Starlink testet Community-WLAN-Programm für Hosts
Der Satelliten-Internetanbieter Starlink beschreitet unkonventionelle Wege, um neue Kunden zu gewinnen. Unter dem Namen „Starlink for Communities“ sucht die Internetsparte von Elon Musks SpaceX derzeit nach Hosts, die ein Starlink-Kit aufstellen, über das Menschen in der Nähe ins Internet gelangen können. Für die Nutzung sind verschiedene Zeitpakete vorgesehen.
Die Website war zuerst dem US-Magazin PCMag aufgefallen. Hinweise auf ein solches Community-Programm hatte es laut dem Bericht bereits im vergangenen Jahr gegeben. Die Seite liegt bereits in einer deutschen Übersetzung vor. Die Idee: Hosts teilen ihre Starlink-Verbindung gegen Bezahlung mit anderen Menschen und werden an jeder Verbindung finanziell beteiligt. Das Angebot richtet sich etwa an Grundstückseigentümer, Geschäftsinhaber und lokale Unternehmer. Es ähnelt WLAN-Angeboten, wie es sie in manchen Geschäften, Coworking-Spaces und Hotels gibt, nur eben nicht kostenlos.
Starlink will sich um Zahlungen, Benutzerzugriff und Konnektivität kümmern. Die Hosts müssen lediglich ein Starlink-Kit bestellen, offenbar auf eigene Kosten, und es an einem Standort aufstellen, an dem mehrere Haushalte oder Nutzer in der Nähe sind.
Preise und Verdienst noch unklar
Was die Hosts damit verdienen, ist noch unklar. Auch Preise für die flexiblen Tickets nennt Starlink bislang nicht. Vorgesehen sind ein Stunden-, ein Tages- und ein Wochenticket, die jeweils zur Nutzung mit einem Gerät berechtigen. Ein Monatsticket soll bis zu vier Geräte abdecken. Erst kürzlich hatte Starlink die Preise für seine regulären Internet-Tarife in Deutschland angehoben.
Im Bewerbungsformular heißt es, dass das Community-Host-Programm zunächst als Beta starten soll. Interessierte müssen Angaben zu ihren technischen Kenntnissen machen und angeben, wo sie das Angebot platzieren wollen. Starlink fragt zudem, wie viele Standorte die Bewerber einrichten möchten und welchen Preis Nutzer für einen Pass zahlen würden. Wo und wann das Programm startet und ob es auch nach Deutschland kommt, ist offen.
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