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Tuesday, September 15, 2026

US-Bericht offenbart Munitionsengpässe wegen Iran-Krieg

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Eine US-Regierungskontrollbehörde hat erstmals eine ausführliche offizielle Bilanz der Folgen des Iran-Kriegs veröffentlicht. Die Generalinspektion des US-Verteidigungsministeriums warnt darin vor Engpässen bei modernen Waffen und legt Knappheit bei Munition offen.

In dem am Montag (Ortszeit) veröffentlichten Pflichtbericht an den US-Kongress heißt es, zwischen dem 28. Februar und dem 30. Juni seien durch den Einsatz Kosten von 33,4 Milliarden US-Dollar (28,95 Milliarden Euro) entstanden, davon allein 22,3 Milliarden Dollar (19,33 Milliarden Euro) für verbrauchte Munition. Dies habe zu "strategischen Bestandslücken und Engpässen bei der Industrie in der Nachschubversorgung mit Munition" geführt.

Der Krieg zwischen USA und Iran werde noch lange dauern, weil US-Präsident Trump ein Plan fehle, sich aus der Auseinandersetzung zurückzuziehen, sagt Politikwissenschaftler Stephan Bierling.

31.08.2026 | 14:58 min

Trump weist Zweifel an der Waffenproduktion zurück

Auch bei modernen Waffen gibt es laut Bericht Engpässe und Probleme bei deren Nachschub. Experten gehen davon aus, dass es etwa drei Jahre dauern könnte, die Bestände an modernen Raketen und Abfangsystemen wieder auf das Vorkriegsniveau zu bringen. Das Pentagon weist Berichte über einen Munitionsmangel zurück.

US-Präsident Donald Trump erklärte am Montag in einem Beitrag in den sozialen Medien, die USA würden "mehr exquisite und erstklassige Waffen als jemals zuvor in unserer Geschichte" produzieren. "Sie werden täglich an unsere Streitkräfte im Nahen Osten und darüber hinaus geliefert", schrieb er.

Die bisher bekannten Kriegskosten hatte Verteidigungsminister Pete Hegseth Ende Juli auf 37,5 Milliarden US-Dollar beziffert. Schäden an US-Diplomatengebäuden in der Region werden zusätzlich auf 184 Millionen Dollar geschätzt. Zudem wurden rund 9.000 US-Bürger aus Ländern im Nahen Osten und Europa ausgeflogen.

Laut US-Verteidigungsminister Hegseth hat der Iran-Krieg bisher 37,5 Milliarden Dollar gekostet. Um Engpässe zu vermeiden, wirbt er im Kongress für neues Geld.

22.07.2026 | 1:32 min

Bericht nennt schwere Schäden an US-Stützpunkten

Der Bericht nennt neben Engpässen bei Waffensystemen auch Schäden und Zerstörungen an Hunderten Gebäuden und anderen Einrichtungen auf US-Stützpunkten in Kuwait, Bahrain, Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien, Irak, Oman und Jordanien durch iranische Angriffe. Besonders stark betroffen war der US-Marinestützpunkt in Bahrain. Die US-Streitkräfte mussten deshalb auf weiter entfernte Versorgungsstützpunkte ausweichen.

Auch Dutzende US-Flugzeuge und Drohnen wurden dem Bericht zufolge beschädigt oder zerstört. Darunter waren bis zu 30 MQ-9-Reaper-Drohnen im Wert von jeweils rund 30 Millionen US-Dollar. Sieben Tankflugzeuge vom Typ KC-135 wurden ebenfalls beschädigt oder zerstört.

Eine weitere KC-135 stürzte im Irak nach der Kollision mit einer anderen KC-135 ab. Dabei kamen sechs Soldaten ums Leben. Diese Todesfälle sowie der Tod eines Piloten, dessen Hubschrauber ins Arabische Meer stürzte, werden als Todesfälle bei nicht feindseligen Ereignissen aufgeführt. Elf weitere Soldaten werden in Kuwait, Irak, Jordanien und Saudi-Arabien als "im Einsatz getötet" aufgeführt.

Quelle: AFP, AP

Über den Iran-Krieg und Bemühungen um Frieden berichtet das ZDF fortlaufend, etwa in der heute-Sendung am 14.09.2026 um 19 Uhr.

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