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Friday, October 16, 2026

Schweizer Seen auf Tiefstand: Checke den Pegel bei dir

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  • Eine interaktive Grafik zeigt, wie sich die Pegelstände der grössten Schweizer Seen in den letzten sechs Monaten entwickelt haben.
  • Der Zürichsee hat am 8. Oktober einen historischen Tiefstand erreicht.
  • Vor Stäfa ist erstmals seit 1909 wieder eine Insel aufgetaucht.
  • Auch am Bodensee liegen Uferflächen trocken, in der Thur bei Flaach ZH drängen sich Fische in Restwasser.

Anfang Oktober erreichte der Zürichsee einen Rekordtiefstand. Auch am Bodensee liegen Uferflächen trocken, in der Thur bei Flaach ZH drängen sich Tausende Fische im flachen Wasser. Mit einem interaktiven Tool von 20 Minuten kannst du jetzt die Pegelstände der grössten Schweizer Seen miteinander vergleichen.

So nutzt du die Grafik

Wähle einen See aus oder klicke auf «Alle Seen vergleichen». Mit dem Slider siehst du, wie sich die Pegel in den vergangenen sechs Monaten entwickelt haben. Über den Play-Button lässt sich die Entwicklung animieren.

Zürichsee: Stäfa-Insel war zuletzt 1909 sichtbar

Der Zürichsee hat am 8. Oktober ein historisches Tief erreicht: Gemessen wurde ein Pegel von 405,24 Metern über Meer. Vor Stäfa kam deshalb eine Insel zum Vorschein, zuletzt war sie im Jahr 1909 zu sehen. Auch der Stäfner Stein, auf dem frühere Tiefstände verewigt sind, trägt nun die Jahreszahl 2026.

Auch ein Restaurant war betroffen. Das Moules-et-Frites-Pop-up im Seebad Enge musste vorübergehend schliessen: Wegen des niedrigen Pegels war die Sicherheit der Fäkalientanks unter dem Bad nicht mehr gewährleistet.

Bundesamt für Umwelt BAFU

Bundesamt für Umwelt BAFU20min/Flurin Pestalozzi

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Bodensee: «Fühlt sich an wie in Schottland»

Auch am Bodensee zeigt sich die Trockenperiode vom Sommer deutlich. Bei Altenrhein SG liegt das Seebecken teils trocken. News-Scout Steffi (35) konnte Ende September auf einer Velotour rund 100 Meter weit in den See hineinlaufen. «Es fühlte sich an wie bei Ebbe an der Küste irgendwo in Schottland», sagte sie zu 20 Minuten.

Auch Flüsse betroffen: «Noch nie so wenig Wasser gesehen»

Abgesehen von den Seen führen auch Flüsse weniger Wasser. Für die Fische wird es dabei eng: In der Thur bei Flaach ZH drängten sich Ende September Hunderte Fische in einem kleinen Restwassertümpel. News-Scout Konstantin (37), der den Fluss gut kennt, sagt: «So wenig Wasser und so viele Fische auf engem Raum habe ich noch nie gesehen.»

Solche Ansammlungen können bei sinkendem Pegel gemäss Fischereiberatung FIBER zwar vorkommen, die Lage in den Gewässern ist nach mehr als vier Monaten Hitze und Trockenheit aber weiter angespannt.

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Flurin Pestalozzi

Flurin Pestalozzi (flu) arbeitet seit 2025 bei 20 Minuten und ist Korrespondent in Bern.

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