Ohne Zuschauer in Ungarn – Das Israel-Spiel wirft seinen Schatten voraus

Sportlich gesehen hat die Schweizer Frauen-Nati in den WM-Playoffs ein gutes Los erwischt. So hätten in der 1. Runde durchaus härtere Brocken als Israel auf das Team von Trainer Rafel Navarro treffen können.
«Wenn wir ehrlich sind, sind wir die bessere Mannschaft. Das macht uns zum Favoriten», stellt Johan Djourou klar. Der technische Direktor des Nationalteams erwartet trotzdem «kein einfaches Spiel». «Wer grosse Träume erreichen will, muss hart arbeiten.»
Heimspiel im Exil
Neben der sportlich klaren Ausgangslage hat das Duell mit Israel aber auch eine politische Note. Auch wenn es nicht so aufgeladen zu- und hergehen dürfte wie zuletzt in der Nations League der Männer gegen Irland, findet auch das Schweizer Spiel unter speziellen Voraussetzungen statt. Aufgrund des anhaltenden Palästina-Konflikts trägt Israel sein «Heimspiel» am Freitag im Exil in Ungarn aus. Zuschauerinnen und Zuschauer sind dabei keine zugelassen.
Für die Spielerinnen sei dies grundsätzlich kein grosses Thema, so Djourou. Es werde aber eine Runde geben, in welcher sich alle Akteurinnen bei Bedarf ihre Bedenken äussern können. Auf dem Platz sei es wichtig, dass man den Gegner unabhängig vom politischen Geschehen respektiere, so Djourou. «Wir hatten viele Diskussionen mit dem Verband. Wir wissen, dass die Situation komplex ist, aber wir wollen spielen.»
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