"An Heiligabend keine Haare mehr": Sarah Kuttner muss doch eine Chemotherapie machen

"An Heiligabend keine Haare mehr"Sarah Kuttner muss doch eine Chemotherapie machen
04.11.2026, 13:43 Uhr

Nach ihrer Brustkrebsdiagnose muss sich Sarah Kuttner nun doch zunächst einer Chemotherapie unterziehen, bevor der Tumor operativ entfernt wird. Den Nebenwirkungen sieht die Moderatorin mit gemischten Gefühlen entgegen.
Ein drei Zentimeter großer Tumor wurde in Sarah Kuttners rechter Brust gefunden. Das macht die ehemalige Viva-Moderatorin und Autorin kürzlich publik. Nun meldet sich die 47-Jährige im Podcast "Das kleine Fernsehballett", den sie gemeinsam mit Stefan Niggemeier betreibt, mit einem Update zu ihrem Behandlungsplan. Bislang sei sie davon ausgegangen, dass eine Antihormontherapie und eine Operation ausreichen würden. Doch nun müsse sie sich doch einer Chemotherapie unterziehen, verrät Kuttner da. Viereinhalb Monate soll die Behandlung dauern, erst danach sei operative Entfernung des Tumors geplant.
Auslöser der Planänderung sei das Ergebnis ihres Onkotests, das nun vorliege: "Mein Tumor ist ein bisschen rumpeliger, als man dachte." Ein für die Therapieentscheidung wichtiger Schwellenwert sei überschritten worden, wenn auch nur knapp. Für Kuttner stehe deshalb fest: "Dann machen wir definitiv lieber eine Chemo."
Nach dem Testergebnis sei alles sehr schnell gegangen, verrät sie. An Halloween habe ihr behandelnder Onkologe sie angerufen. "Eine halbe Stunde später war ich da", erzählt Kuttner. Im Krankenhaus wurde sie zunächst über die bevorstehende Chemotherapie aufgeklärt. Anschließend untersuchte der Arzt den Tumor per Ultraschall und setzte einen kleinen Metallmarker ein. Der Marker werde direkt im Tumor platziert, damit sich Veränderungen während der Behandlung besser nachvollziehen lassen "Jetzt habe ich so einen Bill-Gates-Chip in der Brust", scherzt die Moderatorin im Podcast. Als nächster Schritt stehe nun das Einsetzen eines Ports für die Chemotherapie an.
Auch auf mögliche Nebenwirkungen der Behandlung stellt sich Kuttner bereits ein, wie sie im Podcast verrät. Besonders der bevorstehende Haarausfall beschäftige sie. "Also ich werde tatsächlich an Heiligabend keine Haare mehr haben", erzählt die 47-Jährige. Für Ersatz will sie rechtzeitig sorgen: "Ich werde mir aber diese Woche noch neue kaufen." Für die Perücke habe sie bereits ein Rezept erhalten, ebenso für einen passenden Ständer.
Trotz ihrer gefassten Haltung blickt Kuttner nicht ohne Sorgen auf die kommenden Monate. Wegen der "gruseligen Nebenwirkungsgeschichten" habe sie "ein bisschen Sorge" vor der Chemotherapie, gibt sie zu. Dennoch versuche sie, der Situation mit Humor zu begegnen.
Tour fällt aus, Podcast läuft weiter
Auch beruflich hat ihre Erkrankung Konsequenzen. Den ersten Teil ihrer für das Frühjahr geplanten Live-Tour mit dem "Kleinen Fernsehballett" müssen Kuttner und Niggemeier absagen.
Da ihr Immunsystem durch die Chemotherapie zeitweise geschwächt sein werde, solle sie größere Menschenansammlungen in bestimmten Phasen meiden. Auftritte vor rund 250 Menschen und Flugreisen seien deshalb nicht ratsam, erklärt sie. Der Podcast soll hingegen wie gewohnt weiterlaufen. Die Chemotherapie ist jeweils mittwochs geplant - ausgerechnet an dem Tag, an dem auch die neuen Podcastfolgen erscheinen.
Ihre Brustkrebserkrankung hatte Kuttner Mitte Oktober öffentlich gemacht. "Um es kurz zu machen, habe ich mir einen kleinen Brustkrebs eingefangen", erklärte sie damals. Im Rahmen der Antihormontherapie sei sie nach der Diagnose, wie sie selbst sagte, "künstlich in die Wechseljahre versetzt" worden.
Warum sie so offen über ihre Behandlung spricht, erklärte die Moderatorin auf Instagram. Sie könne schließlich nicht über Gartenarbeit plaudern, während ihr ein Port für die Chemotherapie eingesetzt werde.
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