Gletschersee-Ausbruch setzt Strassen unter Wasser

Darum gehts
- Im Distrikt Gasa im Nordwesten Bhutans ist am Donnerstagabend der Shintaphu-Gletschersee ausgebrochen.
- Die Sturzflut zerstört Anlagen rund um die heisse Quelle Gasa Tshachu und überschwemmt Strassen.
- Todesopfer sind bisher nicht bekannt, doch fünf bis sechs Personen gelten als vermisst.
Im Nordwesten des buddhistischen Königreichs Bhutan hat eine Sturzflut nach einem Gletschersee-Ausbruch schwere Schäden angerichtet. Der Ausbruch des Shintaphu-Sees im Distrikt Gasa ereignete sich demnach am Donnerstagabend und löste auch im benachbarten Indien Flut-Warnungen aus.
Beim Ausbruch des Sees, der an der Quelle des Flusses Mo Chhu liegt, wurden diverse Anlagen rund um eine heisse Quelle vollständig zerstört. Der Ort namens Gasa Tshachu gilt als beliebtes Reiseziel für Touristen. Schon 2021 wurde die Anlage bei einer Sturzflut schwer beschädigt.
Mehrere Personen vermisst
Der Shintaphu-See gilt als einer von 17 potenziell gefährlichen Gletscherseen in Bhutan. Entsprechend gab es bereits vor dem Ausbruch Evakuationen, Berichte über Todesopfer durch die Sturzflut gibt es bislang nicht. Da aber auch in den an Bhutan angrenzenden indischen Bundesstaaten Westbengalen und Assam Sturzfluten drohen, gilt für die Gebiete eine Flutwarnung. Etwa fünf bis sechs Personen gelten derzeit zudem als vermisst.
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Benedikt Hollenstein (bho) ist seit 2021 bei 20 Minuten. Er schreibt für den Newsdesk und übernimmt dort auch Tagesleitungsschichten.
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