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Sunday, October 18, 2026

Saugroboter Roborock Qrevo S Pro für 390 € im Test: günstig & gut auf Hartböden

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Der Qrevo S Pro saugt und wischt Hartböden gut und wäscht seine Mopps heiß. Bei Hindernissen, hohen Teppichen und der Randreinigung zeigt er dagegen Schwächen.

Der Roborock Qrevo S Pro positioniert sich unterhalb der teuren Spitzenmodelle des Herstellers. Gegenüber dem Vorgänger QV 35A steigt die nominelle Saugkraft deutlich auf 18.500 Pa. Neu sind außerdem die Moppwäsche mit bis zu 75 °C heißem Wasser und die Trocknung mit 45 °C warmer Luft. Unverständlich für einen Mittelklasse-Saugroboter: Weder Seitenbürste noch rechter Mopp können zum Rand hin ausfahren. Wir haben im Test überprüft, wie gut das Modell im Alltag trotzdem ist.

Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Roborock Qrevo S Pro?

Der Qrevo S Pro bleibt beim klassischen Aufbau vieler älterer Roborock Modelle. Der runde Roboter misst etwa 35 cm im Durchmesser und ist am feststehenden Laserturm knapp 10 cm hoch. Damit gehört das Modell nicht zur besonders flachen Klasse aktueller Roboter mit einziehbarer Navigation oder Starsight-System. Unter dem Roboter sitzt eine durchgehende Hauptbürste aus Vollgummi. Sie lässt sich gut reinigen, da sie ohne Borsten auskommt, in denen sich Haare besonders leicht festsetzen können. Ergänzt wird sie durch eine asymmetrisch geformte Seitenbürste, die Haarverwicklungen reduzieren soll. Der Staubbehälter im Roboter fasst 330 ml. Hinzu kommt ein kleiner interner Wassertank mit 80 ml.

Die Station misst etwa 34 x 49 × 52 cm. Das Gehäuse folgt dem eher einfachen, funktionalen Aufbau der Qrevo-Reihe und setzt voll auf Kunststoff. Die Verarbeitung ist dennoch ordentlich. In der Station stehen Behälter für 4 l Frischwasser und 3,5 l Schmutzwasser bereit. Der Staubbeutel der Absaugstation fasst 2,7 l. Frischwasser und Schmutzwasser sind von oben zugänglich. Der Staubbeutel sitzt hinter einer Abdeckung an der Vorderseite.

Nach der Reinigung saugt die Station den Staubbehälter des Roboters automatisch ab, füllt Wasser nach und wäscht die beiden Mopps mit bis zu 75 °C heißem Wasser. Danach werden sie mit 45 °C warmer Luft getrocknet. Das reduziert den manuellen Pflegeaufwand deutlich. Im Gegensatz zu deutlich teureren Modellen ist die Station aber weniger wartungsfrei. So muss etwa die Waschwanne gelegentlich von Hand gereinigt werden. Eine automatische Dosierung von Reinigungsmittel gibt es ebenfalls nicht.

Einrichtung: Wie schnell ist der Roborock Qrevo S Pro betriebsbereit?

Die Einrichtung ist einfach. Nach dem einfachen Zusammenbau der Station und dem Einsetzen der Wischmopps wird der Roboter über die Roborock-App mit dem WLAN verbunden. Der QR-Code für die Einrichtung befindet sich unter dessen oberer Abdeckung. Anschließend erstellt der Roboter mit seinem Lasersensor eine Karte der Wohnung, die anschließend angepasst werden darf.

Die Roborock App gehört weiterhin zu den umfangreicheren Lösungen am Markt. Die anfangs automatisch erstellten Räume lassen sich teilen, zusammenführen und weitergehend bearbeiten. Bereiche können gezielt gereinigt oder über Sperrzonen und virtuelle Grenzen ausgeschlossen werden. Für einzelne Räume sind unterschiedliche Reinigungsabläufe möglich. Auch die Reinigung von Teppichen kann separat konfiguriert werden.

Für das Wischen stehen unterschiedliche Intensitätsstufen und Streckenführungen zur Auswahl. Im Modus „Gründlich+“ fährt der Qrevo S Pro langsamer und legt seine Bahnen enger. Zusätzlich dürfen Nutzer die Wassermenge in 30 Stufen einstellen. Wer bestimmte Räume intensiver behandeln möchte, kann entsprechende Abläufe in der App speichern. SmartPlan 2.0 übernimmt auf Wunsch einen Teil dieser Entscheidungen automatisch. Das System passt Einstellungen unter anderem an Raum und Reinigungssituation an. Das funktionierte im Test gut. Für die Einbindung ins Smart Home unterstützt der Qrevo S Pro Amazon Alexa, Google Home, Siri Kurzbefehle und Matter. Damit lässt sich der Roboter auch in herstellerübergreifende Automationen einbinden.

Roborock Qrevo S Pro – Bilderstrecke

Roborock Qrevo S Pro – Bilderstrecke

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Roborock Qrevo S Pro – Bilderstrecke

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Roborock Qrevo S Pro – Bilderstrecke

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Saugroboter Roborock Qrevo S Pro im Test

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Roborock Qrevo S Pro – Bilderstrecke

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Roborock Qrevo S Pro – Bilderstrecke

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Roborock Qrevo S Pro – Bilderstrecke

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Navigation: Wie gut erkennt der Roborock Qrevo S Pro Hindernisse?

