Halber Preis, voller Bass: 100-€-Bluetooth-Lautsprecher Sony Ult Field 3 im Test
Der Bluetooth-Lautsprecher Sony Ult Field 3 bietet Bass auf Knopfdruck, Schultergurt und Powerbank-Funktion. Dabei kostet er nur 108 Euro statt 200 Euro.
Der Ult Field 3 ist seit April 2025 zeitgleich mit dem größeren Ult Field 5 auf dem Markt und folgt auf den SRS-XE300 von 2022. Er steht in Sonys Ult-Reihe über dem Ult Field 1 (Testbericht) und unter dem Ult Field 5 und dem Ult Field 7. Die Ult-Taste, die den Bass anhebt, ist Namensgeber und Markenzeichen der Reihe. Der Ult Field 3 fällt deutlich größer aus als der Ult Field 1, soll doppelt so lange durchhalten und bringt einen Schultergurt sowie eine Powerbank-Funktion mit.
Sony verspricht kräftigen Bass, ein stoßfestes Gehäuse und 24 Stunden Laufzeit. Der Bluetooth-Lautsprecher kostet 108 Euro, zum Marktstart waren es noch 200 Euro. Sein naheliegender Gegenspieler ist der JBL Charge 6 (Testbericht). Er hält ebenso lange durch, ist nach IP68 geschützt und beherrscht Auracast, hat aber kein Mikrofon. Ob sich der Aufpreis zum Ult Field 1 lohnt oder der Charge 6 die bessere Wahl ist, zeigt der Test.
Design und Verarbeitung des Sony Ult Field 3
Der Ult Field 3 ist ein Quader mit abgerundeten Kanten. Er misst 25,6 × 11,3 × 7,9 cm, unsere Waage zeigt mit Gurt 1,25 kg und ohne Gurt 1,15 kg. Der Ult Field 1 (Testbericht) kommt mit 20,6 × 7,7 × 7,6 cm und 650 g aus. Der Ult Field 3 gehört damit zu den schwereren Bluetooth-Lautsprechern seiner Klasse.
Ein Stoffbezug umhüllt das Gehäuse, die Stirnseiten sind genauso gummiert wie die kleinen Füßchen auf der Unterseite, die für einen sicheren Stand sorgen. Die Passivmembranen sitzen dort wie beim Ult Field 1 vertieft und sind so geschützt. Ein Sony-Logo prangt auf der Front, die Ult-Taste auf der Oberseite sticht optisch deutlich hervor. Sony bietet den Lautsprecher in Schwarz, Weiß (Off-White) und Grau (Forest Gray) an, unser Testgerät ist schwarz. Der Ult Field 3 wirkt insgesamt etwas langweilig und austauschbar. Farbige LEDs fehlen, die Farbauswahl ist bieder und der Wiedererkennungswert gering.
Sony Ult Field 3 Bilder
Sony Ult Field 3
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Sony Ult Field 3
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Das Gehäuse ist nach IP67 staubdicht und übersteht 30 Minuten in einem Meter Wassertiefe – auch in Salz- und Poolwasser. Der Schutz gilt nur bei geschlossener Gummiklappe auf der Rückseite, unter der sich die USB-C-Buchse und die Akkutaste verbergen.
Ein abnehmbarer, längenverstellbarer Schultergurt ersetzt die feste Trageschlaufe des Ult Field 1. Seine zwei Haken aus Metall greifen in Stoffschlaufen auf der Oberseite. Die Schlaufen verschwinden ohne Gurt unter Gummikappen. Das An- und Abbauen ist allerdings fummelig. Eine Gummikappe unseres Testgeräts ist an der Schlaufe gerissen, ihre Funktion schränkt das nicht ein. Die Verarbeitung ist ansonsten robust. Sony legt neben dem Gurt ein 1,5 m langes USB-C-Kabel bei, ein Netzteil fehlt.
Wie gut ist der Klang des Sony Ult Field 3?
Der Ult Field 3 spielt über einen Tieftöner mit 86 × 46 mm und einen Hochtöner mit 20 mm Durchmesser in Mono, zwei Passivmembranen unterstützen den Bass. Die Treiber des Ult Field 1 (Testbericht) messen 83 × 42 mm und 16 mm. Sony nennt weder eine Leistung in Watt noch einen Frequenzgang.
Ult Power Sound ist ab Werk aktiv. Der Bluetooth-Lautsprecher klingt ohne die Bassanhebung dünn und blechern, die Bühne bleibt eng. Der Klang wird mit Ult-Funktion voller und breiter, der Bass kräftig. Ein Ausschalten ergibt beim Ult Field 3 im Grunde nur bei Podcasts Sinn, denn die klingen ohne Bassanhebung besser. Der Klang verschmiert wie beim Ult Field 1 bei komplexen Stücken mit vielen Instrumenten. Der Sony gibt Höhen und obere Mitten detailreicher wieder als der JBL Charge 6 (Testbericht), hat aber weniger Punch im Bass. Er bietet zudem wenig Räumlichkeit.
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Die Klangfeldoptimierung hört über das Mikrofon die Umgebung ab und passt den Klang daran an. Wir stellen im Test keinen hörbaren Effekt fest.
Das Mikrofon sitzt auf der Oberseite und arbeitet mit Echounterdrückung. Der Ult Field 3 dient so am Smartphone wie am Rechner als Freisprecheinrichtung. Unsere Stimme kommt klar an, die Gegenseite ist gut zu verstehen. Man erreicht über das Mikrofon außerdem den Sprachassistenten des Smartphones, also Google oder Siri.
