4 Tote bei Crash von italienischem Chinook-Heli: Das ist bekannt

Darum gehts
- In Bosnien-Herzegowina ist ein italienischer Chinook-Helikopter der Eufor-Mission abgestürzt.
- Vier Italiener starben: die zwei Besatzungsmitglieder und zwei Helfende des Roten Kreuzes.
- Elf weitere Insassen wurden verletzt, sie sollen ausser Lebensgefahr sein.
In Bosnien-Herzegowina sind am Donnerstag bei einem Helikopter-Absturz vier italienische Staatsbürger ums Leben gekommen. Diverse Videoaufnahmen zeigen den Moment, als der Chinook-Helikopter im Bezirk Brčko bei tiefer Flughöhe plötzlich beginnt, sich um seine eigene Achse zu drehen. Danach kracht der grosse Transporthelikopter zu Boden.
Beim Helikopter handelt es sich um einen Chinook des italienischen Militärs. Zum Zeitpunkt des Absturzes waren total 15 Personen, die allesamt Teil der Eufor-Mission Althea (siehe Box) waren, an Bord.
Das ist zu den Opfern bekannt
Beim Absturz starben drei Personen noch an der Unfallstelle, eine weitere erlag wenig später im Spital ihren Verletzungen. Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtet, handelt es sich bei den Todesopfern um die beiden Besatzungsmitglieder des Chinook sowie zwei Helfende des italienischen Roten Kreuzes.
Das ist die Eufor-Mission Althea
Die elf übrigen Insassen erlitten ebenfalls Verletzungen, sollen aber ausser Lebensgefahr sein. Laut der Nachrichtenagentur AFP werden drei Verletzte vom Spital in der Stadt Brcko zur Weiterbehandlung ins 50 Kilometer entfernte Tuzla verlegt.
Das macht den Chinook so speziell
Die Unfallursache ist derzeit noch unklar. Möglicherweise kollidierte der Transportheli gemäss dem Verteidigungsministerium mit Hochspannungsleitungen und stürzte danach ab. Die Aufnahmen, auf denen sich der Heli um seine eigene Achse dreht, deuten ebenfalls auf einen technischen Defekt hin: Im Gegensatz zu den meisten anderen Helis setzt der Chinook auf zwei Hauptrotoren statt einen Haupt- und einen Heckrotor. Dadurch kann der US-Militärheli nicht nur schwere Lasten transportieren, sondern seine beiden Rotoren koordiniert neigen, um zu steuern.
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Benedikt Hollenstein (bho) ist seit 2021 bei 20 Minuten. Er schreibt für den Newsdesk und übernimmt dort auch Tagesleitungsschichten.
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