11. Runde der Super League – Servette siegt dank Traumtor – Vaduz weiter ohne Auswärtspunkte

- Servette schlägt Vaduz in der 11. Runde der Super League zu Hause mit 2:1.
- Beide Teams treffen je einmal spektakulär.
- Der FCZ müht sich gegen Luzern ebenfalls zu einem 2:1, im SRF-Livespiel gastiert St. Gallen bei YB.
Sein überschwänglicher Jubel zeigte die Erlösung: Lutfi Dalipi hatte die bemühten Gäste aus Vaduz gerade zum verdienten 1:1-Ausgleich geschossen. Für sein 5. Saisontor hatte der 20-Jährige sein ganzes Können ausgepackt: Nach einem Einwurf überlobte Dalipi erst einen Gegenspieler, initiierte per Kopf einen Doppelpass und traf dann eiskalt in die Torecke (77.).
Plötzlich konnten die Liechtensteiner wieder vom 1. Punkt in der Fremde träumen. Doch die Hoffnung währte nur kurz. 7 Minuten später nutzte Genfs Kingstone Mutandwa seine grossen Freiheiten am Strafraumrand und traf zum 2:1.
Aufsteiger Vaduz konnte nicht mehr reagieren und verpasste die Chance, sich etwas vom Tabellenkeller abzusetzen. Servette kletterte dank dem 4. Sieg aus den letzten 5 Liga-Spielen auf Platz 5.
Lopes sorgt für Weitschuss-Schmankerl
Das eine Team spielte, das andere schoss und traf: So liess sich die erste Halbzeit im Stade de Genève zusammenfassen. Die Gäste aus Vaduz kamen zwar auf 75 Prozent Ballbesitz, in der Schussstatistik lagen sie aber 2:10 zurück.
Einer der 10 Servette-Versuche nach 15 Minuten war das Eintrittsgeld an diesem kalten Samstagabend alleine wert gewesen: Thomas Lopes zeigte ein Kabinettstück allererster Sahne, benötigte eine Berührung zur Ballverarbeitung und traf mit der zweiten aus gut 25 Metern wuchtig ins Lattenkreuz. Für den 19-jährigen Franzosen war es in seinem erst 3. Liga-Einsatz das 1. Saisontor. Der Genfer Captain Steve Rouiller hatte das 1:0 mit einer starken Balleroberung an der Mittellinie eingeleitet.
In den Folgeminuten drückten die «Grenat» auf das 2. Tor, Mutandwa traf kurz darauf nur den Pfosten. Später sollte der Sambier für den Siegtreffer verantwortlich sein. Servette trat über die gesamte Spielzeit offensiv dominanter auf und kumulierte am Ende 27 Schüsse (gegenüber nur 6 bei Vaduz). So ging der Erfolg trotz weniger Spielanteilen in Ordnung.
So geht es weiter
Vaduz steht auch nächstes Wochenende auswärts im Einsatz: Die Liechtensteiner gastieren am Samstag im Letzigrund bei den Grasshoppers. Servette trifft gleichentags in der Ostschweiz auf St. Gallen.
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