Bedienung und App des Sony Ult Field 3
Sieben Tasten auf der Oberseite übernehmen Ein/Aus, Bluetooth, Connect, Wiedergabe, Leiser, Lauter und Ult. Ein doppelter Druck auf die Wiedergabetaste springt zum nächsten Titel, ein dreifacher zum vorherigen, eingehende Anrufe nimmt dieselbe Taste an. Hält man die Bluetooth-Taste gedrückt, startet die Kopplung zum Stereopaar.
LEDs zeigen Betrieb, Laden, Bluetooth, Connect und Stereopaar an. Der Ult-Schriftzug leuchtet, solange die Bassanhebung aktiv ist. Die übrigen Tasten sind unbeleuchtet, ihre Symbole heben sich aber deutlich vom dunklen Untergrund ab. Weil die Tasten leicht erhöht sind, findet man sie mit etwas Übung blind. Wir hätten uns trotzdem eine Beleuchtung gewünscht.
Sony Ult Field 3 Screenshot
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Die App Sony Sound Connect bietet die Klangeffekte Aus, Ult Power Sound und Custom. Ein Sieben-Band-Equalizer von 63 Hz bis 16 kHz mit einem Regelbereich von ±10 steht unter Custom bereit. Equalizer und Ult-Funktion kann man nicht kombinieren, Presets fehlen. Man stellt hier auch die Klangfeldoptimierung, Multipoint und die Verbindungsqualität ein, die App schaltet zudem auf Wunsch den Signalton der Ult-Taste ab und spielt Firmware-Updates automatisch ein.
Das Party-Pad legt Effekte aus Sampler, Isolator und einem DJ-Equalizer über die Musik. Das ist eher eine Spielerei. Die App ist insgesamt übersichtlich, aber wenig schick.
Der Akku des Sony Ult Field 3
Sony nutzt einen Lithium-Ionen-Akku, nennt aber keine Kapazität. Der Hersteller gibt die Laufzeit mit 24 Stunden bei Lautstärkestufe 22 von 50 und aktivem Ult Power Sound an, bei voller Lautstärke sinkt sie auf 5 Stunden. Der Ult Field 1 (Testbericht) hält 12 Stunden durch. Sonys Laufzeitangaben erscheinen uns im Test insgesamt etwas optimistisch.
Der Ult Field 3 lädt per USB-C mit Power Delivery und bis zu 27 W (9 V, 3 A). Der ausgeschaltete Lautsprecher ist mit passendem Netzteil nach 3,5 Stunden voll, 10 Minuten Laden reichen für 2 Stunden Musik. Die Wiedergabe läuft beim Laden weiter. Per Batteriepflege begrenzt man die Ladung auf 90 Prozent, die Funktion lässt sich per Akkutaste oder App einschalten und ist ab Werk aus. Die App zeigt den Ladestand in Prozent, die Akkutaste sagt ihn in 20er-Schritten an. Der Bluetooth-Lautsprecher schaltet sich nach 15 Minuten ohne Signal ab, die Automatik kann man deaktivieren. Der Speaker lädt im Test als Powerbank ein Smartphone.
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Konnektivität und technische Eigenschaften des Sony Ult Field 3
Der Ult Field 3 funkt mit Bluetooth 5.2, der Ult Field 1 noch mit 5.3. Er versteht SBC und AAC, Hi-Res-Codecs wie LDAC fehlen. Unser Android-Smartphone verbindet sich im Test per AAC, die Verbindung bleibt stabil. Man wählt in der App zwischen Priorität auf Klangqualität mit AAC und Priorität auf stabile Verbindung mit SBC. Der Bluetooth-Lautsprecher verbindet sich per Multipoint mit zwei Geräten gleichzeitig, Android-Smartphones koppeln über Google Fast Pair.
Der Ult Field 3 spielt per Party Connect mit bis zu 100 kompatiblen Sony-Lautsprechern zusammen, Auracast unterstützt er nicht. Ein Stereopaar bildet er nur mit einem zweiten Ult Field 3. Ein AUX-Eingang fehlt, über USB-C gibt er keine Musik wieder.
Was kostet der Sony Ult Field 3?
Der Sony Ult Field 3 kostet 108 Euro bei Amazon, allerdings nur in Forest Gray. Die Variante in Off-White ist ab 128 Euro zu haben. Der Preis liegt damit fast 50 Prozent unter der UVP von 200 Euro.
Fazit
Der Sony Ult Field 3 ist ein robuster Bluetooth-Lautsprecher für draußen. Er ist gut verarbeitet, nach IP67 geschützt und bringt einen Schultergurt mit. Sein Klang ist mit Ult Power Sound voll und kräftig, Höhen und Mitten kommen detailreich. Das Mikrofon macht ihn zur guten Freisprecheinrichtung und die Powerbank-Funktion lädt das Smartphone.
Doch er verschmiert komplexe Stücke, bietet als Mono-Lautsprecher wenig Räumlichkeit und klingt ohne Ult-Funktion dünn. Das recht hohe Gewicht von 1,15 kg, die austauschbare Optik und die unbeleuchteten Tasten trüben das Bild. Auracast, LDAC und ein AUX-Eingang fehlen, das ist bei diesem Preis verschmerzbar.
Wer für 108 Euro einen wetterfesten Begleiter mit Freisprechfunktion und Powerbank sucht, ist mit dem Ult Field 3 gut beraten. Man zahlt den Aufpreis zum deutlich günstigeren Ult Field 1 (Testbericht) vor allem für die laut Sony doppelte Laufzeit, den Gurt und die Powerbank. Wer es kompakt mag und mit halber Laufzeit auskommt, greift zum kleinen Modell. Der etwas teurere JBL Charge 6 (Testbericht) liefert mehr Bass, ist nach IP68 geschützt und beherrscht Auracast. Wer auf das Mikrofon verzichten kann, ist mit ihm besser bedient.
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