Großer HomeView mit robotischem Arm geplant
Nach dem HomeView ist vor dem HomeView: Apple steckt offenbar bereits mitten in den Arbeiten an der zweiten Version der neuen Heimzentrale. Diese soll deutliche Verbesserungen gegenüber dem aktuellen Modell bringen und könnte 2027 oder 2028 erscheinen. Das berichtet die Finanznachrichtenagentur Bloomberg. Apple greift dabei offenbar die alte Idee eines „Heimroboters“ auf, der sich an Personen ausrichten kann (selbst wenn er nicht vollständig mobil ist). Apple hat ein solches Gerät (wenn auch mit noch mehr Möglichkeiten) sogar schon im Rahmen eines Forschungsprojekts implementiert, das öffentlich präsentiert worden war.
Der Traum vom Luxo Jr.
Apples aktueller HomeView ist demnach nur eine Vorschau dessen, was Apple künftig plant: Eine High-End-Variante mit robotischen Gliedmaßen, die den Bildschirm automatisch auf die Person ausrichten können, die gerade mit dem Gerät interagiert. Aktuell muss der HomeView vom Benutzer selbst gedreht werden. Nur der Bildschirm lässt sich in der Höhe und Ausrichtung verändern, was über den Tag verteilt etwas störend sein könnte.
Das Gerät soll zudem einen größeren Bildschirm aufweisen, der aktuelle HomeView kommt hier nur mit mageren 7 Zoll im Quadratformat. Der nächste HomeView mit Roboterarm könnte auf 9 Zoll springen. Geplant ist demnach, dass sich der Bildschirm um 360 Grad frei bewegen kann. Als Beispiel nennt Bloomberg die Möglichkeit, dass der HomeView im FaceTime-Modus seinem Benutzer folgt, während dieser durch die Küche läuft. Auch könnte das System sich automatisch auf die aktive Person ausrichten, wenn mehrere Personen sprechen. All das erinnert an Pixars bekannte bewegliche Lampe Luxo Jr. aus einem der ersten Filme des Studios, das einst Steve Jobs gehörte. Tatsächlich hatte Apple diese bei seinem Forschungsprojekt (s.o.) bereits umgesetzt.
Zunächst nicht in der EU
Offenbar plant Apple, den alten HomeView und die robotische Variante parallel anzubieten – als „Max“-, „Ultra“- oder „360“-Version. Der erste HomeView erscheint am 13. November und kostet 300 US-Dollar plus Umsatzsteuer. Er kommt zunächst nur in englischsprachigen Ländern auf den Markt, die EU bleibt – auch mangels Siri AI – außen vor.
Das Gerät wird in zwei Varianten angeboten, die verwirrenderweise gleich viel kosten: als Version mit Basslautsprechern für den Tisch und als Version für die Wand. Letztere kommt ohne Netzteil, man muss also zur Verwendung noch eine Stromversorgungsbasis kaufen, die es als USB-C-, Einbau- und demnächst PoE-Variante gibt. Letztere kostet die Hälfte (!) des Preises eines HomeView.
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