Eishockey-WM wackelt: DEB erwägt Rückgabe
Nach einem Urteil des CAS darf die russische Eishockey-Nationalmannschaft wieder an internationalen Wettbewerben teilnehmen. Was das für die WM in Deutschland bedeutet, ist unklar.
30.10.2026 | 1:28 minDie Eishockey-WM in Deutschland steht auf der Kippe. Nach dem CAS-Urteil mit der Zulassung Russlands zieht der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) eine Rückgabe des Turniers im nächsten Jahr in Betracht - und ruft die Politik zur Hilfe.
"Ich möchte keine Schwarzmalerei betreiben", sagte DEB-Vorstandschef Frank H. Lutz bei MagentaTV: "Aber natürlich müssen wir uns mit der Option beschäftigen, dass wir diese WM zurückgeben."
Lutz: "Wirtschaftliches Risiko"
Lutz führte finanzielle Gründe an. "Denn in ein wirtschaftliches Risiko, das wir nicht mehr stemmen können, können wir uns nicht begeben", sagte Lutz in der ersten Drittelpause des Testspiels der DEB-Frauen am Samstag in Bremerhaven gegen Japan (5:1).
Er sei zwar optimistisch; ob die WM im kommenden Mai in Düsseldorf, Mannheim und Gelsenkirchen tatsächlich stattfinden werde, könne er aber "heute nicht 100-prozentig sagen".
André Rankel redet über seine Rolle als Trainer zur kommenden Heim-WM 2027. "Meine Aufgabe ist es die Jungs so vorzubereiten [...], dass wir die Chance haben auf den größtmöglichen Erfolg."
16.09.2026 | 4:20 minSollte Russland, das durch das CAS-Urteil vom Freitag ab sofort wieder an Turnieren des Weltverbands IIHF teilnehmen darf, an den Start gehen, kämen vor allem in punkto Sicherheit "ganz neue Kosten" auf den Ausrichter zu.
Weil es "auch eine politische Entscheidung" sei, werde er in der kommenden Woche nach Berlin fahren, kündigte Lutz an. So geht es auch um die Frage, ob die russische Mannschaft überhaupt Visa erhält. "Da habe ich überhaupt noch kein Gefühl für", sagte der DEB-Vorstandschef:
Das wird sicherlich Gegenstand der Gespräche sein, wie weit die Bundesregierung bereit ist zu gehen.
Frank H. Lutz, DEB-Vorstandschef
Bundesregierung kündigt Austausch mit DEB an
Diese sieht die CAS-Entscheidung "sehr kritisch", das sagte ein Sprecher der Bundesregierung am Sonntag. "Über mögliche Folgen des Urteils, auch auf die Eishockey-WM 2027 in Deutschland", soll es "zeitnah" einen Austausch mit dem Deutschen Eishockey-Bund geben.
Zunächst aber muss die IIHF entscheiden, wie es weiter geht. Der deutsche Präsident Franz Reindl kündigte eine Sitzung des Councils zu Beginn der Woche an. Man werde "eng mit allen zusammenarbeiten, um praktikable Lösungen zu finden", sagte der Ex-Nationalspieler.
ZDFsportstudio Update:Dein ZDFsportstudio Newsletter
Alle Highlights aus Bundesliga, Champions League und DFB-Pokal und die wichtigsten Nachrichten aus dem Sport.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.