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Tuesday, September 15, 2026

Rocket Lab protestiert gegen Auftragsvergabe der NASA über Marssonde

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Die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics and Space Administration (NASA) hat kürzlich das Raumfahrtunternehmen Blue Origin damit beauftragt, einen Kommunikationssatelliten für den Mars zu bauen und auf den Weg zu bringen. Konkurrent Rocket Lab hält die Entscheidung für unzulässig.

„Die Entscheidung der NASA bei der Vergabe scheint nicht mit den vom Kongress vorgeschriebenen Zulassungskriterien vereinbar zu sein. Zudem war die Strafprüfung des technischen Angebots von Rocket Lab durch die Behörde inkonsistent und führte zu falschen Behauptungen und Schlussfolgerungen“, teilte Rocket Lab über den Kurznachrichtendienst X mit. Das Unternehmen habe deshalb Einspruch gegen die Vergabeentscheidung der NASA beim Rechnungshof, dem Government Accountability Office (GAO), eingelegt.

Der Zweck von Beschaffungsstandards sei, einen fairen Wettbewerb zu gewährleisten und öffentliche Investitionen zu schützen, heißt es in dem Post weiter. Das Unternehmen wolle mit der Überprüfung sicherstellen lassen, „dass diese Standards für kritische Infrastrukturen eingehalten werden, die die amerikanische Erforschung des Mars in den kommenden Jahrzehnten stützen wird.“

Bei dem Projekt geht es um ein Telekommunikationssystem für den Mars. Dazu soll ein Satellit in die Umlaufbahn des Planeten gebracht werden, der wissenschaftliche Daten, Bilder, Navigationsdaten übertragen sowie als Kommunikationsrelais für Raumfahrzeuge auf dem Planeten dienen soll. Die NASA hat Blue Origin damit beauftragt, den Satelliten zu entwickeln, zu bauen, ihn spätestens Ende 2028 ins All zu schießen und schließlich zu betreiben. Das Auftragsvolumen beträgt 700 Millionen US-Dollar.

Rocket Lab rechnete sich offensichtlich große Chancen aus, bei der Vergabe zum Zug zu kommen. Die NASA entschied jedoch anders. Ein Grund dafür könnte sein, dass die NASA nicht überzeugt ist, dass die noch in der Entwicklung befindliche Rakete Neutron zum fraglichen Zeitpunkt startbereit sein wird.

Bisher hat die Behörde noch keine Erklärung über die Auftragsvergabe veröffentlicht. Es sei allerdings merkwürdig, dass diese zwei Wochen nach Auftragsvergabe noch nicht verfügbar sei, berichtet das US-Onlinemagazin Ars Technica.

Blue Origin kritisiert den Einspruch von Rocket Lab: „Wegen der begrenzten Startfenster für Marsflüge kann jede Verzögerung die rechtzeitige Bereitstellung dieser wichtigen Kommunikationseinrichtung gefährden“, teilte das Raumfahrtunternehmen Ars Technica mit. „Wir vertrauen weiterhin auf die Stärke unseres Angebots, auf das strenge Auswahlverfahren der NASA und die klare Absicht des Kongresses, den Wettbewerb um das Mars-Telekommunikationsnetzwerk-Programm zu unterstützen.“

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