Für die Navigation nutzt Roborock das sogenannte PreciSense-LiDAR. Der Lasersensor auf der Oberseite vermisst die Umgebung und dient der Kartenbildung und Routenplanung. Die Hindernisvermeidung setzt zusätzlich auf das sogenannte Reactive-Tech mit strukturiertem Licht. Das aufwendigere StarSight-System einiger Spitzenmodelle, das die Umgebung mit 3D-Sensoren erfasst und Hindernisse zusätzlich per RGB-Kamera erkennt, kommt beim Qrevo S Pro nicht zum Einsatz. Die Navigation des Qrevo S Pro funktioniert trotzdem gut. Der Roboter fuhr im Test auch enge Bereiche gezielt an und bewegte sich zuverlässig zwischen Möbeln und sonstigen Einrichtungsgegenständen. Die klassische LiDAR-Navigation liefert nachvollziehbare und weitgehend systematische Fahrwege.

Bei der Objekterkennung überzeugt uns das Ergebnis nicht abschließend. Größere Gegenstände wie Schuhe, Socken oder Spielzeug werden zwar meist erkannt und umfahren, bei herumliegenden Kabeln oder anderen kleinen Gegenständen wie Katzenspielzeug oder Legosteinen klappt das oft nicht. Auch bei Schwingstühlen hielt sich der Roboter im Test länger als nötig auf und fuhr sich vereinzelt daran fest. Bei Türschwellen liegt die Grenze bei rund 2 cm. Ein anhebbares Fahrwerk wie bei teureren Modellen besitzt der Qrevo S Pro nicht.

Reinigung: Wie gut saugt und wischt der Roborock Qrevo S Pro?

Roborock nennt eine maximale Saugkraft von 18.500 Pa. Damit liefert der Qrevo S Pro auf Hartboden überzeugende Ergebnisse. Staub, etwas Sand oder anderer loser Schmutz wird nahezu restlos aufgesaugt und später in der Reinigungsstation entsorgt. Auf Teppich fällt das Ergebnis deutlich schwächer aus. Während dünne Teppiche und Läufer mit Teppich-Boost noch ganz ordentlich gesäubert werden, hat der Roboter auf hohem oder dichtem Flor deutlich mehr Probleme und mehr Schmutz bleibt zurück. Das machen manche ähnlich teure Konkurrenten besser. Immerhin: Bei Haaren schneidet die Kombination aus Vollgummi-Hauptbürste und Seitenbürste mit Verhedderungsschutz besser ab, echte Haarverwicklungen gab es im Test nicht.

Zum Wischen verwendet der Qrevo S Pro zwei rotierende Mopps. Sie drehen sich mit bis zu 200 Umdrehungen pro Minute und auf Teppichen hebt der Roboter beide Mopps um 10 mm an. Bei kurzen Teppichen funktionierte das in Tests zuverlässig, bei hohem Flor reicht der Abstand dagegen nicht immer aus. Im Gegensatz zu teureren Modellen kann der Qrevo S Pro die Mopps nicht automatisch in der Station zurücklassen.

Auf normalem Hartböden ist die Wischleistung ordentlich. Frische Kaffee- und Saftflecken werden klaglos aufgenommen, sofern es sich nicht um zu viel Flüssigkeit handelt. Eingetrocknete Senf- und Zahnpastareste verschwanden weitgehend, aber nicht vollständig – bei Flüssigkeiten und hartnäckigen Flecken sind Wischrollen einfach besser.

Eine klare Schwäche ist die Randreinigung. Weder der rechte Mopp noch die Seitenbürste lassen sich nach außen fahren. Entlang von Wänden und besonders in Ecken kann deshalb ein schmaler ungereinigter Bereich zurückbleiben. Das ist im Jahr 2026 ein klarer Ausstattungsnachteil, da mittlerweile auch günstigere Modelle ausfahrbare Reinigungselemente bieten.

Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Roborock Qrevo S Pro?

Im Qrevo S Pro steckt ein Lithium-Ionen-Akku mit 5.200 mAh. Die maximale Laufzeit wird mit bis zu 180 Minuten angegeben. Eine vollständige Ladung dauert weniger als vier Stunden. Im Alltag reicht das abhängig von der Beschaffenheit der Reinigungsfläche eher für 80 bis 100 m², danach fährt der Roboter zum Zwischenladen zurück zur Station.

Preis: Was kostet der Roborock Qrevo S Pro?

Die UVP des Roborock Qrevo S Pro liegt in Deutschland bei 589,99 Euro. Aktuell bekommt man das Modell je nach Farbvariante und Anbieter schon ab 390 Euro.

Fazit

Der Roborock Qrevo S Pro konzentriert sich auf die Kernfunktionen eines Saug- und Wischroboters. Die LiDAR-Navigation arbeitet zuverlässig, die App bietet viele Einstellungen und die Station nimmt dem Nutzer mit automatischer Staubentleerung, Wasserbefüllung, Moppwäsche mit bis zu 75 Grad und Trocknung bis 45 Grad viel Arbeit ab. Besonders für Hartböden ist der Qrevo S Pro eine gute Wahl, auf der Fläche saugt und wischt der Roboter gut.

Auf höherem Teppich überzeugt das Modell dann weniger und seine Randreinigung ist mangels ausfahrbarer Seitenbürste und entsprechendem Wischpad etwas enttäuschend. Das gilt auch für die Hinderniserkennung, zumindest, wenn man von den teureren Modellen des Herstellers besseres gewohnt ist. Unterm Strich bleibt ein ordentlicher Roboter, allerdings kann er sich gegen ähnliche bepreiste Modelle der Konkurrenz nicht wirklich durchsetzen.

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