DOSB-Präsidentschaft: Engelhardt tritt gegen Mronz an
Im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) läuft es bei der Präsidiumswahl am 5. Dezember auf einen Zweikampf um die Nachfolge von Thomas Weikert hinaus. IOC-Mitglied Michael Mronz bekommt Konkurrenz von Martin Engelhardt, dem Chef der Deutschen Triathlon Union (DTU)
Noch bis Ende März 2027 Chefarzt
Engelhardt hatte sich bereits 2018 zur Wahl gestellt, damals aber klar gegen Amtsinhaber Alfons Hörmann verloren.
"Ich kenne den Sport vom Verein bis zum Weltverband, aus der Leistungssportforschung und von zwei Olympischen Spielen an der Seite unserer Athletinnen und Athleten", sagte Engelhardt zu seiner zweiten Kandidatur. "Ab April 2027 kann ich dem DOSB meine ganze Kraft widmen – ohne berufliche Verpflichtungen und ohne geschäftliche Interessen im Sport", sagte der Mediziner. Engelhardts Tätigkeit als Chefarzt am Klinikum Osnabrück endet am 31. März 2027.
Nach einer ersten Amtszeit als DTU-Präsident von 1987 bis 2001 steht Engelhardt seit 2011 wieder an der Spitze der Deutschen Triathlon Union. Er gehörte 2004 und 2008 als Leitender Orthopäde zur deutschen Olympia-Delegation und ist seit 2024 Vizepräsident des DOSB.
Was Engelhardt will
"Ich möchte dem deutschen Sport ein Angebot machen, in dem sich seine Vielfalt wiederfindet: mit einem Sportplan für Deutschland, den wir gemeinsam mit der Politik umsetzen, und mit dem Ziel, die großen nationalen und internationalen Aufgaben geschlossen und erfolgreich anzugehen", sagte er.
Die Entscheidung über die deutsche Olympia-Bewerbung ist gefallen. Pia Greiten, Thomas Weikert, Michael Mronz und Ronald Rauhe diskutieren. Außerdem: Start der DFB-Elf unter Jürgen Klopp.
26.09.2026 | 57:31 minEngelhardt: "Das bessere Konzept möge gewinnen"
Engelhardt wird damit zum Konkurrenten für Mronz, den eine Findungskommission als Nachfolger von Thomas Weikert empfohlen hat. Die Findungskommission habe "zwar Michael Mronz empfohlen, aber auch ausdrücklich erklärt, dass wir beide sehr gute Kandidaten seien und dass jeder von uns den deutschen Sport erfolgreich in die Zukunft führen könnte", sagte Engelhardt im Interview mit der FAZ:
Jetzt bekommen wir eine Wahl, und die wird am Ende den DOSB stärken und ein gutes Beispiel dafür bieten, dass im deutschen Sport offen und demokratisch entschieden wird. Das bessere Konzept möge gewinnen.
Martin Engelhardt
Der 59 Jahre alte Sportmanager Mronz bringt durch seine Rolle im Internationalen Olympischen Komitee (IOC) ein großes Netzwerk mit, das der Münchner Bewerbung um Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 im internationalen Wettstreit helfen könnte.
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Die Entscheidung ist gefallen: Bayerns Landeshauptstadt ist deutsche Bewerberstadt für die Austragung der Olympischen Spiele und Paralympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044.
26.09.2026 | 2:32 minDOSB-Chef Weikert hatte jüngst seinen Verzicht auf eine erneute Kandidatur um den Spitzenposten erklärt. Der 64-Jährige begründete die Entscheidung damit, dass ihm die Kraft für eine weitere Amtszeit fehle. Mehrere Verbände hatten Weikert zudem signalisiert, seine Wiederwahl nicht unterstützen zu wollen.
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Quelle: dpa, SID
Über dieses Thema berichtete das ZDF in der Sendung "das aktuelle sportstudio" am 26.09.2026 um 22:30 Uhr.
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