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Thursday, October 8, 2026

Akanji über Xhaka: «Mache keine Dinge hinter seinem Rücken»

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«Es wäre schade, wenn ich meine Titel verliere»: Manuel Akanji über die Finanz-Affäre seines Ex-Clubs Manchester City.20min / Sebastian Rieder

Darum gehts

  • Granit Xhaka könnte im November zur Schweizer Nati zurückkehren – Trainer Murat Yakin hat die Tür ausdrücklich offengelassen.
  • Stellvertreter-Captain Manuel Akanji gewann mit der Nati alle vier Spiele der Nations League und betont, die Captainbinde sei eine Stellvertretung, keine Machtübernahme.
  • Zur ManCity-Finanzaffäre äussert sich Akanji kryptisch: «Wer weiss, was sie noch alles rausfinden» – dabei war er vom untersuchten Zeitraum gar nicht betroffen.

Zum ersten Mal führte er die Schweiz über einen kompletten Zusammenzug mit der Binde aufs Feld. Eine Rolle, die Manuel Akanji stolz macht. Gleichzeitig stellt er klar: Er will seinem langjährigen Captain Xhaka keineswegs den Platz streitig machen.

«Ich mache keine Dinge hinter seinem Rücken. Ich bespreche die Dinge direkt mit ihm», sagt Akanji. Und dann wird er deutlich: «Wenn Granit wieder zurückkommt, wird alles wieder beim Alten sein. Es ist klar, dass er Captain bleibt.»

Akanji und Xhaka nach dem WM-Gruppenspiel gegen Algerien in Vancouver. Trotz Xhakas Auszeit betont sein Stellvertreter: «Die Captainbinde ist eine Stellvertretung – keine Machtübernahme.»

Akanji und Xhaka nach dem WM-Gruppenspiel gegen Algerien in Vancouver. Trotz Xhakas Auszeit betont sein Stellvertreter: «Die Captainbinde ist eine Stellvertretung – keine Machtübernahme.»freshfocus

Auch der Kontakt zwischen den beiden sei trotz der Covid-Affäre nicht abgebrochen. Akanji erzählt, dass er vor dem Zusammenzug noch mit Xhaka gesprochen habe. Eigentlich habe er ihn nach dem Spiel anrufen wollen. «Nun werden wir aber definitiv miteinander reden.»

Captainbinde ist eine Stellvertretung – keine Machtübernahme

Akanji richtet den Blick nach vorne: Im November könnte Xhaka nach dem Strafbefehl wieder Teil der Nati sein. Trainer Murat Yakin hat die Tür für den 33-jährigen Basler trotz eines Verfahrens vor der Luzerner Staatsanwaltschaft ausdrücklich offengelassen. «Granit ist weiterhin unser Captain», sagte Yakin nach dem Spiel.

Und auf die Frage, ob er Xhaka zurückhaben wolle, antwortete er: «Wir wollen die besten Spieler im Team haben.» Akanji scheint damit ebenfalls zu rechnen. Seine Botschaft ist unmissverständlich: Die Captainbinde ist für ihn derzeit eine Stellvertretung – keine Machtübernahme.

Die grosse Frage ist allerdings, ob der SFV das nach dem Urteil auch so sieht. Das Gremium um Präsident Peter Knäbel und Chief-Sports-Officer Marinko Jurendic wird in den kommenden zwei Wochen die zukünftigen Werte für den Verband und die Nati definieren und dann mit dem Zentralvorstand die Schlüsse für den Fall Xhaka und auch Embolo ziehen.

ManCity wegen mutmasslicher Verstösse unter Druck

Zurück im Dress von Inter Mailand steht für Akanji am Wochenende das Heimspiel gegen Parma und nächste Woche die Champions League gegen Brügge an. Bereits in seiner ersten Saison in Italien gewann der Mann aus Wiesendangen das Double. Nun strebt der 30-Jährige mit den Nerazzurri den Titel in der Königsklasse an, so wie ihm das 2023 mit Manchester City gelang.

Von 2022 bis 2025 gewann Akanji unter Pep Guardiola auch zwei Meistertitel. Nun steht City wegen mutmasslicher Verstösse aus früheren Jahren unter Druck. Akanji verfolgt die Entwicklung aufmerksam – auch wenn er nach eigener Aussage nicht mehr weiss als die Öffentlichkeit. «Ich habe immer noch mit ein paar Spielern Kontakt, aber ich weiss nicht mehr als ihr», sagt er.

Akanji: «Wer weiss, was sie noch alles rausfinden»

Trotzdem sorgt eine Aussage des Ex-City-Verteidigers für Aufsehen. Auf die Frage nach seinen gewonnenen Titeln sagt Akanji: «Ich hoffe, ich verliere meine Titel nicht. Das wäre ein bisschen schade.»

Dabei betrifft das Verfahren laut den vorliegenden Angaben einen Zeitraum, in dem Akanji noch gar nicht bei Manchester City spielte. Er kam erst 2022 zum Klub.

Als ihn ein Journalist darauf hinweist, dass seine Zeit in Manchester vom untersuchten Zeitraum gar nicht betroffen ist, antwortet Akanji kryptisch: «Wer weiss, was sie noch alles rausfinden.»

Und dann schiebt er einen Seitenhieb in Richtung Medien nach: «Ihr sucht ja auch immer noch nach Corona-Sachen, die vor fünf Jahren passiert sind.»

Sebastian Rieder

Sebastian Rieder (sri), arbeitet seit 2024 für 20 Minuten als Stv. Leiter Sport. Der Generalist hat stets die besten Schweizer Fussballer im Fokus und begleitet die Nati als Reporter und Videojournalist.

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