Wille streicht Kaderstatus – saftige Lohneinbussen für Betroffene

- Die SRG baut über 20 Prozent der Führungspositionen auf den obersten drei Ebenen ab.
- Zudem verlieren viele Kaderleute ihren Kaderstatus – und damit bis zu 1000 Franken Lohn monatlich.
- Gleichzeitig sollen Teams künftig jeweils zwei Führungspersonen haben.
Die SRG baut auf den obersten drei Führungsebenen über 20 Prozent der Führungspositionen ab – gemessen am Stand von 2024. Das teilte das Medienhaus letzte Woche mit. Zugleich sollen viele Kaderleute der SRG ihren Kaderstatus verlieren, wie die Zeitungen von CH Media beschreiben.
Laut dem Bericht sollen die betroffenen Personen noch immer eine Führungsfunktion wahrnehmen, aber keinen Kadervertrag mehr erhalten. Damit würden sie bis zu 1000 Franken Lohn verlieren.
Weniger Kaderstellen, mehr Führungspersonal?
Die Kaderstellen bei SRF wurden neu ausgeschrieben. Die Betroffenen mussten sich offenbar neu auf ihre eigene Stelle bewerben. Die SRG erklärt auf Anfrage von CH Media, dass sich die Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten der Führungsfunktionen verändert hätten. «Entsprechend wurden sie neu bewertet und ausgeschrieben.»
Weiterhin erklärt die SRG, dass sich in diesem Rahmen die Kaderzugehörigkeit nicht automatisch auf die neu geschaffenen Führungsfunktionen übertragen lasse. Gleichzeitig berichtet CH Media, dass die Teams bei der SRG künftig jeweils eine Person für die fachliche und eine Person für die personelle Führung haben werden.
Programm wird Änderungen zu spüren bekommen
Ganz ohne Folgen fürs Publikum würden die Einsparungen bei der SRG nicht bleiben, schrieb der Sender in seiner Mitteilung. Wo möglich, werde innerhalb bestehender Formate gespart, statt ganze Sendungen einzustellen. Zudem sollen die Sprachregionen enger zusammenarbeiten – etwa bei Sport und Fiktion.
«Wir sind unserem Publikum verpflichtet. Deshalb setzen wir den politischen Sparauftrag so um, dass möglichst viel von jedem Franken der Medienabgabe ins Programm fliesst», sagt Generaldirektorin Susanne Wille. «Dazu hinterfragen wir auch unsere eigenen Strukturen konsequent.» Die Veränderungen seien anspruchsvoll, insbesondere für die betroffenen Mitarbeitenden.
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Simon Misteli (sim), Jahrgang 1995, arbeitet seit 2024 als Redaktor am Newsdesk. Dabei schreibt er über verschiedenste Themen mit einem Fokus auf Auslandsgeschichten.
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