Marie und Sturm: Braunschweiger Derby-Helden mit Ansage
Braunschweigs 2:0-Derbysieg gegen Hannover hatte viele Wegbereiter - und mit den Torschützen Max Marie und Yann Sturm ausgerechnet zwei noch junge Spieler als Derby-Helden. Dass gerade diese beiden den Prestige-Erfolg herausschossen, kommt nicht von ungefähr.

Die Torschützen Yann Sturm (links) und Max Marie feiern nach dem Spiel. picture alliance/dpa
Die Geschichte brennt sich tief in die Festplatte ein. Wer ein Derby zwischen Eintracht Braunschweig und Hannover 96 entscheidet, vergisst das nie. Klar, gerade die Torschützen werden schließlich auch Jahre später noch auf diesen glorreichen Moment angesprochen oder von den Journalisten angerufen, um noch einmal zu berichten, wie das damals eigentlich war. Gut möglich also, dass in einigen Jahren auch die Telefone von Max Marie und Yann Sturm klingeln werden. Die beiden waren es nämlich, die am Sonntag für die Treffer beim 2:0-Sieg der Braunschweiger in diesem Prestigeduell sorgten.
Die Youngster also haben’s nun herausgerissen. Dieses Erfolgserlebnis aber kommt nicht von ungefähr. Der 22-jährige Marie hat sich nach seinem Wechsel aus der Regionalliga zur Eintracht im Sommer 2024 stetig gesteigert und mehr Verantwortung übernommen. Bei der Art, wie die Braunschweiger Fußball spielen wollen, muss er das auch. Die Mittelfeldspieler sind in sämtlichen Spielphasen involviert. Sie müssen verteidigen, sie müssen vorne Druck ausüben, sie müssen das Spiel gestalten. "Max ist ein Sinnbild dafür. Der Junge hat eine fantastische Entwicklung genommen, seit ich hier bin. Es macht jeden Tag Spaß, ihm zuzusehen, wie er einen Schritt nach vorne geht, als Mensch reift, als Fußballer reift und eine tolle Karriere vor sich hat", sagt Trainer Lars Kornetka.
Sturm ist erst in diesem Sommer in die Löwenstadt gewechselt. In Kornetkas Offensivreihe ist er aber schon seit Saisonstart gesetzt. Der 21-Jährige ist gut im Eins-gegen-eins und hilft, den Angriff zu beleben. Der hatte in der Vorsaison stärker geschwächelt als Ballermann-Urlauber am Tag des Rückflugs. Schon vor dem Derby standen zwei Tore und zwei Vorlagen in Sturms Statistik.
"Eine brutale Entwicklung"
Mit nun drei Treffern ist er alleiniger zweitbester Torjäger der Blau-Gelben. Da kann’s ja eigentlich nichts zu meckern geben. Aber auch Sturm hat laut Kornetka bereits einen wichtigen Entwicklungsschritt gemacht: "Der Junge hat eine brutale Entwicklung genommen, indem er jetzt gelernt hat, nach hinten zu verteidigen, Bälle mitzuerobern und voll im Game zu sein. Dass er heute das Tor mit links schießen durfte, freut mich ungemein."
Torschützen bei Derby-Siegen gegen Hannover werden in Braunschweig nicht vergessen. Dessen können sich Marie und Sturm sicher sein. Gut möglich also, dass in ein paar Jahren auch ihr Telefon klingeln wird und ein Journalist nachfragt, wie das denn damals im Oktober 2026 noch mal war. Auch wenn’s bei den Youngstern noch ein paar Jahre dauern wird …
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