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Saturday, September 26, 2026

Papst Leo XIV. feiert Messe mit 800.000 Menschen in Paris

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Der Papst in seinem Papamobil auf der Champs-Élysées

Stand: 26.09.2026 • 16:51 Uhr

Papst Leo XIV. hat seinen Aufenthalt in Paris mit einer großen Messe beendet. Das Verhältnis zwischen Frankreich und dem Vatikan ist nicht frei von Spannungen - trotzdem wurde der Papst von einer riesigen Menschenmenge gefeiert.

Es war wohl eine der größten Messen in der Geschichte Frankreichs: Etwa 700.000 Menschen haben in Paris an einem Gottesdienst mit Papst Leo XIV. teilgenommen. Das Oberhaupt der katholischen Kirche wurde auf seiner Fahrt mit dem Papamobil über die Prachtstraße Champs-Élysées von einer riesigen Menschenmenge bejubelt. Die Messe fand dann auf der Place de la Concorde statt, einem der größten Plätze von Paris. Schon Stunden zuvor war dort kein Durchkommen mehr.

Nach Informationen der ARD-Korrespondentin Sabine Bohland waren 14.000 Sicherheitskräfte in Paris im Einsatz. Die Kosten des Papst-Besuches in Frankreich belaufen sich auf 27 Millionen Euro. Die französische Kirche ist bei der Finanzierung auf Spenden angewiesen, womit ein Großteil der Kosten abgedeckt sein soll.

Spannungen zwischen Frankreich und Vatikan

An der Messe nahmen auch zahlreiche Politiker teil - allerdings nicht Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der sich durch Premierminister Sébastien Lecornu vertreten ließ. Begründet wurde dies mit der strikten Trennung in Frankreich von Kirche und Staat. Dafür war Macrons Frau Brigitte dabei.

Das Verhältnis zwischen Frankreich und dem Vatikan ist nicht frei von Spannungen. Gründe dafür sind das im Sommer in Frankreich verabschiedete Gesetz zur Sterbehilfe für schwer kranke Menschen und das in der der Verfassung verankerte Recht auf Abtreibung. Papst Leo lehnt sowohl Sterbehilfe als auch Abtreibungen ab.

Ermutigung zur Glaubensverbreitung

In seiner Predigt rief Papst Leo XIV. dazu auf, über den Sinn des Lebens nachzudenken: "Was suchen wir wirklich im Leben?", fragte er. "Begnügen wir uns mit materiellen Gütern, der sofortigen Erfüllung unserer Wünsche, den kleinen Idolen, die uns alles Mögliche versprechen, aber unser Herz leer lassen?"

Der Papst ermutigte die französischen Katholiken darum: "Behaltet den Glauben an Jesus Christus nicht nur für euch selbst!" Sie sollten ihn zu anderen Menschen bringen, um auch ihnen Erfüllung zu schenken. Leo XIV. dankte Familien für ihr Engagement bei der Glaubensverbreitung. An die jungen Menschen gerichtet sagte er: "Ihr seid die Kirche von heute! Wie schön ist es, eure Begeisterung, eure Tatkraft, euer Engagement und eure Freude in den christlichen Gemeinschaften zu sehen."

Treffen mit neu getauften Erwachsenen

Am Samstag hatte der Papst zunächst ein Sozialzentrum besucht. Später kam er mit Erwachsenen zusammen, die sich erst kürzlich hatten taufen lassen. An sie appellierte er, sich im Glauben an Christus nicht beirren zu lassen und den Glauben auch weiterzuverbreiten.

In Frankreich haben sich nach Angaben der französischen Bischofskonferenz im laufenden Jahr 13.000 Erwachsene taufen lassen, dreimal so viele wie vor zehn Jahren. Allerdings hat sich die Zahl der Kindertaufen seit dem Jahr 2000 mehr als halbiert.

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