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Friday, September 25, 2026

Statement Selenskyjs nach Gipfel: Darf die Ukraine jetzt doch Patriot-Raketen produzieren?

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Statement Selenskyjs nach GipfelDarf die Ukraine jetzt doch Patriot-Raketen produzieren?

25.09.2026, 13:06 Uhr

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Selenskyj und Trump trafen sich am Dienstag am Rande der UN-Generalversammlung in New York. (Foto: dpa)

Überraschende Wende oder eine nahende weitere Enttäuschung für die Ukraine? Dem ukrainischen Staatschef Selenskyj zufolge hat Trump eingewilligt, Kiew die Lizenz für die Herstellung von Abfangraketen des Typs Patriot zu erteilen. Zuvor hatte der US-Präsident im Juli falsche Erwartungen geweckt.

Die USA gewähren der Ukraine nach Angaben von Staatschef Wolodymyr Selenskyj die Lizenzen zur Herstellung von Patriot-Abfangraketen in der Ukraine. US-Präsident Donald Trump habe ihm bei ihrem Treffen am Dienstag in New York gesagt, dass seine Entscheidung feststehe und die Ukraine die Lizenzen erhalten werde, sagte Selenskyj. Trump hatte bereits Anfang Juli angekündigt, die USA würden der Ukraine "das Recht geben, Patriots herzustellen". Später zog er diese Aussage zurück.

Das Patriot-System spielt eine zentrale Rolle beim Schutz ukrainischer Städte und Infrastruktur vor ballistischen Raketen und Marschflugkörpern aus Russland. Der Ukraine mangelt es sowohl an Patriot-Systemen als auch an Abfangraketen. Patriot-Raketen liefern können die USA derzeit wohl nicht. Das US-Verteidigungsministerium räumte zuletzt einen Munitionsengpass aufgrund des Iran-Krieges ein. Dieser erstrecke sich auch auf Patriot-Raketen, berichteten mehrere Medien unter Berufung auf mit den Angelegenheiten vertraute Quellen.

Selenskyj sagte Mitte August, die Ukraine benötige fünf Prozent der Patriot-Raketen der USA, um angesichts der zunehmenden russischen Angriffe durch den bevorstehenden Winter zu kommen. Um alle von Moskaus Truppen abgefeuerten ballistischen Raketen zu zerstören, seien zehn Prozent der US-Lagerbestände nötig. Auch wenn Kiew nun die Lizenzen für die Herstellung der Abwehrraketen erhalten sollte, würde dies den unmittelbaren Bedarf der Ukraine nicht decken. Der Aufbau der Produktionskapazitäten in der Ukraine würde mehr als ein Jahr dauern. 

Um unabhängiger von ausländischen Raketenlieferungen zu werden, entwickelt die Ukraine mit Verbündeten derzeit eine europäische Alternative zu den Flugabwehrsystemen der USA. Das Raketenabwehrsystem namens Freyja wird aller Voraussicht nach allerdings erst im kommenden Jahr fertiggestellt werden. Im Rahmen des Projektes entwickelte das ukrainische Rüstungsunternehmen Fire Point, das vor allem für die Herstellung des Langstrecken-Marschflugkörpers Flamingo bekannt ist, die Flugabwehrrakete FP-7.X. Im vergangenen Juni hatte Fire Point den erfolgreichen Test der Rakete bekanntgegeben.

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