5 Fragen, 5 Antworten – Favoriten und Abwesende: Das müssen Sie vor dem Ski-Winter wissen

In Sölden beginnt am Samstag die Weltcup-Saison der Alpinen traditionell mit einem Riesenslalom für Frauen, am Sonntag sind die Männer dran. Höhepunkt des Winters ist die WM in Crans-Montana (1. bis 14. Februar). Das Saison-Finale mit den letzten der insgesamt 83 Weltcup-Rennen (43 an 21 Orten bei den Männern/40 an 20 bei den Frauen) findet vom 20. bis 25. März in Sun Valley statt.
Was kommt in Sölden auf die Fahrerinnen und Fahrer zu?
Wie immer ein überaus anspruchsvoller Hang, der in den vergangenen Jahren immer steiler wurde und aufgrund eingebauter Wellen im unteren Teil auch noch schwieriger zu befahren war. Der frühere Spitzenfahrer Florian Scheiber fungiert erstmals als Rennleiter auf dem Rettenbachgletscher. Die Organisatoren werden «alles daransetzen, faire und sichere Rennen auf höchstem Niveau zu ermöglichen», kündigt er an.
Was ist neu?
- Neu im Kalender ist Dachstein West/Gosau in Oberösterreich mit der Frauen-Premiere am 28./29. Dezember (Riesenslalom/Slalom).
- Der Liechtensteiner Rechtsanwalt Alexander Ospelt hat den umstrittenen Johan Eliasch an der Spitze des Weltverbandes abgelöst.
- Ein neuer Renndirektor bei den Männern wird nach dem kurzfristigen Abschied von Markus Waldner nach zwölf Jahren noch gesucht. Auf den ersten Stationen wird Frauen-Rennchef Peter Gerdol auch für die Männer zuständig sein.
Wer fährt im Gesamtweltcup vorne mit?
Bei den Männern gehen die Schweizer mit Alleskönner Marco Odermatt, dem dreifachen Olympiasieger Franjo von Allmen und Loïc Meillard als grosse Favoriten in den Winter. Ein besonderes Augenmerk sollte aber auf «Paradiesvogel» Lucas Pinheiro Braathen gesetzt werden: Der Brasilianer gewann die letzten 3 Riesenslaloms und hat auch in der Vorbereitung mit starken Fahrten überzeugt.
Bei den Frauen sticht weiterhin Rekordsiegerin Mikaela Shiffrin, die sechsmal den Gesamtweltcup und 110 Rennen gewann, heraus. Die US-Amerikanerin kündigte jedoch an, einige Rennen auslassen zu wollen. Damit öffnet sich die Tür für die Konkurrenz. Allesfahrerin Emma Aicher (GER), im letzten Winter im Gesamtweltcup nur knapp geschlagen, dürfte Morgenluft wittern. Und auch das Schweizer-Duo Camilla Rast und Wendy Holdener darf auf Siege im Slalom hoffen.
Wer fehlt?
Einige, auch Topathleten. Lindsey Vonn hat sich zwar weitgehend von ihrem Horrorsturz bei Olympia erholt, ist aber noch lange nicht wieder rennfit. Marcel Hirscher hat eine Wildcard vom Weltverband erhalten, aber nach seinem Kreuzbandriss Trainingsrückstand. Sofia Goggia plagt sich mit gleich zwei Virusinfektionen herum, Landsfrau Federica Brignone verpasst den Saisonstart ebenfalls, Aleksander Aamodt Kilde erlitt vor wenigen Tagen auf dem Weg zu seinem Comeback einen Achillessehnenriss.
Wann wird in der Schweiz gefahren?
- Das grosse Highlight aus Schweizer Sicht findet Anfang Februar statt: Die Alpine Ski-WM in Crans-Montana. Vom 1. bis 14. Februar wird im Wallis in 11 Rennen um Edelmetall gefahren.
- Im Männer-Weltcup steigen wie gewohnt Mitte Januar die Berner-Oberländer-Wochen: Am 9./10. Januar finden der Riesenslalom und der Slalom am Chuenisbärgli in Adelboden statt; eine knappe Woche später von Freitag bis Sonntag in Wengen ein Super-G, die Lauberhornabfahrt und ein Spezialslalom.
- Die Frauen messen sich vom 18.-20. Dezember in zwei Super-G und einer Abfahrt in St. Moritz. Und eine Woche nach WM-Ende finden in Lenzerheide wiederum 2 Super-G statt.
Übersicht
SRF zwei, Sportpanorama, 18.10.2026, 18:00 Uhr ; bbi/agenturen
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