Milchprodukte könnten spürbar teurer werden
El Niño und Protein-Hype als Preistreiber Milchprodukte könnten spürbar teurer werden
Stand: 27.09.2026 • 14:44 Uhr
Milch, Joghurt und Quark könnten bald deutlich teurer werden. Die Molkereien wollen höhere Preise durchsetzen. Eine Rolle spielt dabei auch das Klima im tropischen Pazifik - und der Proteinhype.
Der Milchindustrie-Verband erwartet, dass die Preise für Milch, Joghurt und Quark deutlich ansteigen. Der Verband sprach von erheblichen Preissteigerungen, die dringend notwendig seien.
Aus Sicht des Verbands sprechen mehrere Faktoren für steigende Preise: Der Absatz von Milch und Milchprodukten laufe ausgesprochen gut. Zudem habe die sommerliche Dürrephase in Deutschland und Europa die Milchanlieferung regional stark einbrechen lassen.
Butterpreis steigt wieder
Viele Experten rechneten zusätzlich durch einen starken El-Niño-Effekt im tropischen Pazifik mit einer deutlichen Abschwächung der weltweiten Milchanlieferung. Der El-Niño-Effekt kann in wichtigen Molkereiexportregionen zu Dürren führen.
Erste Anzeichen für eine Wende gab es zuletzt bereits bei Butter: Nach einem starken Preisverfall Ende 2025, der Butter zeitweise unter die Marke von einem Euro pro 250-Gramm-Päckchen gedrückt und Bauernverbände zu Protesten veranlasst hatte, zog der Preis wieder an.
Auch der Proteinboom spiele eine Rolle, sagt Kerstin Keunecke von der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI). Molkenproteinkonzentrate seien derzeit stark gefragt.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.