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Tuesday, October 13, 2026

Königspaar zu Besuch - Spanien will Unterstützung für Ceuta zeigen

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Spaniens König Felipe VI. und Königin Letizia grüßen die Menschenmenge während ihres Besuchs in der spanischen Enklave Ceuta.

Spanische Exklave Ceuta Ein royaler Besuch, der besänftigen soll

Stand: 13.10.2026 • 16:08 Uhr

Spanien will nach dem Migrantenansturm Unterstützung für die Exklave Ceuta zeigen. Zum ersten Mal seit fast 20 Jahren kommt der König zu Besuch. Das royale Programm streift das Thema Migration aber nur.

Erstmals seit fast 20 Jahren hat ein spanischer König die Exklave Ceuta besucht. König Felipe IV. und Königin Letizia wurden bei ihrer Ankunft von jubelnden Menschen empfangen; etwa 20 Minuten lang schüttelten sie Hände. Der Besuch folgt auf den beispiellosen Ansturm von Migranten aus Marokko Ende Juli. König Felipe IV. will den knapp 85.000 Bewohnerinnen und Bewohnern nun den Rückhalt der Krone zeigen.

Am 30. und 31. Juli hatten nach verschiedenen Schätzungen bis zu 80.000 Menschen die Grenze von Marokko in die spanische Exklave überquert - zu Fuß oder schwimmend. Mehr als 80 Menschen starben. Hilfsorganisationen gehen von mehr Toten aus. Die meisten von denen, die es geschafft hatten, kehrten später nach Marokko zurück, einige Tausend aber blieben.

Ceuta systematisch aufgeräumt

Die Spuren des Ansturms bekommt das Königspaar nicht mehr zu sehen. Am Wochenende hatten Reinigungstrupps und Polizei an den Stränden die Reste der improvisierten Zeltstädte beseitigt. Die Migranten, die dort über Wochen unter härtesten Bedingungen gehaust hatten, wurden in ein Auffanglager gebracht.

Das offizielle Programm des Königspaares sieht weder einen Besuch an einem der Strände noch in dem Lager vor. Abgesehen von einer interreligiösen Gedenkfeier für die Toten des Ansturms hat das Programm nichts mit Migration zu tun. Ein Empfang im Rathaus, ein Besuch in einer Schule. Vielmehr dürfte der Besuch symbolischen Charakter haben. Damit unterstreicht der König Spaniens Anspruch auf Ceuta und Melilla gegenüber Marokko.

Die Menschen in Ceuta scheinen trotzdem erfreut über das Erscheinen des Königspaares. Nach der Ankunft von Felipe IV. und Letizia säumten nach Schätzung des staatlichen Fernsehsenders RTVE Tausende Menschen die Straßen und bejubelten das Königspaar frenetisch. "Felipe, Felipe!" und "Viva España!" wurde skandiert. Einige der Anwesenden trugen T-Shirts mit der Parole "Ceuta steht nicht zum Verkauf. Ceuta muss verteidigt werden".

Grenzkrise zwischen Spanien und Marokko

Der Besuch des Königs erfolgt in Abstimmung mit der Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez. Dieser hatte gesagt, die Stadt müsse sich "mehr denn je vom Staat unterstützt" fühlen.

Sánchez stand nach der Migrationskrise innenpolitisch unter Druck. Zehntausende Menschen hatten bei Kundgebungen gegen die aktuelle Migrationspolitik demonstriert. Sie warfen Sánchez eine Beschwichtigungspolitik gegenüber Marokko und mangelnde Hilfe für Ceuta vor.

Am Mittwoch besucht das Königspaar noch die zweite spanische Exklave Melilla. Die beiden Exklaven an der nordafrikanischen Küste werden auch von Marokko beansprucht. Die schwere Grenzkrise im Juli hatte die Regierung von Sánchez unter Druck gesetzt und die ohnehin schwierigen Beziehungen zwischen Madrid und Rabat zusätzlich belastet.

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