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Sunday, August 23, 2026

Zahl der Todesopfer nach Angriff auf ukrainisches Einkaufszentrum gestiegen

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Feuerwehrleute bekämpfen einen Brand in einem Einkaufszentrum, der durch einen russischen Drohnenangriff ausgelöst wurde.

Russischer Angriff auf Krywyj Rih Zahl der Toten in Einkaufszentrum gestiegen

Stand: 22.08.2026 • 10:16 Uhr

Nach dem russischen Drohnenangriff auf ein Einkaufszentrum in Krywyj Rih ist die Zahl der Toten auf 16 gestiegen. Die Ukraine attackierte erneut eine russische Ölraffinerie und einen Logistikbetrieb - dieses Mal nicht Wildberries.

Die Zahl der Todesopfer nach der russischen Drohnenattacke auf ein Einkaufszentrum in der südostukrainischen Großstadt Krywyj Rih ist auf mindestens 16 gestiegen. Der Zivilschutz sprach von neun Vermissten, darunter seien zwei Kinder. Im Krankenhaus werden mehrere Schwerverletzte behandelt.

Am Freitagabend war zunächst von 15 Toten und 130 Verletzten die Rede gewesen. Die russische Armee griff offenbar zunächst mit einer Langstreckendrohne an, später folgte ein Angriff mit einer weiteren Drohne.

Angriff in zwei Wellen

Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einem Angriff in zwei Wellen: "Eine halbe Stunde nach dem ersten Treffer und dem Ausbruch eines Brandes folgte ein erneuter Angriff auf die Rettungskräfte", berichtete er. "Solche Angriffe sind schlichtweg Terrorakte."

Ein bisher nicht verifiziertes Video zeigt eine Drohne, die auf das Dach eines Gebäudes stürzt, während aus dem Dach bereits Rauch aufsteigt. Die eingesetzten Drohnen sollen mit einem Strahltriebwerk ausgestattet worden sein. Russland stellt immer mehr Drohnen dieses Typs her. Sie fliegen deutlich schneller als von Propellern angetriebene Drohnen und sind dadurch schwerer abzufangen.

Angriffe auch in Kiew

Russland griff in der Nacht erneut auch die ukrainische Hauptstadt Kiew an. Dabei sei mindestens ein Mensch getötet worden, teilten die Behörden mit. Ein Lager geriet demnach in Brand. Nach zunächst nicht überprüfbaren Angaben des russischen Verteidigungsministeriums wurde ein Eisenbahndepot mit Lokomotiven getroffen.

Angriffe wurden auch aus dem südukrainischen Saporischschja gemeldet. Bei einem Drohnenangriff seien ein Mann getötet und vier weitere Menschen verletzt worden, erklärte die Militärverwaltung der Region.

Nach Angaben der Vereinten Nationen stieg die Zahl der zivilen Opfer des Kriegs in der Ukraine zuletzt stark an. Im Juli starben demnach 437 Zivilisten, so viele wie seit den ersten Monaten der russischen Invasion nicht mehr.

Ukraine attackiert erstmals russischen Versandhändler Ozon

Die Ukraine führte ebenfalls neue Angriffe aus. Nach Berichten ukrainischer Medien griff Kiew erneut im Gebiet Samara eine Ölraffinerie an - und erstmals auch ein Lager des russischen Online-Versandhändlers Ozon. Das Unternehmen bestätigte einen Angriff auf sein Logistikzentrum im Gebiet Samara. Das Lager sei in Brand geraten, es seien 500 Mitarbeiter in Sicherheit gebracht worden; es gebe aber auch Verletzte, teilte Ozon mit.

Seit Wochen hatte die Ukraine zuvor den größten russischen Online-Versandhändler Wildberries wiederholt angegriffen. Die Schäden allein bei dem Unternehmen gehen nach Schätzungen von Branchenexperten in die Milliarden.

Zuvor hatte Selenskyj mitgeteilt, ein separater ukrainischer Drohnenangriff habe eine Ölraffinerie in Perm getroffen, mehr als 1.600 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Ebenfalls getroffen worden sei der Militärflugplatz Marinowka in der russischen Region Wolgograd, so Selenskyj. Das russische Online-Nachrichtenportal Astra berichtete, die ukrainische Drohne habe eine von Lukoil betriebene Ölraffinerie in Perm in Brand gesetzt.

Drohnenangriffe in Moskau

Auch die russische Hauptstadt Moskau meldete am Morgen neue ukrainische Drohnenangriffe. Laut Behörden gab es wegen Alarms auf den Hauptstadtflughäfen zeitweilig keine Starts und Landungen.

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