entschädigt der tolle Ausblick.

Hoteltipp: Hotel Allalin Saas-Fee

Im Hotel Allalin Saas-Fee mit seinen charakteristischen Holztüren nächtigen wir zweimal in einer Familien-Suite (ab 383 Franken pro Nacht).

Action, die wir immer wieder machen wollten

Danach freuen wir uns auf «Mario Kart». Offiziell heissen sie Mountaincarts (Erwachsene 15 Franken/Kinder zehn Franken pro Fahrt). Man nimmt mitten im Dorf erneut eine Gondelbahn, diese führt auf den Hannig. Oben darf man nach Papierkram und einer Instruktion ein dreirädriges Kart besteigen.

Warnung: Die Dinger können kippen. Und zwar dann, wenn übermütige Kinder driftend durch die Haarnadelkurven rattern. Das kann zu Schrammen führen. Zudem ist eine Sonnenbrille zu empfehlen, die wir uns nach der ersten Abfahrt besorgen. Doch gegen den Staub vom Vordermann hilft eigentlich nur eines: Abstand halten.

Eindrücke von «Mario Kart» im Wallis.20min/Céline Trachsel

Die Mountaincarts rollen übrigens ab dem ersten Meter relativ schnell – ausschliesslich wegen des Gefälles. Sie haben weder Pedale noch einen anderen Antrieb – nur Bremsen. Diese braucht man vor allem im unteren Teil, wo es teilweise schmal und etwas holpriger wird. Highlight ist die Fahrt durch den Tunnel. Das Urteil fällt klar: Wir wollen wieder und wieder fahren! Für drei Abfahrten reicht es an einem Nachmittag zeitlich gut.

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Virtuelles Erlebnis, das Eindruck hinterlässt

Am nächsten Tag besuchen wir ein virtuelles Erlebnis in luftiger Höhe. Zuerst fahren wir mit einer grossen Gondel zur Station Felskinn. Auf der To-do-Liste haken wir den Besuch der Aussichtsplattform mit Blick auf den Gletscher ab. Uns beeindrucken die aufwendigen Bergbauten – unter anderem auch der Stollen an der Station Felskinn, der zur Standseilbahn Metro Alpin führt.

Zwischen Felskinn und Mittelallalin steigen wir dann in die Metro Alpin ein (Berg- und Talfahrt Erwachsene: 50 Franken/Kinder: 40 Franken), die höchstgelegene Standseilbahn der Welt, die kürzlich zwei neue Wagen erhalten hat.

So gelangten die Wagen der Metro-Alpin-Standseilbahn auf den Berg.Youtube/Garaventa

Auf 3500 Metern Höhe und umgeben von Viertausendern thront die Station Mittelallalin. Hier befindet sich das höchste Drehrestaurant der Welt, aber dafür sind wir nicht gekommen. Nein, wir wollen in den Gletscher eintauchen – mit einer VR-Brille. Das Erlebnis Virtuallalin ist in einigen Minuten durchgespielt und kann auch mehrmals wiederholt werden.

Der Flug über den Gletscher ist sehr eindrücklich – und vielleicht konnte der Gletscher die Frage nach dem Sinn des Lebens nicht beim ersten Mal beantworten. Die Kinder finden: «Cool, aber eigentlich sollten sie das auch unten im Dorf anbieten, dass man nicht extra hier hochfahren muss.»

Wein, der zum Wiederkommen anregt

Im Dorf isst man an vielen Orten sehr gut. So gibt es etwa im Restaurant Vieux Chalet oder Restaurant Zur Mühle hochwertige Schweizer Küche. Richtig exzellent, sodass er im Gedächtnis bleiben wird, war aber der Cuvée in der Mühle. Die edle Walliser Rotwein-Assemblage ist definitiv ein Grund, um nach Saas-Fee und in dieses Restaurant zurückzukehren.

Diese fünf Aktivitäten lohnen sich ebenfalls

  • 1. Klettern im Abenteuerwald: Der Abenteuerwald in Saas-Fee hat im Sommer 2026 neu erbaut wieder seine Tore geöffnet. Verschiedene Parcours in luftiger Höhe führen von Baum zu Baum und rasante Tyroliennes bringen die Gäste wieder zurück auf den Waldboden.
  • 2. Themenweg Eddie und das Bergwetter: Dieser interaktive Themenweg führt auf eine spannende Wanderung durch die Welt des Bergwetters im Saastal. Entlang des Weges stehen digitale Stationen – ideal für Familien mit Kindern ab neun Jahren.
  • 3. Actionreiche Rodelbahn Feeblitz: Der Feeblitz in Saas-Fee ist eine Rodelbahn. Zuerst geht es mit dem steilsten Rodellift der Alpen zum Start der Bahn. Dann führt eine atemberaubende Achterbahnfahrt mit bis zu 40 km/h den Berg hinunter.
  • 4. Im Gletscherwasser-Pool baden, direkt beim Grillplatz Hell-Chessi: Die schönste Grillstelle im Saastal ist der Grillplatz Hell-Chessi in Saas-Almagell, der in wenigen Gehminuten vom Dorfkern von Saas-Almagell aus erreichbar ist. Gleich daneben gibt es ein natürliches Schwimmbecken mit erfrischendem Gletscherwasser.
  • 5. Familienberg Kreuzboden: Bike-Skills-Park, See mit Floss und Monster-Trotti: Auf dem Familienberg Kreuzboden gibt es Erlebnisse für Kinder jeden Alters: ein Abenteuerland mit Kletterwänden, Hängebrücke und Air Trampolin; einen Wasserspielplatz, einen Streichelzoo und den Bike-Skills-Park. Der Kreuzbodensee kann mit einem Floss erkundet werden. Am Ende geht es mit dem Monstertrotti wieder zurück nach Saas-Grund.

Diese Pressereise wurde durch Saastal Tourismus ermöglicht.

Céline Trachsel

Céline Trachsel (ct), arbeitet seit 2023 für 20 Minuten. Sie ist Redaktorin im Ressort Zürich.

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